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Stefaniszin bei den Roosters in der Schusslinie

20.01.2010 | 18:41 Uhr
Stefaniszin bei den Roosters in der Schusslinie

Iserlohn. Die Abwärtsspirale dreht sich für die Iserlohn Roosters immer schneller. Wer die Eissporthalle nach der Hamburg-Pleite noch mit einem „Schlimmer-kann's-ja-nicht-werden-Gefühl” verließ, musste diesen trotzigen Hoffnungsschimmer schon am Dienstag wieder über Bord werfen.

Denn die 2:7-Heimklatsche gegen gewohnt solide, aber keinesfalls brillierende Hannover Scorpions war zweifellos der neue Tiefpunkt einer rasanten Negativentwicklung. Am Tag danach bemühte sich Roosters-Coach Uli Liebsch dennoch um Fassung. „Wir müssen das nüchtern sehen. Es ist eine Niederlage. Wie hoch sie letztlich ausfällt, ist unter dem Strich egal”, so der Trainer, der ankündigt: „Wir werden analysieren, warum wir verloren haben”.

Tatsächlich scheint die Ursachenforschung in diesem Fall nicht allzu kompliziert zu sein. „Die Torhüterleistung von Sebastian Stefaniszin war maßgeblich”, hat Liebsch den Schuldigen nämlich schnell ausgemacht. Aber ist es nicht zu einfach, die Niederlage einzig am Torhüter festzumachen? „Nein, es war ja so. Die Gegentore haben das Kollektiv verunsichert. Mit einem starken Keeper hätten wir das Spiel wohl gewonnen.”

Diese für Liebsch-Verhältnisse ungewöhnlich deutlichen Worte dürften Stefaniszin kaum schmecken. Ebenso wenig wie des Trainers Antwort auf die Frage, ob man überlege, auf der Torhüterposition noch einmal personell nachzubessern. „Das ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, darüber zu reden. Wir müssen erst einmal den Kopf frei kriegen und nicht aus dem Bauch heraus entscheiden”, sagt der Coach. Welche Entscheidung die Roosters fällen, dürfte maßgeblich mit dem Gesundheitszustand von Danny aus den Birken zusammenhängen. Ob der am Wochenende wieder spielen kann, entscheidet sich allerdings kurzfristig. „Wir müssen abwarten, ob das Risiko nicht zu groß ist”, erklärt Uli Liebsch.

Scheint die Fehlersuche im Fall Hannover vergleichsweise einfach, kann dies für die Erklärung des Roosters-Abschwungs seit Mitte Dezember keinesfalls gelten. Nur eine der letzten zehn Partien konnten die Sauerländer gewinnen. Liebsch: „Gegen einige Spitzenteams waren wir nah dran, da haben Kleinigkeiten entschieden. Enttäuschend waren die Niederlagen gegen Kassel und Hamburg. Uns fehlt das Selbstvertrauen. Und hinzu kommt jetzt das Verletzungspech.”

Alexander Althöfer



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