Roosters gegen DEG - Westderby besitzt Play-off-Charakter

Die Roosters sind an diesem Dienstag in Düsseldorf gefordert.
Die Roosters sind an diesem Dienstag in Düsseldorf gefordert.
Foto: Michael May IKZ

Iserlohn.. Nein, von den Play-offs will Roosters-Trainer Jari Pasanen noch nicht reden. Er bleibt dabei, denkt weiter von Spiel zu Spiel und hat für die kommende Partie gleich einen Superlativ parat. „Das wird das wichtigste Spiel“, sagt er zum Westderby zwischen der Düsseldorfer EG und seiner Mannschaft an diesem Dienstag im ISS-Dome. Und er fügt hinzu: „Dieses Spiel besitzt Play-off-Charakter. Für beide Teams.“

Der Blick auf die Tabelle fünf Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde verdeutlicht, wie wichtig ein Sieg für beide ist. Die DEG hat sich mit einer stolzen Serie von sechs Siegen mit nun 79 Punkten an den Iserlohnern (77 Punkte) auf Rang fünf vorbeigeschoben und bereits definitiv die (Pre-)Play-offs erreicht, ihr Rückstand auf den mit großen Personalproblemen kämpfenden Vierten Hamburg beträgt nur noch zwei Zähler.

Platzierungskämpfe

Somit gehen die Platzierungskämpfe in die ganz heiße Phase. Für den IEC geht es zunächst darum, die noch fehlenden zwei Punkte einzufahren, um definitiv die Top 10 zu erreichen. Aber natürlich geht es auch um mehr: Um Platz sieben oder acht und den Heimvorteil in den Pre-Play-offs. Oder um Platz sechs und damit die direkte Qualifikation für das Viertelfinale. Oder um Platz vier oder mehr, um Heimvorteil im Viertelfinale zu besitzen.

Leistungen, wie zuletzt in Straubing, reichen allerdings nicht aus, um möglichst weit vorne zu landen. Erklärungen für das enttäuschende Abschneiden gibt es einige: Unnötige Strafzeiten im eigenen offensiven Drittel, Fehler beim Defensivspiel ohne Scheibe. „Vielleicht fällt es auch schwer, mit Erfolgen umzugehen“, führt Pasanen weiter an. Und zwei Tage zuvor habe es an Kleinigkeiten gelegen, die Punkte gegen München gekostet haben. „Aber die Mannschaft hat toll gekämpft. Und die Partie in Straubing ist nicht auf die leichte Schulter genommen worden.“

Roosters Mit Blick auf das Duell gegen den Westrivalen fordert der Iserlohner Trainer: „Wir können nur erfolgreich sein, wenn wir defensiv gut spielen.“ Bei der DEG wird er daher wohl einige kleiner Veränderungen vornehmen. So denkt Pasanen darüber nach, Brodie Dupont für Dylan Wruck an die Seite von Mike York und Nick Petersen zu beordern, auch in anderen Blöcken sind Feinjustierungen möglich, Neuzugang Cody Sylvester wird möglicherweise an andere Stelle als zuletzt eingesetzt.

Einiges hängt natürlich auch davon ab, ob der verletzte Stürmer Marko Friedrich wieder fit ist. Da die Iserlohner inzwischen wieder auf einen nahezu kompletten Kader zurückgreifen können, möchte Pasanen Spieler, die noch nicht hundertprozentig fit sind, lieber schonen. Friedrich wäre daher ein Kandidat für eine Pause. Unterdessen attestiert der Trainer den lange Zeit verletzten Richard Jares und Derek Whitmore weitere Fortschritte.

Mit der DEG wartet ein starker Gegner, der nicht an seinen beiden Klatschen am Seilersee (0:8, 1:8) gemessen werden sollte, sondern an seinen zuletzt sechs Siegen. „Das Wochenende ist optimal gelaufen, daran wollen wir anknüpfen“, hofft daher DEG-Kapitän Daniel Kreutzer auf eine Fortsetzung der Erfolgsserie, was die Roosters natürlich unterbinden wollen.