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Deutsche Eishockey-Liga

Roosters versagten gegen Straubing im Kampf um die Play-offs

14.03.2010 | 22:45 Uhr
Roosters versagten gegen Straubing im Kampf um die Play-offs

Iserlohn. Köln und Krefeld lieferten mit ihren Niederlagen am Nachmittag echte Steilvorlagen im Kampf um die Play-offs. Doch diese Assists konnten die Roosters nicht verwerten, stattdessen versagten sie kläglich.

Auch die Fans der UCI hatten ihre Vorarbeit für das erhoffte Eishockey-Fest geleistet, um mit einer aufwändigen „Waldstadt-Choreografie” auf der gesamten Stehplatztribüne das Zusammengehörigkeitsgefühl zu demonstrieren. 2 000 Gratis-T-Shirts mit dem Aufdruck „Wir schaffen das!“ waren weiterer Mosaiksteine im gemeinsamen Streben nach dem Erfolg. Doch die anfangs hoffnungsvolle Stimmung sollte sich drehen und teilweise in Hass umschlagen.

Dabei verlief anfangs alles nach Wunsch. Schon in der fünften Minute erzielte Michael Wolf bei Überzahl die Führung. Aber wie schon so oft leisteten die Iserlohner die entscheidende Vorarbeit zum Ausgleich. Ein kapitaler Fehlpass von Mark Wilford hinter dem eigenen Gehäuse brachte Sandro Schönberger in Scheibenbesitz, der legte auf Ryan Ramsey auf - 1:1.

Die Iserlohner Fehlerkette setzte sich fort, auch bei Keeper Danny aus den Birken. Machten die unbeschwert aufspielenden Bayern Druck, wurde es daher eng. Selbst beim Powerplay gelang wenig. Besser machten es die Tigers, denn bei einem Überzahlspiel netzte Stephan Wilhelm ein. Doch noch konnte der IEC korrigieren. Als zwei Spieler mehr auf dem Eis standen, drückte Brian Swanson die Scheibe über die Linie. Aber der Treffer verlieh keine Sicherheit. Die Fehlerquote blieb hoch. Straubing sagte „Danke“, als Andy Canzanello ungestört zum 2:3 abzog.

Auch im Mittelabschnitt quälten die Sauerländer sich und ihre Fans durch das Match. Doch ein Doppelschlag innerhalb von 65 Sekunden ließ Hoffnung keimen. Trotz schwachen Überzahlspiels gelang Wolf mit seinem zweiten Treffer der Ausgleich. Wenig später schloss Ryan Ready ein schönes Solo ab, als er den guten Mike Bales im EHC-Kasten von hinten anschoss - ein Kunstschuss. Aber derartige Aktionen blieben die Ausnahme, die Unsicherheiten jedoch groß. Das wurde auch beim Ausgleich durch Ramsey deutlich, als die Waldstädter zum wiederholten Male die Scheibe nicht sichern konnten (34.).

Die Hausherren hatten dieses Gegentor noch nicht ganz verdaut, da lagen sie schon hinten. Denn nur 25 Sekunden später stand Schönberger völlig frei und traf per Schlagschuss. Danach riss bei zahlreichen Zuschauern endgültig der Geduldsfaden. „Wir haben die Schnauze voll!“ und „Wir woll'n Euch kämpfen seh'n!“ hallte es von den Rängen. Auf einem großen Banner warfen die organisierten Fans den Spielern „Pussey-Hockey“ vor und kritisierten („Maulkorb von oben!“). Die Atmosphäre brodelte bedenklich. Endgültig verspielt hatten die Heimischen nach dem sechsten Gegentreffer durch Rene Röthke 13 Sekunden vor der zweiten Pause.

