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Showdown für die SG in Hünsborn

15.06.2012 | 16:51 Uhr
Showdown für die SG in Hünsborn
Für die SG Hemer (hier gegen Hagen 11) geht es am Sonntag in Hünsborn um den Klassenerhalt.

Iserlohn. Letzter Spieltag in der Fußball-Landesliga. Aus heimischer Sicht interessiert dabei vor allem die Frage, ob die SG Hemer bei RW Hünsborn ihren Nichtabstiegsplatz gegenüber dem Hasper SV verteidigen kann. Durchaus ehrgeizig sind aber auch Borussia Dröschede, das die 60-Punkte -Marke anpeilt, und der SC Hennen, der unbedingt Platz fünf verteidigen will.

RW Hünsborn - SG Hemer (Hinspiel 0:0). „Wir spielen auf drei Punkte“, kündigt SG-Coach Stefan Odenhausen an. Damit würde er auch allen Rechenspielen mit den zwei Punkte schlechter gestellten Haspern aus dem Wege gehen, denen er beim Auftritt in Schwerte noch einiges zutraut. „Wer einmal Meister der Herzen war, der weiß, was alles passieren kann“, bemüht der eingefleischte Schalke-Fan den „großen Fußball“, um zu verdeutlichen, dass er selbst die um 14 Tore bessere Tordifferenz gegenüber Haspe nicht als Polster ansieht.

Dass es durchaus ein kühner Plan ist, bei den heimstarken Hünsbornern den Dreier anzupeilen, weiß Odenhausen. Die Gastgeber sind seit dem letzten Spieltag aller Abstiegssorgen ledig, möchten sich vor ihrem Publikum aber unbedingt für eine schwache Rückrunde rehabilitieren. „Der Druck, der auf uns lastet ist riesengroß“, stellt der SG-Trainer fest, wenngleich er vernommen hat, dass seine Akteure in den letzten Wochen damit gut umgehen konnten und psychisch sehr stabil wirkten. Doch er ist sich sicher, dass die echte Reifeprüfung am Sonntag wartet und deshalb ist er froh, dass der komplette Kader zur Verfügung steht.

Ein bereits ausverkaufter Fanbus startet am Sonntag um 12 Uhr am Dammstadion. Das ist auch der Treffpunkt für alle anderen Fans zwecks Bildung von Fahrgemeinschaften.

Borussia Dröschede - TSV Weißtal (1:1). „Die Jungs haben noch Bock“, hat Borussen-Trainer Alen Terzic festgestellt und hofft für den feststehenden Meister, für den nach dem Spiel einige Feierlichkeiten vorgesehen sind, dass auch das letzte Saisonziel, das Erreichen der 60-Punkte-Marke, noch geschafft wird. Anders als in der Hinrunde, als die Gäste noch zu den heißen Aufstiegsanwärtern zählten, gastiert mit den Siegerländern nun eine Mannschaft auf der Emst, die personell enorme Probleme hat und längst aller Träume von einer Verbandsliga-Rückkehr beraubt ist. Dennoch sieht Coach Terzic deshalb keinen Grund, die Zügel schleifen zu lassen. Immerhin ist sein Team seit neun Spielen unbesiegt und hat hier 23 Punkte geholt. Die Gelegenheit, jene Akteure spielen zu lassen, die bislang weniger berücksichtigt wurden, will er aber nutzen, zumal Rathamone und E. Terzic ausfallen.

Germania Salchendorf - SC Hennen (2:2). Wohl nur noch theoretische Chancen besitzen die Germanen auf das Erreichen des Relegationsplatzes, denn dazu müsste Schwerte Haspe bezwingen. Mit dem Remis vor einer Woche bei den Hagenern hat man wohl die letzte Möglichkeit verspielt. Der SC Hennen will diese schwierige Situation bei den Siegerländern natürlich für sich nutzen, um Platz fünf zu zementieren und eine für einen Aufsteiger fast perfekte Saison zu krönen. Fehlen wird bei diesem letzten Akt in der Saison 2011/12 nur Trainer Peter Habermann, der nach seiner Hüft-Operation noch im Krankenhaus liegt. Doch die Mannschaft, die ihn dort bereits besucht hat, machte dem Coach Mut, den Heilungsprozess mit einem Sieg beschleunigen zu wollen.

Markus Wassmuth



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