Roosters verschliefen das erste Drittel
06.01.2010 | 15:04 Uhr 2010-01-06T15:04:00+0100
Kassel. Ein total verschlafener Start brachte die Iserlohn Roosters beim Vorletzten der DEL um weitere Punkte im Kampf um die Pre-Play-offs. Die Hypothek eines frühen 1:4-Rückstandes erwies sich letztlich als zu groß.
Eindringlich hatte Iserlohns Trainer Uli Liebsch vor den Kasseler Stärken gewarnt, doch angekommen waren seine Äußerungen offenbar nicht. So wirkten die Gäste wenig spritzig und zweikampfschwach, was sich gegen laufstarke Huskies schnell rächen sollte. Denn bis die Roosters durch Christensen, der allerdings zu überrascht war (10.), gefährlich wurden, hieß es bereits 0:2. Sleigher (5.) hatte einen Abpraller genutzt, Côté (9.) traf von der blauen Linie, wobei Danny aus den Birken nicht gut aussah. Etwas freundlicher gestaltete Michael Wolf die Angelegenheit mit dem Anschlusstreffer (11.), doch schon bald enteilte Kassel wieder durch Klinge (14.).
Wenig später ein weiterer Schock für die Gäste. Nach einem unfairen Check von Schlager gegen Jon Insana schied dieser mit einer Schultereckgelenksprengung aus und fehlt nun sechs bis acht Wochen - eine Nachricht, die die Iserlohner dazu bewegen dürfte, auf dem Transfermarkt noch einmal tätig zu werden und einen Verteidiger zu verpflichten.
Als Erster überwand Kris Sparre diesen Schock, traf aber nur den Pfosten (15). Besser machten es die Hessen, die noch zum 4:1 einschossen (Klinge/19).
Deutlich aktiver und mit Sebastian Stefaniszin im Tor kehrten die Iserlohner aus der Kabine zurück. Noch mehr Hoffnung keimte auf, als Ryan Ready die Kelle nach einem Schuss von Marty Wilford hinhielt und in Überzahl zum 2:4 traf (23.). Nach einem ersten kläglichen Versuch war auf das Iserlohner Powerplay erneut Verlass, denn nach einigen Kasseler Chancen erzielte Brian Swanson, wieder in Überzahl, das 3:4 (33.). Huskies-Coach Richer nahm jetzt eine Auszeit, doch die Wirkung blieb zunächst aus. Daniel Sparre und Robert Hock vergaben die Riesenchancen zum Ausgleich (35./36.). Erst kurz vor Drittelende kam Kassel wieder besser ins Spiel. Hier zeichnete sich aber Stefaniszin gegen Klinge und Damon aus (38./39.).
Im letzten Abschnitt zeigten sich die Iserlohner spielerisch überlegen, doch vor dem gegnerischen Tor passierte zu wenig. Swanson und Jeff Giuliano (43./46.) besaßen zwar gute Chancen, doch der Ausgleich wollte nicht fallen. Auf der anderen Seite spielte Kassel fast vier Minuten in Überzahl, brachte aber außer einer Möglichkeit für Boisvert (48.) und Kramers Pfostentreffer (50.) wenig zustande. Danach verflachte die Partie, und erst Klinge sorgte wieder für einen Aufreger, als er völlig frei vor Stefaniszin auftauchte, an diesem aber scheiterte (57.). Um den Ausgleich doch noch zu erzielen, nahmen die Gäste schließlich den Torwart heraus, die einzig brenzlige Situation hatte aber Iserlohn zu überstehen, als Swanson quasi als Ersatzkeeper gegen Soares rettete. Und so blieb es letztlich beim Kasseler Sieg.
Kassel: Hauser - Bisaillion, Dinger; Kramer, Côté; Card, Danner - Heinrich, Carciola, Christ; Klinge, Boisvert, Kraft; Sleigher, Damon, Soares; Holzmann, Leavitt, Schlager.
