Das aktuelle Wetter NRW 10°C
Eishockey

Roosters-Boss Brück wehrt sich gegen Negativstimmung

07.08.2012 | 18:08 Uhr
Roosters-Boss Brück wehrt sich gegen Negativstimmung
Der Roosters-Vorstand geht zuversichtlich in die neue Saison.

Iserlohn.   Wolfgang Brück, geschäftsführender Gesellschafter der Roosters, ist verärgert. Er kann nicht verstehen, dass der DEL-Klub momentan sehr kritisch betrachtet wird, dass die Erwartungen bei Teilen der Öffentlichkeit negativ sind und man dem Klub sogar wirtschaftliche Probleme nachsagt.

„Es ist das Schlimmste, wenn eine Krise herbeigeredet wird, die überhaupt nicht vorhanden ist!“ Wolfgang Brück, geschäftsführender Gesellschafter der Roosters, ist verärgert. Er kann nicht verstehen, dass der DEL-Klub momentan sehr kritisch betrachtet wird, dass die Erwartungen bei Teilen der Öffentlichkeit negativ sind und man dem Klub sogar wirtschaftliche Probleme nachsagt.

Auslöser mögen in Verbindung mit einer schlechten Öffentlichkeitsarbeit, an der nun gezielt gearbeitet werden soll, die bisherige Personalpolitik mit Abgängen von Leistungsträgern und im Vergleich zur letzten Serie weniger spektakulären Neuverpflichtungen sowie die noch unbesetzten Kontingentstellen sein. Ebenso könnte es eine Rolle spielen, dass beim Blick in die Bilanz ein Minusbetrag auftaucht. „Diese Bilanz mit Verlustvortrag haben wir bereits mit dem Erwerb der Rosenheimer Lizenz übernommen“, wundert sich der 2. Vorsitzende Josef Jost über diverse Diskussionen im Internet, das sei doch nichts Neues. „In den beiden letzten Jahren haben wir diese Summe sogar abgebaut“, verweist er auf die jüngsten Ergebnisse der Geschäftsjahre. Zuletzt wiesen Roosters und IEC ein Plus von fast 46 000 Euro aus. „Und unser kaufmännisches Ziel ist es natürlich, diesen Verlustvortrag weiter abzubauen.“ Wolfgang Brück beschreibt die Dimensionen: „Das würde keinem Fußballverbandsligisten den Schweiß auf die Stirn treiben.“

Roosters wollen kein wirtschaftliches Risiko eingehen

Er macht immer wieder deutlich, dass ihn derartige Diskussionen ärgern, weil sie für ihn unseriös sind und - völlig zu unrecht - eine Negativspirale auslösen könnten. Deshalb machen Brück und Jost auch im Sinne der Gesellschafter zum x-ten Male klar, keinerlei wirtschaftliches Risiko einzugehen. Es werde nur das ausgegeben, was als Einnahme sicher sei. In Aussicht stehende Gelder schon vorher auszugeben, kommt für den Klub nicht infrage - ein Unterschied zur letzten Serie. So hielt und hält man es u. a. auch während der Verhandlungen über einen neuen TV-Vertrag oder bei noch laufenden Gesprächen.

Natürlich müsse auch die Gesamtsituation in der Wirtschaftsregion Südwestfalen im Auge behalten werden, verdeutlicht Josef Jost: „Wie sollen unsere Sponsoren das Geld hergeben, wenn sie weniger einnehmen? Wir leben hier doch nicht auf einer Insel. Aber ich bin ein Optimist mit Erfahrung.“ Sollten also noch Einnahmen hinzukommen, werde man sie auch ins Team investieren.

Eishockey
Iserlohn Roosters haben noch Lücken im Kader

Ab Mittwoch beginnt für die Iserlohn Roosters die Vorbereitung auf die neue Saison. Offen sind somit noch zwei Kontingentstellen im Sturm. „Wir befinden uns weiter auf der Suche“, sagt Manager Karsten Mende und fügt hinzu: „Es kann aber sicherlich noch etwas dauern.“

Der aktuell auf dem Papier stehenden Mannschaft schenkt der Vorstand das Vertrauen. Es stört die Verantwortlichen, dass die Leistung schon jetzt desaströs geredet werde. Brück ärgert sich: „Diese Mannschaft, für die wir Millionen ausgeben, wird schon jetzt abgewertet.“ Hat das auch mit den noch offenen Kontingentstellen zu tun? „Das ist genauso wie vor zwei oder drei Jahren. Auch da haben wir erst später nachverpflichtet. Wir haben einen wettbewerbsfähigen Kader mit drei kompletten Reihen und Spielern für den vierten Block. So war das doch immer. Aber was die Normalität ist, hat offenbar keine Gültigkeit.“

Diskussionen über die finanziellen Möglichkeiten des IEC

Eishockey
Roosters-Boss Brück wehrt sich gegen Negativstimmung
Roosters-Boss Brück wehrt sich gegen Negativstimmung

„Es ist das Schlimmste, wenn eine Krise herbeigeredet wird, die überhaupt nicht vorhanden ist!“ Wolfgang Brück, geschäftsführender Gesellschafter der Roosters, ist verärgert. Er kann nicht verstehen, dass der DEL-Klub momentan sehr kritisch betrachtet wird, dass die Erwartungen bei Teilen der Öffentlichkeit negativ sind und man dem Klub sogar wirtschaftliche Probleme nachsagt.

