Roosters treffen auf direkte Play-off-Kandidaten
11.02.2010 | 17:37 Uhr 2010-02-11T17:37:00+0100
Iserlohn. Auf die Frage, wer an diesem Wochenende den Olympioniken Michael Wolf ersetzen wird, kommt von Roosters-Trainer Ulrich Liebsch zunächst eine Feststellung, die wohl jeder unterstreichen wird: „Ein Michael Wolf ist nicht zu ersetzen.”
Aber es wird jemand vor den wichtigen Spielen gegen Krefeld und in Augsburg seine Position einnehmen und diese Aufgabe auch bestmöglich meistern. Liebsch schenkt Christian Hommel das Vertrauen: „Er bringt den kämpferischen Einsatz mit und spielt in der Defensive verantwortlich.” Wolf muss aber auch beim Powerplay als „Blueliner” ersetzt werden. Diesen Part wird Verteidiger Jon Insana nach langer Verletzungspause übernehmen. „Jon hat einen guten Eindruck hinterlassen”, zeigt sich Liebsch erleichtert. Wegen Insanas Rückkehr muss nun ein Kontingentspieler aussetzen. Doch die Entscheidung wurde Liebsch abgenommen, weil sich Verteidiger Andy Schneider verletzt hat.
„Nach unserem Spiel in Krefeld müssen wir eigentlich gewarnt sein”, erwartet der Roosters-Coach, dass die Mannschaft ihr volles Potenzial und ihre komplette Leistungsstärke abruft. Das hat sie nämlich beim 1:4 in der Seidenstadt nicht gemacht. Danach ging es aber bei den Sauerländern bergauf.
Die Krefelder Pinguine, bei denen die Zukunft auch nach der jüngsten Gesellschafterversammlung weiter absolut unklar ist, kommen mit einem stark dezimierten Kader an den Seilersee. „Vermutlich ohne sieben Stammspieler”, so Ex-Roosters-Coach Rick Adduono. Er hofft allerdings auf die Rückkehr von Jim Fahey (Schulterverletzung). Liebsch, der an der Bande von Manager Karsten Mende als Haake-Ersatz unterstützt wird, will das nicht als Nachteil für die Pinguine bewerten: „Ein kleiner Kader kommt Ricks Philosophie ohnehin entgegen.”
Ein heißes Pflaster erwartet den IEC in Augsburg. „Die Panther sind ein unangenehmer Gegner. Wir müssen defensiv stabil stehen und unsere Chancen nutzen”, so Liebsch vor dem sonntäglichen Duell beim AEV, der auf Nationalkeeper Dennis Endras verzichten muss. Dessen Platz wird der Ex-Iserlohner Leo Conti einnehmen, der bislang nur einige Einsätze hatte.
IEC hat schon ein Spiel mehr absolviert
Die Ausgangslage vor diesem Wochenende könnte enger nicht sein. Augsburg ist derzeit Neunter mit 63 Punkten vor Mannheim (63), Iserlohn (62) und Krefeld (59). Allerdings hat der IEC schon ein Spiel mehr absolviert. „Wir dürfen uns nicht nur auf dieses Wochenende fokussieren”, will Liebsch den Ausgang der beiden letzten Spiele vor der Olympiapause nicht zu hoch hängen. „Wir haben uns zusammengesetzt und eine Punktzahl als Ziel gesetzt. Erreichen wir die, sind wir in den Play-offs.” Um welche Zahl es sich handelt, möchte Liebsch nicht preisgeben. Aber er wiederholt: „Dieses Wochenende ist nicht entscheidend.”
Nach diesem Sonntag hat die Mannschaft bis Freitag frei. Es schließen sich vier Trainingstage an, danach folgt eine dreitägige Pause, um dann den Anlauf zu den letzten acht Spielen zu starten.
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