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Studenten üben mit Bubbles für die Berufspraxis

22.06.2012 | 15:56 Uhr
Studenten üben mit Bubbles für die Berufspraxis
Die Abteilung Qualitätssicherung bei der Arbeit: Sara Übergünne, Alisa Prencipe, Natalie Deckert und Michaela Stramik (v.l.) testen die Bubbles.

Iserlohn.   Iserlohner Bio- und Nanotechnologie-Studenten gründeten die Übungsfirma Bubble Quanyx. Ihren Kommilitonen boten sie am Freitag einen Cocktail der besonderen Art.

„Drops on the Beach“ - nein, das ist kein Cocktail, der einen am Strand umhaut, sondern ein Löffel Ananasschaum mit rötlichen Kügelchen. Die sind aus Pfirsich- und Traubensaft und anders süß als der Schaum. Ein interessanter Kontrast. So wie der zwischen der Nachgiebigkeit des Schaums und den im Mund zerplatzenden festen Bubbles, wie man diese teeaffinen Blasen oder Perlen in trendigen Kreisen nennt.

Was zwölf Studierende der Bio- und Nanotechnologie am Freitag im Foyer der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn anboten, war ein gelungenes Beispiel für Molekularküche. Aber ihre Firma Bubble Quanyx diente weniger dem Zweck, FH-Studenten mit Fingerfood zu versorgen. Die Strand-Tropfen sind im Studienmodul Projektmanagement entstanden. „Da geht es darum, das Firmenleben kennenzulernen, die Zusammenarbeit der Abteilungen“, erläutert Larissa Pütter.

Von der Entwicklung bis zur Qualitätssicherung

Sie hat sich mit drei Studierenden um die Herstellung gekümmert, hat am Rezept gebastelt, den Cranberry-Saft („zu bitter“) ersetzt, für den zu schnell zerfallenden Schaum die Frucht-Konzentration verdoppelt. Und musste sich mit der Qualitätskontrolle auseinandersetzen: „Sind die Bubbles einheitlich groß, die Keime unterm Grenzwert, die pH-Werte okay? Mit solchen Fragen haben wir uns beschäftigt“, sagt Michaela Stramik. Erfahren hat sie dabei die gegenseitige Abhängigkeit: „Wir können erst anfangen, wenn die anderen schon etwas geleistet haben.“

Dann kommt Hendrik Requard von der Qualitätssicherung mit Formularen, fordert Prüfprotokolle und wacht über die Einhaltung aller EU-Vorschriften. „Das gibt Reibungspunkte, weil es Mehrarbeit bedeutet“, sagt er. „Da muss man sich ein dickes Fell zulegen.“ Wie im realen Leben. Das ist für Prof. Kilian Hennes entscheidend: „Unternehmen sind interessiert an Absolventen, die nicht nur alles über Techniken wissen, sondern die auch mit den Abläufen in einem Betrieb vertraut sind.“

Harald Ries



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