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Stolze Bilanz dank professioneller Arbeit

07.11.2012 | 17:00 Uhr
Stolze Bilanz dank professioneller Arbeit
Eine erfolgreiche Saison absolvierte das SKS Iserlohn Inline-Alpin-Team.Foto: Privat

Iserlohn. Der „Iserlohner Weg“ abseits der vom westdeutschen Skiverband für die Inline-Sparte vorgesehenen Regularien hat sich in der abgelaufenen Saison mehr denn je ausgezahlt. Das Inline-Team unter dem Dach des Skiklubs Iserlohn blickt auf die erfolgreichste Rennserie seiner Historie zurück.

Mit drei Podestplätzen bei der Weltmeisterschaft durch Ann-Krystina Wanzke (sechs Iserlohner hatten sich qualifiziert), zwei deutschen Meistertiteln sowie zwei Siegen und weiteren Spitzenplätzen im Internationalen Cup zeigte die Erfolgskurve der Inliner weiter nach oben. Alfred Claus, 1. Vorsitzender des Skiklubs, lobte: „Es ist sensationell, was das Team um Meike Rapp und Guido Lausch auf die Beine gestellt hat.“ Teamtrainer Lausch führt den Leistungsschub nicht zuletzt auf Wanzkes Verpflichtung zurück. „Sie fährt auf einem anderen Level, und von ihrer Klasse profitieren auch alle anderen Aktiven.“ Die gemeinsamen Trainingseinheiten mit der Spitzenfahrerin werden den Sauerländern auch im nächsten Jahr erhalten bleiben, denn die Neu-Ulmerin hat ihren Vertrag verlängert und bleibt im „Team Württembergische“.

Lausch legt weiter wert auf eine kleine, aber schlagkräftige Gruppe, die konsequent leistungsorientiert arbeitet. Und große Talente wie sein Sohn Cian oder Lars Henkel dürften neben Ann-Krystina Wanzke ein Garant für weitere Erfolge sein. „Mittlerweile klopfen schon gute Athleten bei uns an, weil wir mehr zu bieten haben“, betonte der ehrenamtlich arbeitende Trainer.

Auch er muss bei seinen Aktiven viel Idealismus einfordern, aber mit Sponsorenhilfe gibt es Unterstützung. „Wir garantieren gute Trainingsbedingungen, optimale Betreuung, und den Rennanzug muss auch niemand selbst kaufen.“ Als Anerkennung ihrer Leistungen werten die Inliner auch die Spende der Sparkasse Iserlohn zur Anschaffung eines Funkmoduls für die Zeitmessanlage. „Das wird uns den Trainingsalltag in der Vorbereitung auf die nächste Saison erheblich erleichtern“, betonte Teamleiterin Meike Rapp.

Aktuell läuft die Suche nach weiteren Sponsoren, denn auch im nächsten Jahr stehen etliche zeit- und kostenintensive Wettkampftrips auf dem Programm. „Wir wollen unter anderem alle Weltcup-Rennen bestreiten und eifrig Punkte mit Blick auf die Weltmeisterschaft im übernächsten Jahr sammeln“, kündigte Lausch an. Er setzt vor allem auf hochklassige Wettkämpfe, um seinen Aktiven die gewünschten Entwicklungsmöglichkeiten zu geben.

Mittlerweile haben die Inliner das Hallentraining aufgenommen, das mit Krafttrainingseinheiten kombiniert wird. „Insbesondere für den Bereich Downhill ist das intensive Wintertraining unerlässlich“, so der Coach. Mit zwei Top-Ten-Platzierungen (vierter und neunter Rang bei den Herren) beim Downhill-Freeride-Wochenende des französischen Rollsportverbandes in Bissy-la-Maconaise beendete das Team die Saison gewohnt erfolgreich. Die Downhill-Sparte soll künftig noch eine größere Rolle im Wettkampfprogramm spielen. Und auch hier wollen die Iserlohner möglichst vorneweg fahren.

Von Willy Schweer



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