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Roosters kämpften, waren in der Offensive jedoch zu harmlos

02.03.2010 | 23:49 Uhr
Roosters kämpften, waren in der Offensive jedoch zu harmlos

Iserlohn. Das Anschlusstor durch Mads Christensen kam zu spät. Kämpferisch boten die Roosters zwar eine ordentliche Leistung. Doch in ihren spielerischen Mitteln waren sie schlussendlich gegen einen cleveren und stärker besetzten Gegner zu limitiert, um im Kampf um die Play-offs zu punkten.

Iserlohn Roosters - ERC Ingolstadt 3:4 (0:0, 2:2, 1:2). Die Pfiffe hatten sie sich allerdings nicht verdient. Aber diese passten in die triste Atmosphäre der mit nur 2 672 Zuschauern gefüllten Eissporthalle, Stimmung und Unterstützung tendierten mit fortschreitendem Spielverlauf gen Null, auch aus der offiziellen Unterhaltungsabteilung des Klubs kam zu wenig.

Dabei starteten die Iserlohner konzentriert und zielstrebig. Sofort ging es überwiegend Richtung ERC-Gehäuse. Auch das erste Überzahlspiel machte Hoffnung, offenbarte aber ein Manko: Die Sauerländer schossen zu selten, und das nicht nur beim Powerplay. Und: Vielfach resultierten aus erfolglosen IEC-Angriffen gefährliche Konter der Bayern.

Das Chancenplus lag auf Seiten der Hausherren, zunächst durch die Sparre-Brüder (6.), dann durch Stefan Langwieder und Robert Hock (11.). Zu verspielt agierte wenig später Christensen, der letzte Schlenker war des Guten zu viel (13.). Ingolstadt wurde aber in Schach gehalten. Erst kurz vor der Pause ließ Bob Wren aufhorchen.

Ärgerlich verlief für die Waldstädter der Auftakt des Mittelabschnitts. Denn nach nur 83 Sekunden erzielte Joe Motzko die Führung. Vorangegangen war ein Fehler von Collin Danielsmeier an der offensiven blauen Linie. Auch Jon Insana konnte Motzko nicht folgen, der eiskalt und souverän zur Führung traf. Und nur Sekunden später verpasste erneut Wren aus spitzem Winkel. Dann jedoch stiegen die Aktien der Blau-Weißen. Zwar gelang es ihnen nicht, während einer 22 Sekunden dauernden 5:3-Überzahl das Tor in Gefahr zu bringen, mit nur einem Spieler mehr auf dem Eis klappte es dann doch: Quinn Hancock drückte die Scheibe über die Linie (26.). Aber die Panther hielten dagegen. Zweimal rettete aus den Birken glänzend gegen Thomas Greilinger (30.) und Michael Waginger (31.). Auf der Gegenseite verpassten Hancock und Michael Wolf in unmittelbarer Serie das zweite Tor – mit Folgen. Denn den daraus resultierenden Konterangriff schloss Waginger zum 1:2 ab (32.). Das war eine kalte Dusche und verlieh den Ingolstädtern weiteres Selbstvertrauen. Mehrfach lag das dritte Tor in der Luft, u. a. durch Wren (34.) und wenig später bei einer 35 Sekunden langen 3:5-Unterzahl des IEC. Ebenso nach einem Motzko-Schuss, als Andy Schneider, der für den erkrankten Adrian Veideman zum Zuge gekommen war, die Scheibe von der Linie schlug (37.). Aber der IEC überstand diese schwierige Phase und schlug zurück. Denn nachdem Brian Swanson zweimal bei Überzahl an Dimitri Pätzold gescheitert war, brachte der folgende Powerplay-Angriff das 2:2. Der ansonsten eher unauffällige Jimmy Roy fand von der blauen Linie die Lücke (39.).

Brenzlig wurde es im letzten Drittel, als die Bayern 85 Sekunden lang zwei Spieler mehr auf dem Eis hatten. Aber die IEC-Defensive stand zunächst. Dann schlug es doch ein. Denn nach aus den Birkens Parade gegen den Schuss von Jakub Ficenec reagierte Carl Corazzini am schnellsten (48.). Aber Iserlohn ackerte und rackerte, allerdings ohne Ertrag. Stattdessen versetzte DEL-Toptorjäger Greilinger den Heimischen den Knock-out (55.). Zwar keimte nach dem späten Tor von Christensen wieder Hoffnung auf. Doch dem Team fehlten die spielerischen Mittel auf dem Weg zum Ausgleich.

