Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Deutsche Eishockey-Liga

Starkes Finish der Roosters in Hamburg nicht belohnt

15.11.2009 | 20:05 Uhr
Starkes Finish der Roosters in Hamburg nicht belohnt

Hamburg. Das war Pech! In einem starken Schlussabschnitt waren die Roosters drauf und dran, auch in Hamburg zu punkten, doch ein überragender Freezers-Keeper Pelletier ließ nur noch einen Treffer der Gäste zu. Deren schwaches erstes Drittel gab letztlich den Ausschlag.

Hamburg Freezers - Iserlohn Roosters 3:2 (3:1; 0:0, 0:1). Die Roosters und die Tabellenletzten - das ist ein ganz spezielles DEL-Kapitel. In der Color-Line-Arena leisteten die Iserlohner im ersten Drittel unfreiwillige Aufbauhilfe, weil sie einfach nicht konsequent genug verteidigten. Und da die Freezers-Stürmer genügend individuelle Klasse besitzen, um Freiräume konsequent zu nutzen, durften sich die Gäste nicht beschweren, dass sie nach gut sechs Minuten schon mit 0:2 hinten lagen. Erst traf Kuhta mit einem unhaltbaren Schuss, dann vollendete Aab einen gelungenen Überzahlangriff der Hanseaten.

IEC-Coach Uli Liebsch nahm eine Auszeit, die die gewünschte Wirkung zeigte. Die Gäste fingen sich und schlugen durch Brian Swanson zurück, der ein gutes Powerplay der Roosters vollendete. Aber sie verfielen schnell wieder in den alten Trott und kassierten durch Biron Gegentor Nummer drei. Den Freezers merkte man deutlich an, dass sie Revanche für die derbe Abfuhr am Seilersee vor vier Wochen nehmen wollten.

Die Roosters machten es ihnen einfach zu leicht, doch das änderte sich im zweiten Drittel. Hamburg verlegte sich auf Ergebnisverwaltung und vereinzelte, allerdings brandgefährliche Konter. Iserlohn übernahm die Initiative, traf aber nicht. Giuliano sowie Wolf und Hock bei einer gut ausgespielten Überzahl (35.) vergaben den Anschluss. Auf der Gegenseite drohte bei Kings Pfostenschuss (24.) allerdings die Vorentscheidung. So blieb als Fazit vor der zweiten Pause: Die Roosters drängten, aber sie schafften es noch nicht, sich wirklich zwingende Torchancen herauszuspielen.

Das sah im letzten Drittel - nun mit umgestellten Reihen - ganz anders aus, vor allem nach Mark Ardelans 2:3 in Überzahl (44.). Es war ein glückliches Tor, denn die Scheibe prallte Freezers-Keeper Pelletier an den Schoner und von dort ins Netz. Aber dieser Treffer gab dem Spiel die totale Wendung. Jetzt waren die Gäste am Drücker, weil ihr Kampfgeist endgültig erwachte. Erst Christensen und Roy, dann in der 49. Minute in kurzer Folge Ardelan, Christensen und Insana: Der Ausgleich lag in der Luft, aber Pelletier wuchs über sich hinaus.

Es folgten gute Möglichkeiten für Daniel Sparre und Giuliano, aber Hamburg meldete sich in Person von Tripp zurück, weil die Roosters-Defensive zweimal leichtfertig die Scheibe vertändelt hatte. Die letzten Minuten: Als Biron in der Kühlbox saß ging auch Keeper Aus den Birken vom Eis, doch selbst bei 6:4-Überzahl wollte der Puck nicht den Weg ins Netz finden. Der starke Swanson sowie Wolf und Hock vergaben die letzten Chancen zur Overtime.

Hamburg: Pelletier - Ratchuk, Retzer; Dotzler, Karalahti; Manning, Biron; Glusanok, Wilm - King, Barta, Mueller; Fortier, Ostwald, Kuhta; Tripp, Loppi, Aab; Schön, Brandl, Pielmeier.

Iserlohn: Aus den Birken - Wilford, Ardelan; Insana, Danielsmeier; Schneider, Langwieder - Giuliano, Swanson, Hommel; Wolf, Hock, Hancock; Ready, Christensen, Roy; Rupprich, D. Sparre, K. Sparre.

Tore: 1:0 (5:47) Kuhta (Fortier), 2:0 (6:09) Aab (Barta, Ratchuk/5-4), 2:1 (8:30) Swanson (Hancock, Ready/5-4), 3:1 (10:42) Biron (Loppi, Brandl), 3:2 (43:23) Ardelan (Christensen, Wolf/5-4).

Schiedsrichter: Aumüller (Planegg) - Strafminuten: Hamburg 12 + 10 (Biron) - Iserlohn: 8 -Zuschauer: 6 880

Paul Gardner (Hamburg): „Ich bin sehr froh über diesen Sieg. Iserlohn war wie gewohnt sehr kampfstark, aber meine Mannschaft hat gut dagegen gehalten und einen guten Charakter gezeigt. Diese drei Punkte tun uns gut.”

Ulrich Liebsch (Iserlohn): „Das erste Drittel war heute spielentscheidend. Da war Hamburg viel laufbereiter als wir. Im zweiten Drittel haben wir für ein ausgeglichenes Spiel gesorgt und im Letzten waren wir eindeutig spielbestimmend. Die Mannschaft hat sich sehr gut zurück gekämpft, und dafür verdient sie ein Kompliment. Leider hatten wir nicht das Glück wie am Freitag. Unter dem Strich geht der Hamburger Sieg aber in Ordnung.”

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2085407/create

Aktuelle Fotos und Videos
21. Jedermann-Triathlon
Bildgalerie
Fotostrecke
Autogramme heiß begehrt
Bildgalerie
Fotostrecke
Roosters-Saisoneröffnung
Bildgalerie
Fotostrecke
Neuer Kunstrasenplatz in der Grüne
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Dröschede nach 2:0-Sieg auf „Wolke sieben“
Fußball
Riesenjubel bei den Fußballern von Borussia Dröschede. Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte haben sie den Aufstieg in die Westfalenliga geschafft. Nach einem verdienten 2:0-Erfolg beim Verfolger Hohenlimburg gelang dieses Kunststück diesmal sogar schon drei Spieltage vor...
Nach dem ersten Sieg kehrt die Hoffnung zurück
Handball
Erneut standen zwei Partien in der Bundesliga-Qualifikationsrunde für die Handball-A-Jugend des HTV Sundwig/Westig auf dem Programm. Nach der nicht ganz unerwarteten Niederlage am Freitag in Hamm gelang daheim gegen Solingen/BHC endlich der erste Sieg, so dass die Hoffnung auf Platz drei und damit...