Iserlohn: aus den Birken (21. Stefaniszin) - Wilford, Ardelan; Schneider, Insana; Danielsmeier, Langwieder - Giuliano, Swanson, D. Sparre; Wolf, Hock, Christensen; Ready, Hancock, K. Sparre; Jones, Rupprich, Hommel.
Schiedsrichter: Dahle (Berlin). - Strafen: Kassel 8 + 10 (Schlager) - Iserlohn 8. - Zuschauer: 2 838.
Tore: 1:0 (4:44) Sleigher (Damon, Soares), 2:0 (8:38) Côté (Boisvert, Klinge), 2:1 (10:11) Wolf (Hock), 3:1 (13:08) Klinge (Danner, Hauser), 4:1 (18:38) Klinge (Kraft, Boisvert), 4:2 (22:06) Ready (Wilford, Giuliano/5-4), 4:3 (32:13) Swanson (Hancock, Ready/5-4).
Stéphan Richer (Kassel): „Ich bin sehr zufrieden mit den drei Punkten. Endlich sind wir mal wieder stark gestartet und hatten mit den Schüssen das Glück auf unserer Seite. Im zweiten Drittel hat Iserlohn Klasse gezeigt. Am Ende haben wir sehr kompakt gestanden und hatten zwei Riesenchancen zum fünften Tor. Ich bin stolz auf mein Team.”
Ulrich Liebsch (Iserlohn): „Im ersten Drittel waren wir zunächst so gut wie nicht auf dem Eis. Kassel hat die Fehler genutzt und einen Vorsprung herausgespielt. Im zweiten Drittel sind wir zurückgekommen und haben den Abschnitt gewonnen. Chancen haben wir uns auch im letzten Drittel erarbeitet, aber nach so einem Start müssen wir uns über die Niederlage nicht wundern.”
17:19
An der Schule liegt es nicht? Da hab ich aber ganz anderes von der Qualtität der Schule gehört. Die Eltern die ich kennen und ihre Kinder dort hatten oder haben sind froh wenn die Kinder von der Schule weg sind. Und wer will unter diesen Vorzeichen seine Kinder noch auf eine solche Schule anmelden.....
10:26
#3 keine ahnung und davon viel
07:05
Was soll den das gerede nun hier?
Es gibt wirklich noch etliche Leute die die Saison 2007/2008 im Kopf haben und die Spieler und Trainer daran messen?!?!?!?!?!!
1. Uli ist in meinen Augen ein sehr guter Trainer und er hat die Jungs nur vor den Stärken der Kassel Huskies gewarnt!! Wie es dann die Spieler umsetzen oder auch nicht, da kann der Uli nun auch nichts für.
2. Was soll so eine Geldstrafe bringen? Für undisziplinierte Aktionen ist es sicherlich gerechtfertigt, aber nicht dafür, das die Mannschaft das erste Drittel verpennt hat. Da gibt es nur Straftraining für.
In meinen Augen sind wir gar nicht so schlecht diese Saison, es fehlt in manchen Spielen einfach das nötige quentchen Glück! Die Pre-Play-Offs sind durchaus realistisch.
01:23
Das kommt dabei rum,wenn ein Trainer jeden Gegner stark redet.
Das bringt selbstbewusstsein für die Mannschaft.
Ich sehe die schlechteste Saison seit wir in der DEL spielen.
Dank an den Top Trainer^^
01:06
Eine Krise bekommen auch die Leute, die solch dumme Kommentare lesen müssen!
Ach sorry, man muss ja gar nicht......
MFG
23:34
Ich krieg die Krise !!!!!
Herr Jost, Herr Böhm, Herr Brück,
was halten Sie von einer Geldstrafe. Das wird im internationalen Profigeschäft, darunter auch bei den Fußballkicker schon angewendet. Vieleicht verstehen die Spieler dann was mit Leistung was erwartet wird gemeint ist.