TCI ist nicht zu bremsen

Der TC Iserlohn, hier Marvin Netuschil, ist weiter in bestechender Form.
Der TC Iserlohn, hier Marvin Netuschil, ist weiter in bestechender Form.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Mit einer weiteren überzeugenden Leistung und dem vierten Sieg in Folge verabschiedeten sich die TCI-Herren für diese Saison vom Publikum am Seilerblick. Als Tabellenzweiter hat das Team von Jim Anwar alle Erwartungen übertroffen und kann nun entspannt zum Ausklang nach Aachen fahren. Dass dieser deutliche Sieg mit der Aufstiegsmannschaft errungen wurde, freute den Coach besonders.


Tennis-Regionalliga: TC Iserlohn - Bergheimer TC 7:2. Es war wie schon zuletzt gegen Düsseldorf Geduld gefragt, denn bis das letzte Doppel entschieden war, lagen fast acht Stunden hinter beiden Mannschaften. Zumindest verlief die Partie aus Iserlohner Sicht nicht allzu nervenaufreibend, weil die Doppel nach der 4:2-Führung in den Einzeln relativ mühelos den Gesamterfolg unter Dach und Fach brachten.

Ehe der große Regen zur Flucht in die Halle zwang, konnten die Zuschauer auf den Plätzen am Seilerblick hochklassiges Regionalligatennis sehen. Ganz stark präsentierte sich Marvin Netuschil, der noch am Samstag bei einem ATP-Turnier in Belgien im Halbfinale stand, im Duell mit Bart Govaerts. Der Iserlohner stieß im ersten Satz noch auf einige Gegenwehr, drehte dann aber immer mehr auf. „Wenn er richtig Power macht, ist er kaum zu packen“, kommentierte Trainer Jim Anwar nach dem 6:3 und 6:1. An Position zwei setzte sich Tihomir Grozdanov mit 6:4 und 6:3 gegen Mircea Jecan durch und hatte dabei nur ganz zu Beginn leichte Probleme. Tim Beutler führte nach 2:6 im ersten mit 4:2 im zweiten Satz, verlor diesen dann aber mit 4:6. Auch Simeon Ivanov verlor gegen seinen rumänischen Landsmann Marcel Miron, mit dem er sich schon viele Duelle geliefert hat, den ersten Satz mit 2:6, doch er kam mit Macht zurück und gewann 6:3 und 10:7. Andre Timme kassierte drei Breaks im ersten Satz, und weil sein Aufschlagspiel nicht funktionierte, war gegen Lotter-Becker nichts zu holen (3:6, 4:6). Marc-Julien Gelhaus hingegen überzeugte auf der ganzen Linie und gewann mit 7:6 und 6:1 gegen Turcu. „Er hat wie eine Maschine gespielt, das war richtig stark“, lobte Anwar.

Für die Doppel ging es dann in die Halle, denn der heftige Regen hatte die Plätze unbespielbar gemacht, und hier ließen Netuschil/Grozdanov beim 6:4 und 6:1 gegen Govaerts/Jecan überhaupt nichts anbrennen. Auch Ivanov/Timme setzten sich in zwei Sätzen gegen Kuligowski/Lotter-Becker durch (7:6, 6:4), während es Beutler/Gelhaus gegen Miron/Köpp zum Abschluss noch einmal spannend machten. Nach dem 6:3 im ersten Satz verloren sie den zweiten in gleicher Höhe, doch im Tiebreak behielten sie mit 10:6 die Oberhand und setzten den gelungenen Schlusspunkt. „Bergheim muss jetzt zittern, und wir können ganz entspannt dem Finale entgegensehen. Darauf darf man schon ein wenig stolz sein“, so Jim Anwar.