Schock für HTV: Punkte sind weg
13.02.2012 | 16:54 Uhr 2012-02-13T16:54:00+0100
Iserlohn.(wasi) Der Sieg des Handball-Landesligisten HTV Sundwig/Westig gegen Schlusslicht Wetter/Grundschöttel (28:24) am vergangenen Samstag war wenig souverän, doch das schien die Verantwortlichen der Hemeraner zunächst nicht zu stören. Jetzt sind dem Klub allerdings diese beiden glanzlos errungenen Punkte aberkannt worden.
Grund ist der Einsatz von B-Jugend-Keeper Christopher Schumacher, der in der 40. Minute eingewechselt worden war. Für ihn hatte der Verein kurz zuvor ein Doppelspielrecht beantragt. Dieses war vom Verband auch erteilt worden, doch der gerade 17 Jahre alt gewordene Torhüter hatte zuvor nicht nur in der B-Jugend gespielt, sondern war auch schon in einem A-Jugend-Spiel Ende November 2011 eingesetzt worden. Und genau dies lassen die Statuten nicht zu. Ein Einsatz in mehr als zwei Altersklassen pro Saison ist ausgeschlossen.
Dass der Verband dennoch eine Spielberechtigung erteilte, wirft zumindest Fragen auf, doch beim HTV nimmt man den Punktabzug, den Stafelleiter Hilmar Schöler im Gespräch mit dem Vorsitzenden Klaus Hennecke ankündigte, widerspruchslos hin. Der Ligenchef hatte bereits einen Protest aus Wetter vorliegen, und auch der Spitzenreiter (nach der Spielwertung) aus Werdohl hatte alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Vergehen des HTV zu verfolgen.
Das lässt erahnen, welchen Triumph man in Werdohl derzeit auskostet. Der neue Spitzenreiter ist allerdings fortan in der Rolle des Gejagten. „Wir haben das nach bestem Wissen und Gewissen gemacht“, sagt der sportliche Leiter Stefan Flügge, kann sich aber einen Seitenhieb in Richtung Werdohl nicht verkneifen und sagt: „Mir wäre das zu peinlich. Das zeigt den Sportsgeist. Wir werden die sportliche Antwort geben.“
Und die kann nur heißen, dass der HTV nun alle Spiele gewinnen muss, um aus eigener Kraft Meister zu werden. Allerdings glaubt man auch in Hemer nicht, dass die beiden führenden Klubs der Liga ohne Verlustpunkte durch den Rest der Meisterschaftsserie spazieren werden.
0mitdiskutieren