Roosters erleichtert: "Nicht schön, aber erfolgreich"
26.01.2010 | 14:38 Uhr 2010-01-26T14:38:00+0100
Iserlohn. Nach sieben Niederlagen wieder ein Sieg - kein Gegentreffer nach deren 13 in den letzten beiden Partien: Man kann sich leicht ausmalen, wie groß die Erleichterung bei den Roosters nach dem 1:0 gegen Frankfurt ausfiel.
„Es war nicht schön anzusehen, aber am Ende erfolgreich. Und das zählt.” So lautete Karsten Mendes Fazit nach einer Zitterpartie, in der nicht nur ihm vor Augen geführt wurde, wie sehr die jüngsten Misserfolge am Selbstvertrauen des Teams genagt hatten. Für den Manager war die starke Leistung von Keeper Danny aus den Birken ein Schlüssel zum Erfog. „Er war der Rückhalt und hat der Verteidigung Sicherheit gegeben.” Mende hatte nach der Partie auch ein dickes Lob für das Publikum parat. „Dass die Fans die Mannschaft trotz der zuletzt enttäuschenden Resultate nach vorn getrieben haben, war klasse. Und man hat gemerkt, dass die Mannschaft immer besser wurde, je länger das Spiel dauerte.”
Fünf Punkte beträgt der Rückstand der Roosters auf Play-off-Rang zehn, und der Countdown vor der Olympiapause läuft. Die wird nach dem 51. Spieltag am 14. Februar eingeläutet, und es warten noch sieben Spiele auf die Iserlohner. Beim Blick auf die Gegner wird deutlich, dass sie alle Möglichkeiten haben, sich wieder in die Play-off-Ränge zu schieben, weil es gegen direkte Mitbewerber geht. Je zweimal geht es gegen Krefeld und Augsburg, dazu kommen die Duelle mit den aktuellen Schlusslichtern Kassel und Straubing sowie das Gastspiel in Frankfurt.
„Aber bis Mitte Februar entscheidet sich noch nichts, die Würfel fallen erst am letzten Spieltag,” ist Karsten Mende sicher. Entscheiden muss der Manager dagegen schon bis zum Monatsende die Torwartfrage. Fakt ist: Die Roosters setzten auf aus den Birken als Nummer eins, müssen aber den Fall einkalkulieren, dass er ausfällt. „Wir sondieren den Markt,” lautete Mendes Anwort auf die Frage zur Stefaniszin-Nachfolge.
Ein besonderes Spiel steigt für die Roosters am Freitag in Krefeld, wo Ex-Coach Rick Adduono an der Bande steht. Und es gibt Anzeichen, dass sich die personelle Situation entspannt. „Mads Christensen steigt am Mittwoch wieder ins Training ein. Mal sehen, wie schnell er spielfähig ist,” sagte Co-Trainer Bernd Haake. Für ihn ist klar, dass die kommenden Spiele richtungweisend sind. „Wir spielen jetzt gegen Krefeld, Augsburg, Kassel und Straubing. Wer in die Play-offs will, muss alle vier hinter sich lassen. Wir haben es selbst in der Hand.”
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