Roosters-Leitung zieht zufriedenstellende Saisonbilanz
26.03.2010 | 13:28 Uhr 2010-03-26T13:28:00+0100
Iserlohn. Am Doonerstag wurde bei den Iserlohn Roosters noch einmal Bilanz gezogen. Wolfgang Brück, der geschäftsführende Gesellschafter, Ulrich Liebsch, der Coach, und Karsten Mende, der Manager, blickten am Tag nach der ersten Pre-Play-off-Runde auf die Serie zurück.
Dabei fiel das Fazit eindeutig aus: Trotz der Enttäuschung über das denkbar knappe Verpassen des zehnten Platzes sei die Saison zufriedenstellend verlaufen. Ausdrücklich strichen Liebsch und Mende das Engagement und den Willen der Mannschaft heraus.
„Ich kann die Enttäuschung unserer Fans und deren Kritik aber nachvollziehen. Gefühlt war es eine nicht so gute Saison”, so Brück. Aber er habe immer gesagt, dass es ein Erfolg sei, wenn das Team am letzten Spieltag noch die Chance auf die Pre-Play-off habe. „Daher ist die Saison zufriedenstellend verlaufen.” Zudem lobte er „die hervorragende Arbeit der Trainer. Ulrich Liebsch hat das Vertrauen durch sehr gute Leistungen gerechtfertigt.”
Wichtig war Brück zudem der Hinweis auf die wirtschaftliche Situation, gerade vor dem Hintergrund der Schieflage mehrerer Klubs. „Unsere oberste Prämisse bleibt, den Verein weiter in wirtschaftlich ruhigem Fahrwasser zu halten.” Und dabei genieße er die volle Unterstützung der Gesellschafter.
Verärgert ist er darüber, dass vor einem Jahr die verschuldeten Nürnberger den Roosters den Play-off-Platz weggenommen hatten, und nun die ebenfalls vom Aus bedrohten Kölner. „Im Grunde sind wir durch das desaströse Handeln mehrerer Klubs um unseren sportlichen Erfolg gebracht worden, während wir uns regelmäßig dafür rechtfertigen müssen, dass wir sauber arbeiten”, spricht er die Kritik am sportlichen Abschneiden an. „Es kann nicht sein, dass wir dafür bestraft werden.” Brück hinterfragt das Lizensierungsverfahren und könnte sich Punktabzüge vorstellen. Die wirtschaftlichen Aussichten des IEC beschreibt der Vorsitzende als „nicht rosig, aber gut. Wir sind auf gutem Weg. Auch aus dieser Saison werden wir vernünftig herauskommen.”
In der neuen Serie kämpfen die Iserlohn Roosters wieder um die Play-offs. Liebsch: „Wir versuchen, den zehnten Platz zu erreichen.” Dabei kann er bereits auf einen Stamm von Spielern zurückgreifen. Aktuell haben mit Verteidiger Mark Ardelan und Stürmer Jeff Giuliano zwei Spieler Zwei-Jahres-Kontrakte unterzeichnet. Gehalten werden sollen Collin Danielsmeier und Adrian Veideman, denkbar ist der Verbleib von Kris Sparre, bei Brian Swanson sind private Dinge in Nordamerika möglicherweise ausschlaggebend. Nicht mehr zum Kader gehören Mads Christensen (Mende: „Kein Geld”), Daniel Sparre („Ihn hätten wir gerne behalten”), Quinn Hancock, Andy Schneider, Marty Wilford, Ryan Ready und Sebastian Stefaniszin. Für ihn soll ein zweiter deutscher Torhüter verpflichtet werden, „der”, so Mende, „hoffentlich mehr Druck ausübt.” Nach aktuellem Stand müssen die Sauerländer drei Verteidiger und vier Stürmer verpflichten.
Wichtig ist für den Klub auch die Nähe der Mannschaft zu den Fans, das war zuletzt ein Manko. Mende: „Daran müssen wir im Sommer arbeiten und viele Gespräche führen.” Und Liebsch verspricht: „Die Fans wollen ein Team sehen, das kämpft. Das wird unsere große Herausforderung sein.”
23:59
Veideman ein Flop? So ein Quatsch! Adrian hat nach ein paar durchwachsenden Spielen, die man einem neuen Spieler aus Nordamerika aber auch zugestehen muss, stetig klasse Leistungen gezeigt und der Verteidigung mehr Stabilität verliehen. Mit ihm MUSS verlängert werden, weil er gleichzeitig auch gute Offensivqualitäten mitbringt.
Aber das passt zur Fanszene in Iserlohn. Nach dem ersten Fehlpass oder verlorenen Zweikampf wird der Spieler abgestempelt und fortan nur negativ betrachtet. Ähnlich verlief das bei Marty Wilford, der sicherlich langsam ist. Aber das er diese Schwäche durch überragendes Stellungsspiel immer wettmacht, fällt leider den meisten nicht mehr auf. Veideman ist nicht der Verteidiger, der jeden Gegenspieler mit dem Körper attackiert, sondern der intelligent auch mit dem Schläger dazwischen geht bzw. dem Gegenspieler einfach keine Schussmöglichkeit lässt. Und das hat nichts mit Pussyhockey zu tun. Eine Mannschaft kann nicht nur Flummis wie Hommel oder Giuliano haben. Da macht es die richtige Mischung.
Ich hoffe, dass aus Fehlern der Saison gelernt wird. Die Torhüterposition sollte dabei an erster Stelle der ganzen Baustellen stehen. Danny aus den Birken ist sicherlich ein talentierter Goalie, der in der Saison 20 bis 30 gute Spiele machen kann. Doch gerade in der entscheidenden Phase am Ende der Saison hat man gemerkt, dass er einfach überspielt war. Da muss mehr Entlastung kommen. Vielleicht sollte man nicht nur auf die deutsche Karte setzen. Ein erfahrener Goalie wäre auch Jimmy Waite...
Beim Dialog mit den Fans sollte man von Seiten des Vereins die begangenen Fehler ansprechen und verbessern. Aber hoffentlich hinterfragen sich auch mal manche Fans, ob sie manche Spieler nicht zu früh verurteilen...
21:03
doch es wird sich etwas ändern, es werden weniger dauerkarten verkauft........veidemann hat sich diese saison doch als flop entlarvt......aber die herren werden es doch besser wissen....dann gibt es nächstes jahr wieder pussyhockey
20:11
Unglaublich wie die Roosters Verantwortlichen eine solch schwache Saison wieder schönreden. Das war ja zu erwarten. Es wird sich wohl nix ändern.schade...
19:51
Veidemann behalten? Danielsmeier behalten? aus den Birken weiterhin starting Goalie?
Entschuldigung: Damit sehe ich genau eine Änderung in der Defensive im Vergleich zur Endphase der für Iserlohn abgelaufenen Saison: Der Weggang von Wilford. Und der war Liebschs Top-Verteidiger.
Mit Verlaub. Es ist kaum vorstellbar, dass die Defensive auf diese Weise stabiler wird. Was ist da eigentlich bei euch los? Will man aus Fehlern nicht lernen?