TC Iserlohn spielte beim Heimdebüt groß auf

TCI-Trainer Jim Anwar (stehend, rechts) war zufrieden mit der starken Vorstellung seines Teams.
TCI-Trainer Jim Anwar (stehend, rechts) war zufrieden mit der starken Vorstellung seines Teams.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Die Heimspiel-Premiere des TC Iserlohn ist rundum gelungen. Am vierten Regionalliga-Spieltag gewann das Team bei nahezu idealen Bedingungen gegen Blau-Weiß Halle.

Tennis-Regionalliga: TC Iserlohn - Blau-Weiß Halle 7:2. Vor Saisonbeginn war die Sorge bei Trainer Jim Anwar groß, dass dem TCI ein harter Kampf gegen den Abstieg bevorstehen könnte. Davon ist jetzt fast keine Rede mehr. „Zu 70 Prozent sind wir aus dem Strudel, ein Spiel müssen wir aber noch gewinnen“, sagte Anwar.

Ihm gefiel der Auftritt seiner Mannschaft am Sonntag sehr gut. Groß war außerdem die Freude über etwa 100 Zuschauer, die auf allen Plätzen gutes und überwiegend erfolgreiches Iserlohner Tennis geboten bekamen. Besonders fesselnd war das Einzel von Marvin Netuschil gegen den Hallenser Christopher Koderisch. Drei Stunden dauerte dieses Match, das Netuschil schließlich 7:6 und 6:4 gewann. Oben drauf gab’s dafür ein Lob von seinem Trainer: „Das hat Marvin sehr gut gelöst, immerhin war Koderisch mal Westfalenmeister.“ Konstantin Kravchuk hatte nicht so viel Glück. Er unterlag Lennart Zynga 6:2, 2:6 und 6:10 im Königs-Tiebreak. „Kann passieren“, war Anwar gar nicht böse. „Das ist reine Nervensache, ein kleines Lotteriespiel.“ Auch André Timmer verlor sein Einzel, und das glatt in zwei Sätzen (2:6, 4:6). Mehr Grund zur Freude hatten die Gäste nicht. Das lag unter anderem an Tihomir Grozdanov, der Jannik Rother beim 6:1 und 6:1 keine Chance ließ.

Mit dem selben Ergebnis siegte Simeon Ivanov über Johannes Kolowrat. Jan Kuncik machte es spannender: Er setzte sich gegen Emanuel Fraitzl erst im Tiebreak durch (10:8). Den ersten Satz gewann er 6:1, verlor dann 3:6. Vor den Doppeln führte der TCI also 4:2. Anbrennen sollte nichts mehr: Netuschil/Grozdanov gewannen gegen Zynga/Koderisch 6:4, 6:4. So ging auch das zweite Doppel aus, doch waren Kravchuk/Kuncik etwas schneller fertig. Tim Beutler und Simeon Ivanvov setzten sich im Tiebrak durch (10:8), nachdem Satz eins 2:6 verloren ging, der zweite Satz aber 6:4 gewonnen wurde.

Dass die Spieler auf dem Platz von ihren Teamkameraden außerhalb des Platzes unterstützt wurden, nahm Anwar anerkennend zur Kenntnis. „Auch die Spieler der zweiten Mannschaft waren dabei.“ Ob die schmucke Anlage am Seilerblick zu einer uneinnehmbaren Festung wird, kann nach dem ersten Spiel natürlich noch nicht gesagt werden. Doch zwei weitere Heimspiele folgen jetzt noch aufeinander. Am 14. Juni kommt die Reserve des Düsseldorfer Rochusclubs, eine Woche später hat der TCI den Bergheimer TC zu Gast. Anwar hofft, im Spiel gegen die Landeshauptstädter sein Team unverändert auflaufen lassen zu können.