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Saisonschluss dank Westhofens Kreiswechsel

25.06.2012 | 17:49 Uhr
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Saisonschluss dank Westhofens Kreiswechsel
So jubelte der TSV Ihmert nach dem Aufstieg in die Fußball-Kreisliga A.

Iserlohn. Vatanspor Hemer bleibt A-Ligist, der TSV Ihmert kommt als dritter B-Liga-Aufsteiger zusätzlich zur Saison 2012/2013 hinzu: Das ist jetzt amtlich. Aber es passt zu einer westfälischen Fußball-Saison voller Unwägbarkeiten im Auf- und Abstiegskampf, dass auch im Kreis Iserlohn nach dem letzten regulären Spieltag noch wenig klar war.

Die vor der Serie beschlossene Auf- und Abstiegsregelung sollte im Konsens mit den Vereinen außer Kraft gesetzt werden. So hatten es Andreas Joswig, der Vorsitzende des Kreis-Fußballausschusses, und Horst Reimann, der Koordinator des Spielbetriebs, vorgesehen. Wäre es nämlich streng nach den Statuten gegangen, hätte es bei drei Rückkehrern aus der Bezirksliga (Oestrich II, TuS Iserlohn, VfB Westhofen) vier direkte Absteiger aus der Kreisliga A (TuS Iserlohn II, Olympos Menden, FC Erciyes und Vatanspor Hemer) und nur den Aufstieg der beiden B-Ligameister SV Deilinghofen/Sundwig und SC Hennen II gegeben. Sonderfall Nummer eins wurde dann amtlich, als der künftige Fusionsverein zu Monatsbeginn auf einen seiner beiden (mit TuS I und Oestrich II besetzten) A-Liga-Plätze verzichtete. Und in diesem Fall sollte nicht automatisch der Tabellendreizehnte der A-Liga (also Vatanspor) der Nutznießer sein.

Die maßgeblichen Kreisfunktionäre Joswig und Reimann wollten die Aufstiegschance der B-Liga-Zweiten, nach deren Entscheidungsspiel der letzte A-Ligaplatz dann im Duell mit Vatanspor ermittelt werden sollte. „Wir haben diese Lösung im Konsens mit den Vereinen gefunden“, erläuterte Andreas Joswig, zu dessen Bedauern es massive Irritationen im Anschluss an eine Sitzung des Kreisvorstandes am 14. Juni gab, an der er nicht teilnehmen konnte. Dabei wurde nämlich der Vatanspor-Abstieg amtlich gemacht, was verständliche Empörung bei den Betroffenen auslöste. Zumal sie gegen die geltende Auf- und Abstiegsregelung sowie gegen die Konsenslösung verstieß. Die schnelle Rückkehr zum ursprünglichen Plan besänftigte die Gemüter, bis dann am letzten Freitag völlig überraschend ein neues Problem auf die Tagesordnung kam.

Da wurde dem Kreisvorstand die Kopie des Schreibens des Verbandspräsidiums an den VfB Westhofen zugestellt, in dem dessen Wechsel in den Kreis Dortmund abgesegnet wurde. Eine offizielle Begründung will der Verband erst nach der nächsten Präsidiumssitzung am 4. Juli liefern. Joswig ist über dieses Vorgehen in hohem Maße verärgert. „Dass man eine Entscheidung trifft, ohne mit den betroffenen Kreisen zu sprechen, ist schon sehr seltsam. Und wenn Westhofen die weiten Fahrten im Kreis Iserlohn als Grund für den Wechsel angibt, so ist der absolut nicht nachvollziehbar.“ Vor dem Relegationsspiel zwischen Ihmert und der Grüne informierte er die Vorstände beider Klubs sowie die Vatanspor-Führung über die neue Entwicklung. „Mit der Bitte um Vertraulichkeit, was in einem Fall missachtet wurde“, fügte er hinzu. Die SG Grüne hatte jedenfalls zum Spiel in Dröschede schon Aufstiegs-T-Shirts im Gepäck . . . 

Der Verband hat entschieden, und das Thema Westhofen ist damit durch. Und ein weiteres will man vor Ort gar nicht erst debattieren. Die Frage nämlich, ob der künftige Dortmunder A-Ligist VfB Westhofen für die gerade beendete Saison rein rechtlich als Absteiger in den Kreis Iserlohn oder als Absteiger in den Kreis Dortmund gewertet wird. Joswig: „Wir machen jetzt Nägel mit Köpfen. Unsere Kreisliga A startet mit Ihmert und Vatanspor und wie geplant mit sechzehn Vereinen.“ Im Kreis Dortmund hat man auf den Neuzugang Westhofen in der Form reagiert, dass sowohl die Kreisliga A als auch die Kreisliga B aufgestockt werden, um die beiden VfB-Mannschaften zu integrieren.

Die Zweitvertretung räumt ihren Platz in der Iserlohner Kreisliga B-West, so dass jetzt aus beiden C-Liga-Staffeln die drei Erstplatzierten aufsteigen. Es sind Oestrich III, Iserlohner TS und SG Grüne II (C-West) sowie TuS Iserlohn III, SV Deilinghofen/Sundwig II und Vatanpor Hemer II (C-Ost).

Der Fall Westhofen zeigt aber auch, dass ernsthafter Diskussionsbedarf besteht. Der zur Stadt Dortmund zählende TuS Sommerberg gehört weiter zum Kreis Iserlohn, der in unmittelbarer Nachbarschaft zu Westhofen beheimatete TuS Wandhofen ebenso. Und in der Stadt Schwerte ist der Fall noch kurioser. Dort teilen sich ETuS und Holzpfosten Schwerte einen Sportplatz und spielen in unterschiedlichen Kreisen.

Von Willy Schweer

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