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Roosters nehmen Platz sechs ins Visier

07.01.2009 | 16:46 Uhr
Roosters nehmen Platz sechs ins Visier

Iserlohn. So schnell kann es gehen. Vor Weihnachten mussten die Iserlohn Roosters noch sorgenvoll den Blick auf Rang elf werfen und das Platzen des Play-off-Traums fürchten. Zwei Wochen und sechs Spiele später ist Rang sechs wieder in Reichweite.

Mit dem Heimsieg gegen die Kölner Haie am zweiten Weihnachtstag leiteten die Roosters eine Serie von sechs Partien mit 14 Punkten ein. Auch die jüngste Bayernfahrt darf als Erfolg gewertet werden, auch wenn Co-Trainer Bernd Haake nach dem in der Verlängerung besiegelten 3:4 in Augsburg von zwei verschenkten Punkten sprach. „Wenn man eine Minute vor Schluss führt, und der Gegner zum Ausgleich kommt, ohne eine echte Torchance zu haben, ist das sehr ärgerlich.” Keeper Norm Maracle machte bei diesem Gegentreffer keine gute Figur, so dass für Straubing der Wechsel nahe lag. Und Sebastian Stefaniszin rechtfertigte das Vertrauen des Trainerstabes mit einer tadellosen Leistung. „Er hat uns im Spiel gehalten. Aber die ganze Mannschaft hat überzeugt,” lobte Haake nach dem 3:2-Erfolg.

Für die Roosters war es wichtig, einmal zu kontern, nachdem sie wieder eine Führung verspielt hatten. Leistungskonstanz und volle Konzentration über 60 Minuten sind eben unerlässlich. Dass diese in der Vergangenheit oft vermisst wurden, macht Bernd Haake an drei Gründen fest. „Der Torwart ist nicht in der Form der letzten Saison. Pat Kavanagh haben wir nicht ersetzen können, und Tyler Beechey hat nach seiner Verletzung lange gebraucht, um richtig in Schwung zu kommen.” Stichwort Torhüter: Norm Maracles Schwächen soll nun Sebastian Stefaniszin zu mehr Beschäftigung verhelfen. In den nächsten drei Spielen (Freitag gegen Frankfurt, Sonntag in Kassel, Dienstag in Berlin) dürfte er zwischen den Pfosten stehen.

In diesen Partien wollen die Roosters ihren Erfolgsweg fortsetzen. „Aber wir dürfen nicht wieder so viele fahrlässige Strafzeiten wie in Augsburg und Straubing kassieren,” so der Co-Trainer. Wird die Serie fortgesetzt, soll konsequent der Blick auf Rang sechs gerichtet werden. Haake: „Das muss unser erstes Ziel sein. Das zweite ist das Erreichen der Pre-Play-offs.” 16 Spiele stehen noch aus, und bei fünf Punkten Rückstand zu Platz sechs aber acht Zählern Abstand zu Rang elf ist im Iserlohner Lager die Zuversicht spürbar. Aber, und das betont Bernd Haake mit Nachdruck, es dürfe nicht viel passieren. „David Sulkovsky und Henry Martens spielen in dieser Saison nicht mehr, weitere Verletzte können wir uns absolut nicht erlauben.”

Willy Schweer

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