Mit einem Torwartwechsel wurde ein letzter Versuch unternommen, das Blatt zu wenden. Und Sebastian Stefaniszin führte sich gleich mit starker Parade gegen Florian Schnitzer gut ein. Aber es lief überhaupt nichts mehr und so fuhren Fans weitere starke verbale Geschütze auf: „Play-offs ohne Iserlohn!“, „Nächste Woche, haben wir alle frei!“, „2 000 T-Shirts, keiner weiß warum!“ „Ihr seid zu lieb!“ Es blieb zum einen giftig, zum anderen resignierend. Und die Spielweise der Iserlohner war auch nicht dazu angetan, an dieser hitzigen Stimmung etwas zu ändern. Vereinzelte Chancen wurden nicht genutzt, und so stolperten die Sauerländer nahezu hilflos dem bitteren Ende entgegen, ausgebuht und verhöhnt von vielen Fans, von denen etliche ihre Unterstützer-T-Shirts auf das Eis feuerten.

Iserlohn Roosters: aus den Birken (40:00 Stefaniszin) – Wilford, Ardelan; Insana, Veideman; Langwieder – Wolf, Hancock, Hock; Giuliano, Swanson, Ready; Roy, Christensen, D. Sparre; Hommel, Rupprich, K. Sparre.

Straubing Tigers: Bales – Canzanello, Smith; Wilhelm, Elfring; Morin, Röthke – Trew, Mapletoft, Schönberger; Meloche, Ramsay, Stewart; Schnitzer, Whitecotton, Bassen.

Schiedsrichter: Looker (Neuss). – Strafen: Iserlohn 16 + 10 (aus den Birken) + 10 (Christensen) / Straubing 18. – Zuschauer: 3 340.

Tore: 1:0 (4:17) Wolf (Ardelan, Hock/5-4), 1:1 (5:48) Ramsay (Stewart), 1:2 (10:31) Wilhelm (Elfring, Ramsay/5-4), 2:2 (12:01) Swanson (Ready, Roy/6-4), 2:3 (16:22) Canzanello (Whitecotton, Röthke/4-4), 3:3 (27:58) Wolf (Ready, Wilford/5-4), 4:3 (29:03) Ready (Giuliano), 4:4 (33:38) Ramsay (Meloche, Stewart), 4:5 (34:03) Schönberger (Trew), 4:6 (39:47) Röthke (Canzanello, Trew/5-4).

Ulrich Liebsch (Iserlohn): „Die Enttäuschung ist riesengroß. Wir haben uns viel vorgenommen, da die anderen Mannschaften uns mit ihren Niederlagen eine Steilvorlage gegeben haben. Im ersten Drittel waren wir eigentlich gut. Wir haben viel investiert, allerdings haben wir den Puck zu leicht hergegeben. Die Gegentore fielen zu einfach und dadurch war die Verunsicherung groß. Auch die Gegentore im zweiten Drittel dürfen nicht passieren. Das war sehr ärgerlich. Straubing hat klug und defensiv kompakt gespielt. Wir haben dagegen im letzten Drittel keine zwingenden Chancen erspielt. Ich bin sicher, dass ich die Mannschaft weiterhin erreiche.”

Jürgen Rumrich (Straubing): „Das war eine gute Auswärtsleistung. Wir haben diszipliniert und abwartend gespielt. Wir haben die Chancen genutzt und daher den Sieg auch verdient. Ich habe Respekt vor der Leistung meiner Mannschaft. Das war nach vier Niederlagen in Serie ein wichtiger Sieg.”

Michael Topp

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Kommentare
15.03.2010
14:04
Roosters versagten gegen Straubing im Kampf um die Play-offs
von 7. Dezember | #12

Ich habe es vor Wochen an dieser Stelle gesagt und fühle mich nun bestätigt:

Selbstvertrauen baut eine Mannschaft um einen starken Torhüter auf. Der ist in Iserlohn nicht vorhanden.

Das Leistungsgefüge in der DEL ist doch schon so nah beieinander, daß der Torhüter das ausschlaggebende Element ist.

15.03.2010
11:30
Roosters versagten gegen Straubing im Kampf um die Play-offs
von heja ECD 1973 | #11

verdammter mist - abhaken und nach vorne schauen: einen motivator-co. an die seite von liebsch - einen erfahrenen goalie an die seite von a.d.birken - und ansonsten: defense: ardelan/insana - danielsmeier/veidemann - renz/trygg - plus: langwieder - offense: wolf/hock/d.sparre - christensen/vikingstad/lykkeskov - giuliano/swanson/rupprich - adams/kavanagh/roy - nicht ohne hintergedanken...

