Späte Tore sichern Oestrichs Triumph in Siegen
15.11.2009 | 14:52 Uhr 2009-11-15T14:52:00+0100Siegen. Der Knoten ist geplatzt. Nach vier sieglosen Auswärtsspielen in Folge landete Oestrich wieder einen Dreier in der Fremde. Das deutliche Resultat kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es noch manche ungelöste Probleme gibt.
Fußball-Westfalenliga: SF Siegen II - SF Oestrich-Iserlohn 1:4 (1:1). 77 Minuten lang bahnte sich auf dem Nebenplatz des Leimbachstadions die Fortsetzung der unerquicklichen Auswärtsauftritte der Langenbach-Elf an. Dabei lagen die Gäste in allen Statistiken von: Mehr Ballbesitz, mehr Torschüsse, mehr gewonnene Zweikämpfe - kurzum: eindeutige Spielkontrolle. Aber eben nur ein Tor gegen den Drittletzten. Dann die 77. Minute: Achilleas Courtoglous Freistoßball wurde von Siegens Abwehrmauer vor die Füße des eingewechselten Lars Scheerer abgelenkt, und der traf aus kurzer Distanz zum 1:2. Damit war der Widerstand der Hausherren gebrochen. Oestrich wirkte befreit, jetzt kehrten Leichtigkeit und Selbstvertrauen zurück. Schön anzusehen war der Spielzug zum 1:3, als Bock gekonnt für Vincenzo Burgio auflegte (80.). Und den Schlusspunkt setzte schließlich der von Courtoglou mustergültig bediente Evrim Kut.
Unter dem Strich war es jedoch ein Arbeitssieg für die Oestricher, die sich lange Zeit ausgesprochen schwer taten. Das Kombinationsspiel endete in aller Regel am gegnerischen Strafraum. Es folgten serienweise planlose Flankenbälle, nur ganz selten gelang es, in den Rücken der Abwehr zu spielen. Zudem offenbarten die Offensivstrategen Sarisoy, Courtoglou und Burgio Schwächen in Eins-gegen-Eins-Situation und im Abschluss. Vielzu oft suchten die Sportfreunde zudem nach einer komplizierten Lösung und reduzierten somit drastisch ihre Torgefahr. Immerhin gab es an der Defensive über weite Strecken nichts auszusetzen.
Die gravierende Ausnahme: Siegens 1:0 nach zwölf Minuten. Auf die erste Torchance der Gäste folgte der schnelle Gegenzug. In Windeseile waren die völlig ungeordneten Sportfreunde ausgespielt, und Schneider nutzte seinen Freiraum zur Führung. Dass sich Oestrich von diesem Rückschlag schnell erholen durfte, lag auch an Siegens Aufbauhilfe. Denn Kut hätte ohne die freundliche Unterstützung von Tahiri und Keeper Pauli wohl nicht zum 1:1 getroffen. So war nach 20 Minuten alles wieder offen. Fortan bemühten sich die Sportfreunde, Druck aufzubauen und den Gegner zu Fehlern zu zwingen. Das gelang bei allem Eifer nur selten. Aber am Ende reichte es, das Resulat stimmte, und vor allem das zählt derzeit für Oestrich.
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