Sturz bremste Jan Deitenbach aus

Iserlohn..  Ein heftiger Sturz beim zweiten Lauf zur Internationalen Deutschen SuperMoto Meisterschaft in St. Wendel bremste Jan Deitenbach schmerzhaft ein. Nach einem guten neunten Rang im ersten Lauf blieb am Ende nur der 19. Rang. Zudem muss der Iserlohner wegen einer Gehirnerschütterung eine Trainingspause bis zum nächsten Rennen einlegen.

Schon im Training wurde in der Top-Klasse wieder um jede Zehntelsekunde gekämpft. Auf seiner Johannes-Bikes Suzuki landete Deitenbach auf Startplatz elf und verbesserte sich damit gegenüber dem Saisonstart etwas. Zufrieden war er jedoch nicht ganz. „Mein Ziel war einstellig, und da haben wieder nur zwei Zehntel gefehlt“, erklärte er.

Im ersten Lauf auf dem Stadtkurs kam der Waldstädter nicht so gut vom Start, doch in einer hektischen Auftaktrunde arbeitete er sich auf Platz zehn vor. Eine Runde später stürzte ein Pilot direkt vor ihm, so dass er zum Ausweichen kurz von der Strecke musste und den Kontakt zu den Vorderleuten verlor. Runde um Runde verkürzte er den Abstand minimal und war zum Rennende wieder dran, doch zu einer Verbesserung von Platz neun reichte es nicht mehr. Im Ziel lagen die Piloten auf den Rängen sechs bis neun gerade einmal 2,5 Sekunden auseinander. „Rang neun ist schon mal einstellig, und ohne das Pech in Runde zwei wäre vielleicht noch etwas mehr drin gewesen“, resümierte er.

Im zweiten Durchgang stürzte schon in der Startkurve ein Pilot direkt vor Jan Deitenbach, er musste kurz vom Gas, reihte sich aber trotzdem auf Platz elf ein. In der ersten Kurve im Off-Road wählte der Suzuki-Pilot die Außenspur, doch da rutschte ihm ohne Vorwarnung das Vorderrad weg und er ging heftig zu Boden. Mit verbogenem Motorrad ging es kurz die Box, um den Lenker richten zu lassen. Deitenbach brauste als Letzter dem Feld hinterher. Immerhin schaffte er noch den Anschluss und überholte zum Schluss noch einen Kontrahenten. Nach der Zieldurchfahrt spürte er aber doch Schmerzen und sackte kurz zusammen. Später wurde eine Gehirnerschütterung diagnostiziert. „Der Aufschlag war heftig, aber du bist so unter Adrenalin und willst einfach weiter machen.“

Teamkollege Till Goldenstein (Norden) schaffte in einem hektischen Rennen der Pokalklasse trotz Ausrutscher und Stop-and-Go-Strafe wegen Frühstarts noch Rang vier in der Wertung. Ü40-Pilot Matthias Bremer (Iserlohn) brauste in beiden Läufen jeweils auf Platz sieben. Alex Breuker blieb bei den Amateuren das Pech treu. Nach Ausrutscher in der Startrunde kämpfte er sich aber vom letzten Platz noch bis auf die 14 vor.

Der nächste Lauf zur SuperMoto-IDM findet am 21. Juni im sächsischen Großenhain statt.