Iserlohn Roosters: aus den Birken - Insana, Danielsmeier; Wilford, Ardelan; Schneider, Langwieder - Wolf, Hock, Hancock; Ready, Swanson, Giuliano; K. Sparre, Christensen, D. Sparre; Roy, Rupprich, Hommel.

ERC Ingolstadt: Pätzold - St. Jacques, Daschner; Hambly, Clymer; Ryan, Ficenec - Bouck, Kavanagh, Corazzini; Motzko, Wren, Greilinger; Waginger, Goodall, Hussey; Martens, Hinterstocker, Walsh.

Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg). – Strafen: Iserlohn 16 / Ingolstadt 20. – Zuschauer: 2 672.

Tore: 0:1 (21:23) Motzko, 1:1 (25:44) Hancock (Ready, Wilford/5-4), 1:2 (31:06) Waginger (Corazzini, Goodall), 2:2 (38:43) Roy (Hancock, Wilford/5-4), 2:3 (47:36) Corazzini (Ficinec, Kavanagh/5-4), 2:4 (54:24) Greilinger (Hambly, Clymer), 3:4 (57:29) Christensen (Wilford, Roy).

Ulrich Liebsch (Iserlohn): Nach der langen Pause sind wir gut gestartet. Wir waren spritzig, laufbereit und haben uns Chancen erarbeitet. So hatten wir uns das vorgestellt. Ärgerlich war, dass wir im zweiten Drittel nach einem gewonnenen Bully den Scheibenverlust an der blauen Linie hatten, der zum 0:1 geführt hat. Genauso ärgerlich war, dass wir nach dem 1:1 das leere Tor nicht getroffen haben und Ingolstadt im Gegenzug das 1:2 macht. Ingolstadt hat sehr kompakt gespielt und eine kluge Auswärtsleistung gezeigt. Wir haben alles gegeben und bis zum Schluss gekämpft.

Greg Thomson (Ingolstadt): Nach einer Pause ist es immer schwierig, da man nicht weiß, wie die Spieler drauf sind. Aber ich muss dem Team ein großes Kompliment machen. Nicht ein Spieler war entscheidend, denn das war eine tolle Mannschaftsleistung. Alle Reihen waren gut, wir haben nie nachgelassen. Ab heute hat jedes Spiel Play-off-Charakter. So kann es weitergehen.

Michael Topp

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Kommentare
04.03.2010
09:09
Blockierter Kommentar.
von Ein Freund des Vereins | #6

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03.03.2010
21:26
Roosters kämpften, waren in der Offensive jedoch zu harmlos
von Delphin 66 | #5

wenn ich so einen Quatsch lese.....jeder der zu den Roosters geht, weiß was er zu erwarten hat und die Erwartungen dürfen nicht zu hoch geschraubt werden, uns fehlt die Tiefe im Kader...doch wir müssen damit leben, so wie es halt ist...
es stand bis zum Ende des zweiten Drittel 2:2, wo war denn da die Unterstützung der (aller) FANS ?????? Auch 2600 Zuschauer können Krach machen und warum haben diese nicht Ihre Mannschaft zum Anfang des dritten Drittels unterstützt ??? Ich dachte wir sind der sechste Mann und man geht zum Eishockey, um seine Mannschaft zu unterstützen.
Komisch ist, das die Leute , die sich jetzt aufregen die ersten sind, die beim erreichen der Pre-Play-Offs als erstes die Eintrittskarten in Besitz haben.....alles meckern nützt nichts...unterstützt das Team

03.03.2010
12:10
Roosters kämpften, waren in der Offensive jedoch zu harmlos
von Hemeraner498 | #4

lol - ja recht hast du - ich find es auch einfach nur noch grausam, was ich mir das jedes spiel antun muss.

ohne neuen trainer und viele neue spieler kaufe ich mir nächste saison keine dauerkarte mehr

03.03.2010
11:45
Blockierter Kommentar.
von Moderation | #3

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

03.03.2010
09:11
Roosters kämpften, waren in der Offensive jedoch zu harmlos
von Nico Belic | #2

Das Spiel war langweilig und ohne Emotionen.
Klar wenig Zuschauer keine Stimmung, aber das Team kann durch Kampfgeist die Stimmung beeinflussen. Tat sie aber leider nicht.
In der Form haben sie in den Playoffs nichts zu suchen.

03.03.2010
04:28
Roosters kämpften, waren in der Offensive jedoch zu harmlos
von dieter55 | #1

Die haben alles gegeben?
Was hat der Liebsch den für ein Spiel gesehen?
Seit Monaten redet der jedes Spiel schön.
Das kann er wenigstens

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