Roosters mit taktisch cleverer und defensivstarker Leistung zum Sieg
07.02.2010 | 21:58 Uhr 2010-02-07T21:58:00+0100Frankfurt. Eine handfeste Überraschung gelang den Roosters. Dank einer konzentrierten Leistung gewannen sie verdient bei den Frankfurt Lions und verbuchten damit seit langer Zeit wieder ein Sechs-Punkte-Wochenende, das die Hoffnungen auf die Teilnahme an den Pre-play-offs weiter nährt.
Frankfurt Lions - Iserlohn Roosters 1:3 (0:1, 1:2, 0:0). Die Iserlohner starteten selbstbewusst im Stadion am Ratsweg und setzten auch erste Offensivakzente - mit Erfolg. Denn nach fünfeinhalb Minuten profitierten die Gäste von einem kollektiven Tiefschlaf der Lions-Abwehr. So stand nach Vorlage von Michael Wolf sein Sturmpartner Robert Hock völlig frei vor Ian Gordon und hatte noch Zeit, sich die Scheibe auf die andere Schlägerseite zu legen.
Dieser Auftakt verlieh Selbstvertrauen. Mit einer sehr ordentliche Leistung hielten die Westfalen ihren favorisierten Gegner in Schach. Dabei setzten sie auch offensiv einige Duftmarken, wenngleich auch ohne wirklich zwingende Chancen. Vor allem aber sie ließen hinten nichts anbrennen, und das sollte schließlich der Garant zum Erfolg sein. Frankfurt hatte seine besten Aktionen zunächst bei Überzahl. Aber ernsthaft in Bedrängnis brachten die Hessen den IEC damit nicht. Die meisten Schüsse wurden abgefälscht oder gingen vorbei, so dass es bei der knappen und verdienten Pausenführung blieb.
Der zweite Durchgang begann wiederum sehr erfolgreich. Diesmal bediente Hock seinen Angriffspartner Wolf, der mit einem für ihn typischen Treffer auf 2:0 erhöhte (26.) - keine Frage, der Ausfall des Torjägers am kommenden Wochenende wegen der Olympischen Spiele dürfte ein großes Handikap werden.
Und es kam sogar noch besser für die Blau-Weißen. Denn obwohl in Unterzahl spielend, gelang ihnen das 3:0. Jeff Giuliano überwand Gordon und ließ den Schlussmann dabei nicht sehr gut aussehen, denn richtig zwingend war die Aktion nicht (30.). Der erste Auswärtssieg seit Mitte Dezember zeichnete sich ab.
Allerdings gelang Thomas Oppenheimer noch im zweiten Durchgang das erste Tor der Hausherren (33.). Doch aus der Bahn warf dieser Gegentreffer die Waldstädter nicht. Sie hielten sich weiterhin ausgesprochen wacker, standen sicher und kompakt in der Abwehr vor einem wieder einmal sehr starken Danny aus den Birken im Tor.
Dieses Spiel setzte sich auch im Schlussabschnitt fort. Denn die Lions bissen sich über weite Strecken im IEC-Drittel fest, das hatte fast schon Powerplay-Charakter. Aber die Streuung ihrer zahlreichen Schussversuche war erstaunlich. Zudem wurde viel zu kompliziert gespielt. Und die Rooster agierten weiterhin sehr konzentriert, taktisch clever und kampfstark. Somit blieb schon viel vor aus den Birken hängen. Kam die Scheibe jedoch auf das Gehäuse, machte der Goalie weiterhin einen Klassejob. Eng hätte es allerdings noch einmal kurz vor Schluss werden können, als Iserlohn eine zweifache Unterzahl zu beklagen hatte. Doch da lief den Hessen die Zeit davon, den Anschlusstreffer ließen die überzeugenden Sauerländer nicht mehr zu.
Stürmer Sebastian Jones fällt bis zum Saisonende aus. Grund ist ein Knorpelschaden im Knie. Das genaue Ausmaß der Verletzung wird noch ermittelt. „Ich bin tief enttäuscht”, kommentierte der Pechvogel, der schon häufig durch Verletzungen zurückgeworfen wurde, seinen neuerlichen Ausfall. (MaKi)
Frankfurt Lions: Gordon - Blanchard, Osterloh; Periard, Kunce; Angell, Kopitz - Langfeld, Hahn, Polaczek; Oppenheimer, Gawlik, Wright; Ulmer, Foster, E. Schneider; Danner, Tenute
Iserlohn Roosters: aus den Birken - Wilford, Ardelan; A. Schneider, Veideman; Danielsmeier, Langwieder - Ready, Hancock, Roy; Wolf, Hock, Christensen; Giuliano, Swanson, D. Sparre; Hommel, Rupprich, K. Sparre
Schiedsrichter: Aumüller (Planegg) - Strafen: Frankfurt 6, Iserlohn 14 - Zuschauer: 5 400
Tore: 0:1 (5:33) Hock (Wolf, Christensen), 0:2 (25:03) Wolf (Christensen, Hock), 0:3 (29:10) Giuliano (Veideman/4-5), 1:3 (32:56) Oppenheimer (Kopitz, Tenute)
Rich Chernomaz (Frankfurt): „Iserlohn hat absolut verdient gewonnen. Die Roosters haben taktisch wesentlich besser gespielt als meine Mannschaft. Es kommt daher nicht von ungefähr, dass der IEC die einzige Mannschaft ist, gegen die wir in dieser Saison alle Spiele verloren haben.”
Ulrich Liebsch (Iserlohn): „Ich bin hochzufrieden. Jetzt sind wir wieder dran! Es war von uns eine taktisch hervorragende und disziplinierte Leistung. Im ersten und zweiten Drittel haben wir clever nach vorne gespielt. Im Schlussdrittel haben wir sehr gut defensiv gestanden. Außerdem haben wir dann keine Fehler an der Scheibe gemacht. Wenn es brenzlig wurde, haben wir immer die richtige Entscheidung getroffen. Und was noch durchgekommen ist, hat Danny aus den Birken gehalten.”
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