Sympathien für Lössel, Pokalsieg für den HTV

Keine Lücke: Der TV Lössel ging an seine Grenzen, doch Sundwig/Westig war dem Außenseiter in nahezu allen Belangen überlegen.
Keine Lücke: Der TV Lössel ging an seine Grenzen, doch Sundwig/Westig war dem Außenseiter in nahezu allen Belangen überlegen.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Es gab nicht den geringsten Zweifel, natürlich setzte sich der ranghöchste Klub im Kreispokalfinale souverän durch. In der Albert-Schweitzer-Halle erlebten die 400 Zuschauer einen unterhaltsamen Abend. Bezirksligist TV Lössel war ein guter Gastgeber und überließ dem HTV weitgehend die Bühne.


Handball-Kreispokal, Finale: TV Lössel - HTV Sundwig/Westig 14:34 (7:16). Zu Beginn überreichte der TVL-Kapitän Lukas Fischer dem frisch gebackenen Verbandsligameister ein kleines Präsent für durstige Kehlen. Dann machte der HTV aber ernst und legte in einer Minute durch Kötter und Gollor zwei Treffer vor. Das schönste Tor des Tages zelebrierten freilich die Gastgeber. T. Fischer vollendete unter dem Jubel der stimmgewaltigen Anhängerschaft den gelungenen Kempa-Trick (2:4). Weil die Gastgeber einige gute Chance liegen ließen, setzten sich die Hemeraner in 3:1-Schüben auf 5:13 ab (21.). Der TV Lössel biss sich an Kohl und Co. die Zähne aus. Nach Rohdes 5:9 gelangen bis zum Seitenwechsel in knapp 20 Minuten nur noch zwei Treffer. Als Gollor zu hart eingestiegen war und als erster Akteur auf die Strafbank musste, nutzten T. Fischer und Stein die folgende Überzahl zum 7:13.

Die drohende Zehn-Tore-Differenz zögerte Brüne nur noch bis zur 31. Minute hinaus – 7:17. Aber die wackeren Lösseler verkürzten erst einmal per Doppelschlag, weil Worm vom Punkt scheiterte. Dann zog der HTV-Express gegen kräftemäßig nachlassende Gastgeber auf 10:24 (42.) davon und legte schnell zum 11:28 nach. Danach legte der zehnfache Torschütze Frenzel per Tempogegenstoß den Grundstein für die unmittelbar folgende Zwanzig-Tore-Differenz durch Kötters Siebenmeter. Bis zur Sirene wurde der Pokalsieger mit Standing Ovations seiner Fans begleitet.

Vor dem Anpfiff der guten Schiedsrichter wurde der Opfer des Flugzeugabsturzes in Südfrankreich gedacht, das hatte Stil. Aber der Ablauf der Siegerehrung am Schluss dieser gelungenen Veranstaltung war ganz schlechter Stil. Natürlich gab es über 60 Minuten im Spiellokal ein gut funktionierendes Mikrofon. Aber der Vertreter des Handball-Kreises Iserlohn-Arnsberg, Spielwart Volker Kreckler (Schwerte), erledigte seinen Job im Stillen, überreichte Pokal und Prämien im Schnell-Durchgang und war dann nicht mehr gesehen.