15.03.2010
09:59
Roosters versagten gegen Straubing im Kampf um die Play-offs
von Block E | #10

Was wollt ihr denn fürn Management?So eins wie in Krefeld,Kassel oder Köln?Die Geld zum Fenster raus schmeißen,in der Tabelle auch nicht besser da stehen und in der Saison die Segel streichen?Hier ist doch keinem klar um wieviel geringer der Etat zum Vorjahr ist...

15.03.2010
09:57
Blockierter Kommentar.
von Beatrix.Gutmann | #9

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

15.03.2010
09:56
Blockierter Kommentar.
von Beatrix.Gutmann | #8

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

15.03.2010
09:25
Roosters versagten gegen Straubing im Kampf um die Play-offs
von Dry.Biker | #7

„Ich bin sicher, dass ich die Mannschaft weiterhin erreiche.“ Dieser Satz lässt ja wohl tief blicken! Ich frage mich nur, was den Trainer noch erreicht. Die Idee, den Keeper aus dem Spiel zu nehmen, erst als es nach dem sechsten Gegentor zu spät war. Aber Danny war wahrscheinlich im Training zu gut! Wenn neue Dauerkarte, dann nur für’s Training!

15.03.2010
08:30
Roosters versagten gegen Straubing im Kampf um die Play-offs
von Hugo Almeida | #6

Die Roosters haben 4 Problemzonen:
1. im Tor
2. in der Defensive
3. im Sturm
4. es fehlen wirklich Führungsspieler.

Der Eishockeygott war einmal! Seit Wochen bieten Herr Hock aber auch die Herren Ready und Roy indiskutable Leistungen. Die erste Reihe Verteidiger Wilford und Ardelan punkten zwar regelmäßig, verhelfen aber auch regelmäßig dem Gegner zu Punkten. Ein Trost..Iserlohn wirtschaftet vernünftig und das wird sich im langen Rennen auszahlen.

15.03.2010
08:10
Roosters versagten gegen Straubing im Kampf um die Play-offs
von hackigame | #5

@3: Sehr merkwürdige Meinung, die wohl kaum von einem Fan kommen kann. Der Kurs ist grundsätzlich richtig. Wer das anders siehr, soll nach köln gehen.
Trotzdem ist es an der Zeit, was zu verändern. Die Mannschaft braucht ein neues Gesicht: Das fängt bei einem starken keeper an und endet bei einem vernünftigen Co-Trainer.
Und der Manager? Auf die wirtschaftliche ENtwicklung kann man nur stolz sein. Auf die sportliche nicht. Für diese trägt Mende die Verantwortung. Ich habe unter den Verpflichtungen der letzten beide Jahre keinen echten Volltreffer gesehen. Veideman setzte der Hilflosigkeit dann die Krone auf. Wie wäre es mit frischem Blut auf der Manager-Position?

15.03.2010
07:54
Roosters versagten gegen Straubing im Kampf um die Play-offs
von iserlOhnerbewOhner | #4

Ohne schwarze Zahlen gibt es gar kein hockey mehr. Hat darüber schonmal jemand nachgedacht? Ich glaube hier noch niemand. Ich habe das schon zweimal mitgemacht. Und ich will es nie wieder erleben. Naja der Papst hat ja auch um 3 Uhr gepostet. Man spricht ja nicht umsonst von geistiger Umnachtung ;) .... Die T-Shirts kamen soweit ich weiss von den Spielern.

Also vor dem Schreiben mal nachdenken!

15.03.2010
07:31
Roosters versagten gegen Straubing im Kampf um die Play-offs
von schlimmer gehts nimmer | #3

schwarze zahlen schreiben aber tiefrot in der tabelle stehen. jedes jahr der gleiche mist( bis auf eine ausnahme)gute nacht roosters.

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