Roosters vergeben Großchance sechs Sekunden vor dem Ende

Die Roosters, hier gegen Köln, mussten sich in Schwenningen geschlagen geben.
Die Roosters, hier gegen Köln, mussten sich in Schwenningen geschlagen geben.
Foto: Michael May IKZ
Was wir bereits wissen
Eishockey-Bundesligist Iserlohn Roosters hat beim Tabellenvorletzten Schwenningen enttäuscht. Kurz vor Schluss fehlte ihnen dann auch noch das Glück.

Schwenningen.. Dem berauschenden Triumph über die Kölner Haie am Freitag folgte zwei Tage später die Ernüchterung. Beim 3:2 gegen den Vorletzten Schwenningen konnten die Sauerländer zu keiner Phase an den Galaauftritt anknüpfen. Nach der Pleite in Straubing war dies bereits die zweite Enttäuschung bei einem Kellerkind. Die Chance, sich noch mehr Distanz zu Platz elf zu verschaffen und sich unter den Top Sechs einzunisten, wurde damit verpasst, gleichwohl der IEC weiter auf Platz fünf liegt.


Die Roosters konnten wieder auf Colten Teubert zurückgreifen. Sie agierten zunächst läuferisch und spielerisch überlegen, Schwenningen hielt mit Einsatz und Kampf dagegen und zeigte eine im Vergleich zu vergangenen Spielen deutlich bessere Leistung. Dass der IEC anfangs die „feinere Klinge“ spielte, drückte sich auch in der frühen Führung aus. Die erzielte Alex Foster, der allein auf Dimitri Pätzold zusteuerte und vollendete (7.). Damit war eine gute Basis geschaffen, zumal die Wild Wings, die früh attackierten, immer dann Probleme hatten, wenn die Gäste auf das Tempo drückten. Das allerdings geschah nicht allzu oft.

Roosters ließen Intensität vermissen

Vorbericht Und so kamen die engagierten Schwarzwälder zum Ausgleich. Dabei profitierten sie von einer 5:3-Überzahl. Als Ryan Button gerade von der Strafbank zurückkehrte, schlug es hinter Mathias Lange ein. Nach einem Schuss von Sascha Goc reagierte Kyle Greentree am schnellsten und erzielte in Überzahl den Ausgleich (15.). Wenig später verzog Chris Connolly (16.). Keine Frage: Die Roosters hatten noch reichlich Luft nach oben.

Aber es lief einfach nicht, zudem fehlte weiterhin die Intensität. Lediglich Marko Friedrich sorgte zweimal für Gefahr (24., 28.). Stattdessen schlugen die Hausherren zu. Auf Vorlage von Philipp Schlager, der hinter dem IEC-Kasten stand, traf MacGregor Sharp per Handgelenkschuss (30.). Und wenig später besaßen Morten Green und Daniel Hacker sogar die Chance, auf 3:1 zu erhöhen.

Kurzzeitig keimte bei Roosters Hoffnung auf

Danach bot sich den Roosters die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich. zwei Minuten standen sie mit zwei Spielern mehr auf dem Eis (38.), Hinausstellungen, die den 74-jährigen ERC-Coach Dave Chambers zu einem Wutausbruch veranlassten. Doch zum Treffer reichte es nicht für die Sauerländer, Gefahr strahlte lediglich ein Schuss von Connolly aus, der aber an Pätzold scheiterte. Und so ging es mit einem knappen Rückstand in die zweite Pause, noch war alles drin, aber es bedurfte einer deutlichen Leistungssteigerung.

Drucksituation Die Hoffnung, das Spiel zu drehen, keimte schnell nach Wiederbeginn auf. Denn bereits nach 90 Sekunden gelang Dylan Wruck der Ausgleich, als er die Scheibe über die Stockhand von Pätzold schoss. Aber lange konnte sich das Team nicht über diesen Ausgleich freuen. Denn das Powerplay der Schwenninger war deutlich effektiver als das der Roosters. Und wieder leitete Goc das ERC-Tor mit seinen gefürchteten Schüssen von der blauen Linie ein, wieder reagierte die Hausherren schneller, diesmal durch Daniel Hacker (47.).

Verdiente Niederlage nach schwacher Leistung

Nun lief dem IEC, der längst nicht mehr frisch wirkte, die Zeit davon. Die Aktionen blieben weiterhin wenig gefährlich. Und Iserlohn hatte Glück, als Schlager nur den Pfosten traf (55.). Fast hätte es dann doch noch zur Verlängerung gereicht, doch sechs Sekunden vor dem Ende visierte Brooks Macek den Pfosten des ERC-Gehäuses an. Damit war die Niederlage nach einer schwachen Leistung perfekt.