Samurai klettern nach Doppelsieg auf Rang drei

Vor allem gegen Berlin präsentierte sich Samurai in Torlaune.
Vor allem gegen Berlin präsentierte sich Samurai in Torlaune.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Das war ein gelungenes Wochenende für den Deutschen Skaterhockey-Meister von 2013. Mit zwei Siegen gegen Berlin und Bissendorf schoben sich die Samurai auf den dritten Tabellenplatz vor.


1. Skaterhockey-Bundesliga: IH Samurai Iserlohn - Berlin Buffalos 13:4 (1:0/8:1/4:3). Ein starkes Mitteldrittel reichte den Gastgebern, um den Tabellenletzten deutlich in die Schranken zu weisen. Die Hauptstädter, die mit DEL-Crack Marcel Müller von den Krefeld Pinguinen antraten, spielten vom ersten Bully weg frech nach vorn und erarbeiteten sich gute Möglichkeiten. Die Samurai entwickelten selten den nötigen Druck in der Offensive, die Schüsse von Außen waren zu harmlos, um das Berliner Tor ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

Man merkte, dass die Reihen in dieser Formation noch nicht zusammen gespielt hatten. „Wir wollten mit dieser Maßnahme einen neuen Reiz setzen. Grundsätzlich war ich sehr zufrieden mit den Umstellungen, dadurch werden wir in Zukunft auch schwerer auszurechnen sein“, erklärte Spielertrainer Carsten Plate. Das 1:0 für die Hausherren fiel ein wenig glücklich. Spielführer Pascal Neumann war beim Rebound zur Stelle und stocherte die Kugel über die Linie (20.).

Nach der ersten Pause war es erneut der Kapitän, der sein Team auf Kurs brachte. Innerhalb der ersten 30 Sekunden traf Neumann zweimal (21.). Fast im Minutentakt erspielten sich die Hausherren nun Chancen und erhöhten innerhalb von neun Minuten durch Peters (23./31.), Mühlfort (25.), Wapnewski (27.), noch mal Neumann (28.) und Albrecht (30.) auf 9:0. Die Berliner fielen in dieser Phase völlig auseinander, auch Marcel Müller konnte keine Impulse setzen. Der Eishockeyspieler stand vielmehr sinnbildlich für den Charakter der beiden Teams. Auf der einen Seite eine fokussierte Iserlohner Mannschaft, die mit Tempo beeindruckte. Auf der anderen Seite eine Berliner Hobby-Truppe, bei der Müller jeden zweiten Wechsel nahm, aber nicht den Eindruck erweckte, mehr als nötig machen zu wollen. Dennoch traf der 26-Jährige gleich doppelt (32./35.) und gestaltete das Ergebnis etwas freundlicher. „Er hat eine hohe Spielintelligenz, das hat man immer wieder gesehen. Aber die Umstellung von Eishockey auf Skaterhockey ist schon ganz schön groß. Dafür ist das Niveau in der ersten Liga auch zu hoch“, so Plate.

Im letzten Abschnitt markierte dann Philip Brozé den zehnten Treffer (41.). In der Endphase vernachlässigten beide Teams noch einmal die Defensive zu Gunsten der Offensive. Berlin erzielte das 10:3 (53.), ehe Wapnewski (56.) und Linke auf 12:3 (56.) stellten. Die Hauptstädter legten das 12:4 (59.) nach, den Schlusspunkt setzte dann Wapnewski (60.).

IHS: Mende (53. Benscheid); Mühlfort (1), Schäfer; Neumann (4), Riepe; Brozé (1), Plate; Peters (2), Poerschke; Wapnewski (3), Albrecht (1); Linke (1), Schreiner.

Bissendorfer Panther - IH Samurai 3:4 (1:2/1:1/1:1). Der Auftakt gelang den Gästen gut, denn Spielertrainer Carsten Plate brachte seine Farben früh in Front. Constantin Wichern legte direkt nach, und als alle dachten, dass man mit 2:0 in die erste Pause gehe, trafen die Gastgeber aus heiterem Himmel. „Meiner Meinung nach war das ein irreguläres Tor“, so Plate. Dieser Treffer gab den Hausherren etwas Aufwind, unterdessen spürten die Iserlohner das Spiel vom Vortag, denn es machte sich Müdigkeit breit. „Die Beine wurden schwer, und in der großen Halle in Bissendorf merkt man das gleich doppelt“, erklärte Plate.

Im zweiten Drittel trafen beide Teams je einmal. Im letzten Durchgang profitierte Bissendorf dann von einigen Überzahlsituationen und markierte das 3:3. „Wir waren nicht unfairer, es wurde vielmehr mit zweierlei Maß gemessen“, war Plate nicht ganz zufrieden mit der Regelauslegung durch die Unparteiischen. Fünf Minuten vor dem Ende war es dann Kapitän Pascal Neumann, der in Bissendorf als Verteidiger auflief, vorbehalten, den Siegtreffer zum 4:3 zu erzielen. „Es war zwar ein knapper, aber letztlich verdienter Sieg für uns“, bilanzierte Carsten Plate zufrieden.

IHS: Mende; Plate (1), Brozé; Poerschke, Peters; Neumann (2), Mühlfort, Riepe, Wichern (1); Albrecht, Wapnewski; Linke, Schreiner.