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Deutsche Eishockey-Liga

Roosters stehen gegen Schlusslicht Kassel unter Erfolgszwang

05.02.2010 | 18:30 Uhr
Roosters stehen gegen Schlusslicht Kassel unter Erfolgszwang

Iserlohn. Auf dem Eis der A 45 kamen die Roosters in der Nacht zum Mittwoch nicht voran. Auf dem Kunsteis der Eissporthalle soll es nun aber aber wieder laufen. Denn wenn an diesem Freitag die Kassel Huskies am Seilersee gastieren, wollen die Sauerländer nicht ins Schleudern geraten.

Doch die Gefahr auszurutschen, ist groß. Denn die seit fünf Spielen punktlosen Huskies reisen als Schlusslicht an. Und in Duellen mit Tabellenletzten haben die Sauerländer schon zur genüge schlechte Erfahrungen gesammelt, wie Mitte Januar gegen die Hamburg Freezers, die als Schlusslicht in Iserlohn gewannen.

„Das ist das Spiel der Spiele, das müssen wir gewinnen”, fordert Trainer Ulrich Liebsch im Kampf um die Pre-Play-off-Teilnahme. Aber er sagt auch: „Das wird kein Spaziergang.” Ebenso wenig wie das Match am Sonntag bei den seit vier Heimspielen siegreichen Frankfurtern. Doch an jenes Spiel verschwendet der IEC-Trainer noch keine Gedanken. „Wir haben intensiv trainiert, um die Müdigkeit aus dem Körper zu bekommen”, blickt Liebsch auf die Trainingseinheit am Doonerstag zurück. Dass am Mittwoch staubedingt nicht trainiert wurde, sei nicht förderlich gewesen.

Das Hauptaugenmerk gilt der Defensivarbeit. „Natürlich wollen wir die Scheibe möglichst oft im gegnerischen Drittel haben. Aber wir dürfen nicht ausgekontert werden. Es ist wichtig, die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive zu finden. Wir müssen schneller umschalten und verantwortlich defensiv spielen.” Denn es ist nahezu die Regel, dass sich die meisten Gegner im Saisonverlauf in der Abwehrarbeit steigern und das Toreschießen zwangsläufig schwerer fällt. „Deshalb müssen wir unbedingt weniger Gegentreffer bekommen. Aber wir werden auch wieder den Weg finden, Tore zu schießen”, ist der Trainer von den Offensivqualitäten überzeugt.

Nicht überzeugt hat ihn zuletzt das Überzahlspiel mit etlichen „schlampigen Pässen”. „Wir müssen mehr Selbstvertrauen durch gescheite Zuspiele aufbauen”, vertritt Liebsch die spielerische Variante und hält nicht so viel davon, den Gegner unter Dauerbeschuss zu nehmen. „Viele Schüsse führen auch zu vielen Scheibenverlusten.”

Bei der Analyse der Defizite wird klar, dass es seit dem Ausfall von Verteidiger Jon Insana nicht mehr rund läuft. Der Verlust dieses Bausteines war wohl gravierender als befürchtet: „Jon ist ein wichtiger Rechtsschütze an der blauen Linie.” Deshalb freut sich Liebsch auf das Comeback des US-Boys, das am nächsten Freitag gegen Krefeld geplant ist. Am regulären Training nimmt Insana bereits teil.

Michael Topp

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