Samurai taten sich lange Zeit schwer

Knapper als erwartet ging es bei den Samurai gegen Oberhausen zu.
Knapper als erwartet ging es bei den Samurai gegen Oberhausen zu.
Foto: IKZ

Iserlohn..  „Wir waren überheblich. Da gibt es nichts zu beschönigen“, zeigte sich Carsten Plate, Spielertrainer beim Skaterhockey-Bundesligisten IH Samurai, nach dem mühsamen Erfolg im Pokal-Viertelfinale gegen Oberhausen wenig begeistert. Unter dem Strich zählte wohl nur der Einzug in die nächste Runde, denn den Pokalsieg haben sich die Waldstädter bekanntlich zum Ziel gesetzt.


Skaterhockey-ISHD-Pokal, Viertelfinale: IH Samurai - Oberhausen Miners 10:7 (3:3, 2:3, 5:1). So ist das im Sport, wenn der turmhohe Favorit eine Partie als lästige Pflicht ansieht, während der Underdog alles in die Waagschale wirft. 50 Minuten lang durfte der von einer großen Fanschar unterstützte Regionalliga-Spitzenreiter, der fraglos gutes Zweitliga-Niveau verkörperte, von einer Sensation träumen. Körperlich ungemein präsent und stets an der Grenze des Erlaubten oder ein wenig darüber hinaus, kauften die Gäste behäbigen Iserlohnern den Schneid ab.

Nach dem 0:1-Rückstand sorgten Peters und Poerschke für eine kurze Wende. Riepe gelang das 3:2 (11.), doch Oberhausen glich aus. So war es zunächst auch im zweiten Drittel. Schreiners Führung hielt nicht lange.

Dann verkrampften die Hausherren vollends, lagen plötzlich 4:6 hinten. Erst Wicherns Anschlusstor, zwei Sekunden vor Drittelende war ein Hoffnungsschimmer für bessere Zeiten.

„Ich habe auf zwei Reihen umgestellt, einfach, um mehr Intensität in unser Spiel zu bringen“, benannte Coach Plate seine taktische Maßnahme. Von der Bande aus sah er den Erfolg. Wichern und Linke (43./49.) brachten Iserlohn wieder in Führung, doch die Miners ließen nicht wie erhofft nach. Einzig im Angriff fehlte die Kaltschnäuzigkeit. Dorn zeichnete sich mehrfach aus. Per Doppelschlag legten Wichern und Linke zum 9:6 nach (54.), doch die zähe Schlussphase mit zahlreichen Hinausstellungen vermittelte noch Spannung.

Erst als Poerschke Sekunden nach dem 9:7 der Gäste den zehnten Treffer für die Samurai markierte (58.), war diese endgültig Partie gelaufen.

IHS: Dorn (Mende); Wichern, Bialke, Brozé, Mühlfort, Plate, Schäfer; neumann, Linke, Peters, Poerschke, Riepe, Schreiner.