Roosters gelingt eindrucksvolle Revanche
21.01.2011 | 22:36 Uhr 2011-01-21T22:36:00+0100
München.Die Berg- und Talfahrt sowie die Serie ungewöhnlicher Ergebnisse setzten die Roosters fort. Am Freitag gab es wieder einmal Grund zum Jubeln. Beim starken Neuling aus München nahmen sie eindrucksvoll Revanche für die 1:6-Heimpleite vor Weihnachten.
EHC München - Iserlohn Roosters 0:4 (0:2, 0:2, 0:0). Allerdings hatten die dezimiert angetretenen Gäste sofort in der Anfangsphase einige Probleme. Denn der EHC machte von Beginn an Druck, und es dauerte, bis die Roosters ins Spiel fanden. Die ersten Möglichkeiten besaßen also die Gastgeber, scheiterten aber immer wieder an Manny Legace, der im weiteren Verlauf eine der tragenden Säulen im Team werden sollte.
München dominierte also, aber das erste Tor erzielte der IEC. Michael Wolfs Vorlage landete bei Robert Hock, der netzte ein (11.), ein optimaler Start. Und nur wenig später hätte es sogar 0:2 stehen können. doch Tobias Wörle traf nur die Latte. Schiedsrichter Oswald musste allerdings den Videobeweis heranziehen. Wörle hatte auch die nächste Großchance, doch Sebastian Elwing klärte (15.). Aber auch die Bayern erspielten sich Möglichkeiten, scheiterten jedoch immer wieder am IEC-Goalie. Statt dessen „rappelte“ es auf der Gegenseite: 47 Sekunden vor der erste Pause verwertete Pat Kavanagh eine Wörle-Vorlage. Aus der Drehung heraus traf er aus der Kurzdistanz.
Im zweiten Abschnitt erhöhte der Neuling den Druck. Nach Martin Buchwiesers Schuss zog Oswald erneut den Videobeweis heran - es blieb aber beim 0:2 (22.). Zunächst. Denn dann waren die Gäste wieder am Zug. Und diesmal belohnte sich Wörle für seine starke Leistung mit einem Überzahltreffer, als vor dem EHC-Gehäuse reichlich Betrieb herrschte (26.). Nur Sekunden später hatte der Kapitän sogar das 0:4 auf dem Schläger, doch Robert Hock wurde von Elwing gestoppt.
Kurz drauf war das Match für Sören Sturm beendet. Der Münchener Verteidiger hatte Michael Wolf mit dem Stock im Gesicht verletzt und musste vorzeitig unter die Dusche, der Torjäger konnte glücklicherweise weiterspielen.
Aber die Sauerländer offenbarten trotz der klaren Führung etliche Fehler und Unkonzentriertheiten in der Defensive. Doch Legace zeigte, nun mit den rund 700 Fans auf der Tribüne hinter sich, eine Klassepartie. So entschärfte er Schüsse von Stephane Julien, ein Unterzahlsolo von Mike Kompon, einen Schlagschuss von Ryan Ready und noch weitere glänzende Möglichkeiten. Keine Frage, er hielt dem Team den Rücken frei und konnte fünf Sekunden vor dem Ende aus der Ferne jubeln, als Jeff Giuliano im x-ten Versuch nach reichlich Gedränge vor dem Münchener Gehäuse die Scheibe über die Spielertraube hinweg zum einklinkte. 0:4! Das war die Entscheidung.
Im letzten Durchgang stand Jochen Vollmer im Tor der Bayern, der sich u. a. gegen Wörle auszeichnen konnte (50.). Allerdings ließen die nun sehr souverän und cool agierenden Gäste in den letzten 20 Minuten nicht mehr viel zu. Abgeklärt spulten sie die Zeit herunter, ließen München nicht mehr richtig ins Spiel kommen und hielten somit den Puck vom eigenen Gehäuse fern. So konnte Legace einen Shut-out bejubeln und die Fans sowie die am Sonntag spielfreie Mannschaft völlig entspannt die lange Nacht im Sonderzug ausgiebig und mit viel Spaß feiern.
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