SG Hemer hat den Ligaerhalt jetzt wieder selbst in der Hand
04.06.2012 | 17:26 Uhr 2012-06-04T17:26:00+0200
Iserlohn. Durchweg erfolgreich war das heimische Trio am drittletzten Spieltag der Fußball-Landesliga. Während die SG Hemer dem Ligahalt und Borussia Dröschede dem Meistertitel ein gutes Stück näher kamen, kann der SC Hennen nun definitiv für eine weitere Saison in dieser Klasse buchen.
Diese Situation ist neu für die SG Hemer. Erstmals in dieser Saison kann die Elf von Trainer Stefan Odenhausen den Klassenerhalt wieder aus eigener Kraft schaffen. Ganz glatt würde es für die so schwach in die Serie gestartete Mannschaft laufen, wenn in den letzten beiden Spielen gegen Hagen 11 und in Hünsborn zwei Siege herausspringen. Bei allen anderen Konstellationen müsste der Rechenschieber bemüht werden, und genau das möchte der Trainer vermeiden. Der zeigte sich überrascht, wie problemlos sein Team die Aufgabe beim Schlusslicht Schwerte löste. „Es kam uns allerdings auch entgegen, dass der VfL stark ersatzgeschwächt war, weil die eigene Reserve verstärkt wurde“, schränkt Odenhausen ein. Ohnehin bleibt er bei seiner Linie, dass bislang noch nichts erreicht ist. „Wir dürfen lediglich die einzelnen Siege feiern, montags muss die Konzentration auf unser Ziel wieder da sein“, macht er deutlich. Für die Partie gegen Hagen am Sonntag (in der Hinrunde gelang hier der erste Saisonsieg) hofft der Trainer auf die Rückkehr von Scholtys in den Kader. Zudem wünscht er sich, dass Mühlhof und Gaspar dann wieder fit sind.
Der Ehrgeiz beim bereits feststehenden Aufsteiger Borussia Dröschede ist immer noch groß. Auch wenn das Team gegen Finnentrop in Halbzeit eins nicht immer auf der Höhe schien, lief und kämpfte der Tabellenführer nach der Pause so, als sei noch nichts entschieden. „Die Mannschaft hat Charakter gezeigt. Ich hatte zunächst vor allem auf unsere Spielstärke gesetzt, das hat aber nicht gereicht. Es spricht für das Team, wie wir den Gegner dann bearbeitet haben“, so Trainer Alen Terzic, der ebenfalls hohe Ziele formuliert. „Wir wollen den Titel holen und sechzig Punkte schaffen“, macht er deutlich. Das bedeutet, dass seine Mannschaft auch am nächsten Sonntag in Erndtebrück siegen muss, was sicher zu den ganz schwierigen Aufgaben gehört. Doch das Selbstbewusstsein ist da, die Saison mit weiteren Erfolgen zu krönen. „Wir wollen einfach dieses positive Gefühl voll auskosten“, macht Terzic deutlich.
Glücklich, aber nicht unverdient siegte der SC Hennen beim Vorletzten Kiersper SC und fuhr die noch benötigten Zähler zum vorzeitigen Klassenerhalt ein. „Das war nicht selbstverständlich, denn der Kader war arg ausgedünnt“, hatte Trainer Peter Habermann ebenso Bedenken wie sein Team, das zunächst sehr verkrampft agierte. So ließ sich auch die verordnete Taktik des Abwartens nicht lange durchhalten, denn durch einen abgefälschten Schuss geriet Hennen früh in Rückstand. Damit war das Konzept über den Haufen geworfen und das Visier wurde hochgeklappt - mit Erfolg. „Das war ein Traumpass von Marks zum Schuss ins Glück“, beschrieb Habermann jene Aktion seines Torjägers Markovic zum 4:3, der sein persönliche Ausbeute damit auf elf Saisontore ausbaute.
Davon, dass der SC Hennen die Saison nun ausklingen lässt, will der Coach nichts wissen. Für das Kreisderby gegen Menden am Sonntag kündigt er einen vollen Kader an. „Dann sind wir auch wieder lockerer. Schützenhilfe werden wir keine leisten. Wenn Menden gewinnen will, müssen sie besser sein“, so Peter Habermann.
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