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Titelverteidiger diesmal nur Gastgeber

27.01.2012 | 17:04 Uhr
Titelverteidiger diesmal nur Gastgeber
In der alten Hemberghalle in Iserlohn findet an diesem Wochenende die Hallenfußball-Kreismeisterschaft statt.

Iserlohn. (wis) Vor einem Jahr gab es die Premiere, als die Hallenfußball-Kreismeisterschaft erstmals im Grohe Forum in Hemer stattfand. Eigentlich sollte auch 2012 ein Premierenjahr mit der ersten Veranstaltung in der neuen Hemberghalle sein, doch wegen einiger Terminkollisionen rollt noch einmal nebenan in der alten Halle der Ball. Wohl definitiv zum letzten Mal.

Dafür gibt es in der Ausrichtung neue Gesichter. Erstmals führt der VTS Iserlohn Regie, und dessen geplantes Rahmenprogramm wird dafür sorgen, dass das Turnier vom üblichen Standard abweicht. Bedauerlich ist aus Sicht des Gastgeber jedoch, dass sich die eigene Mannschaft als Titelverteidiger diesmal nicht qualifizieren konnte.

Wenn an diesem Samstag ab 13 Uhr die Vorrundenspiele laufen, dann werden aber viele Stammgäste zu sehen sein. Alle in Westfalen- und Landesliga vertretenen heimischen Klubs sind am Start, und sie spielen nach dem bekannten Modus. Aus zwei Sechsergruppen qualifizieren sich die besten Vier für die Endrunde am Sonntag. Im Sinne des Publikums kann man nur hoffen, dass bis zum Ende der Vorrunde die Spannung erhalten bleibt und die Qualifikationen nicht frühzeitig feststehen.

Als souveräner Stadtmeister gehören die SF Oestrich-Iserlohn am Hemberg zu den Topfavoriten. Aber für den Westfalenligisten beginnt schon in drei Wochen die Meisterschaft, und demzufolge steht die Vorbereitung auf dem Feld längst im Mittelpunkt. „Natürlich wollen wir uns gut verkaufen, aber wir gehen in personeller Hinsicht kein Risiko ein“, will Trainer Tim Langenbach auf die Hallenspezialisten bauen und Stammkräfte mit Trainingsrückstand nicht einsetzen. Im Vorjahr schieden die Sportfreunde in der Vorrunde sang- und klanglos aus, und das soll sich nicht wiederholen.

Auch für den Landesligisten Borussia Dröschede war 2011 nach dem ersten Tag Schluss. „Das darf uns nicht noch mal passieren“, sagt Trainer Alen Terzic. „Die Kreismeisterschaft ist immer auch eine Prestigesache.“ Gerade nach dem etwas unglücklichen Auftritt bei der Stadtmeisterschaft gehen die Borussen mit großen Ehrgeiz in das Turnier.

„Für mich ist Oestrich der klare Favorit. Die waren bei der Stadtmeisterschaft eine Klasse für sich“, betont Stefan Kolatke, Co-Trainer des SC Hennen, der in Iserlohn Zweiter wurde. Das Ziel: Vorrunde überstehen, und dann ernsthaft um den Titel mitspielen.

Stefan Odenhausen, der Coach der bei der Stadtmeisterschaft von der BSG Messingwerk bezwungenen SG Hemer erwartet von seiner Mannschaft etwas mehr Spielkultur als noch vor zwei Wochen. Seine Devise: „Die Kreismeisterschaft ist doch das Familientreffen der heimischen Fußballszene. Es soll vor allem Spaß machen und absolut fair zugehen.“

In der Endrunde wird erneut nach dem doppelten K.o.-System gespielt, wer zweimal verliert, ist raus. Die Brauerei Iserlohn als Hauptsponsor hat insgesamt 2400 Euro an Preisgeldern ausgesetzt. Der Sieger erhält 1000 Euro, der Zweite 700, der Dritte 400 und der Vierte noch 200 Euro. Und für den Kreismeister gibt es wie immer den großen Glaspokal, der pünktlich zur Ehrung mit frischem Pils gefüllt sein dürfte.

Willy Schweer

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