Auslöser mögen in Verbindung mit einer schlechten Öffentlichkeitsarbeit, an der nun gezielt gearbeitet werden soll, die bisherige Personalpolitik mit Abgängen von Leistungsträgern und im Vergleich zur letzten Serie weniger spektakulären Neuverpflichtungen sowie die noch unbesetzten Kontingentstellen sein. Ebenso könnte es eine Rolle spielen, dass beim Blick in die Bilanz ein Minusbetrag auftaucht. „Diese Bilanz mit Verlustvortrag haben wir bereits mit dem Erwerb der Rosenheimer Lizenz übernommen“, wundert sich der 2. Vorsitzende Josef Jost über diverse Diskussionen im Internet, das sei doch nichts Neues. „In den beiden letzten Jahren haben wir diese Summe sogar abgebaut“, verweist er auf die jüngsten Ergebnisse der Geschäftsjahre. Zuletzt wiesen Roosters und IEC ein Plus von fast 46 000 Euro aus. „Und unser kaufmännisches Ziel ist es natürlich, diesen Verlustvortrag weiter abzubauen.“ Wolfgang Brück beschreibt die Dimensionen: „Das würde keinem Fußballverbandsligisten den Schweiß auf die Stirn treiben.“

Roosters wollen kein wirtschaftliches Risiko eingehen

Er macht immer wieder deutlich, dass ihn derartige Diskussionen ärgern, weil sie für ihn unseriös sind und - völlig zu unrecht - eine Negativspirale auslösen könnten. Deshalb machen Brück und Jost auch im Sinne der Gesellschafter zum x-ten Male klar, keinerlei wirtschaftliches Risiko einzugehen. Es werde nur das ausgegeben, was als Einnahme sicher sei. In Aussicht stehende Gelder schon vorher auszugeben, kommt für den Klub nicht infrage - ein Unterschied zur letzten Serie. So hielt und hält man es u. a. auch während der Verhandlungen über einen neuen TV-Vertrag oder bei noch laufenden Gesprächen.

Natürlich müsse auch die Gesamtsituation in der Wirtschaftsregion Südwestfalen im Auge behalten werden, verdeutlicht Josef Jost: „Wie sollen unsere Sponsoren das Geld hergeben, wenn sie weniger einnehmen? Wir leben hier doch nicht auf einer Insel. Aber ich bin ein Optimist mit Erfahrung.“ Sollten also noch Einnahmen hinzukommen, werde man sie auch ins Team investieren.

Der aktuell auf dem Papier stehenden Mannschaft schenkt der Vorstand das Vertrauen. Es stört die Verantwortlichen, dass die Leistung schon jetzt desaströs geredet werde. Brück ärgert sich: „Diese Mannschaft, für die wir Millionen ausgeben, wird schon jetzt abgewertet.“ Hat das auch mit den noch offenen Kontingentstellen zu tun? „Das ist genauso wie vor zwei oder drei Jahren. Auch da haben wir erst später nachverpflichtet. Wir haben einen wettbewerbsfähigen Kader mit drei kompletten Reihen und Spielern für den vierten Block. So war das doch immer. Aber was die Normalität ist, hat offenbar keine Gültigkeit.“

Diskussionen über die finanziellen Möglichkeiten des IEC

Dass der Vorstand an seinen Aussagen gemessen wird, in der Etattabelle weiter nach oben zu gehen und häufiger in den Play-offs spielen zu wollen, akzeptiert man, sieht darin in der aktuellen Situation auch keinen Gegensatz. Aber warum muss man dann doch Leistungsträger ziehen lassen? Die Wechsel von Michael Hackert in die zweite Liga, von Colton Fretter in die zweite Liga der Schweiz oder von Dave Spina nach Schweden haben jedenfalls Diskussionen über die finanziellen Möglichkeiten des IEC entfacht. Die Erklärung: Abgesehen davon, dass es zum Teil kontroverse Auffassungen über die Qualität der Spieler gab, waren die Angebote der Konkurrenz deutlich besser, da konnte und wollte der Klub in der Tat nicht mithalten. „Wir können natürlich weiterhin nicht immer alle guten Spieler halten, aber inzwischen geht heute vielleicht nur noch jeder Fünfte“, verdeutlicht Brück den Fortschritt. Und die Rolle rückwärts bei Lasse Kopitz sei überhaupt nicht der Wirtschaftlichkeit geschuldet. „Die Verbundenheit zu Iserlohn und die sportliche Leistung sprachen schließlich doch für den Verbleib“, so Brück. „Und ich habe kein Problem damit, eine Entscheidung zu revidieren.“

Dass der Vorstand an seinen Aussagen gemessen wird, in der Etattabelle weiter nach oben zu gehen und häufiger in den Play-offs spielen zu wollen, akzeptiert man, sieht darin in der aktuellen Situation auch keinen Gegensatz. Aber warum muss man dann doch Leistungsträger ziehen lassen? Die Wechsel von Michael Hackert in die zweite Liga, von Colton Fretter in die zweite Liga der Schweiz oder von Dave Spina nach Schweden haben jedenfalls Diskussionen über die finanziellen Möglichkeiten des IEC entfacht. Die Erklärung: Abgesehen davon, dass es zum Teil kontroverse Auffassungen über die Qualität der Spieler gab, waren die Angebote der Konkurrenz deutlich besser, da konnte und wollte der Klub in der Tat nicht mithalten. „Wir können natürlich weiterhin nicht immer alle guten Spieler halten, aber inzwischen geht heute vielleicht nur noch jeder Fünfte“, verdeutlicht Brück den Fortschritt. Und die Rolle rückwärts bei Lasse Kopitz sei überhaupt nicht der Wirtschaftlichkeit geschuldet. „Die Verbundenheit zu Iserlohn und die sportliche Leistung sprachen schließlich doch für den Verbleib“, so Brück. „Und ich habe kein Problem damit, eine Entscheidung zu revidieren.“

Michael Topp



Kommentare
Aus dem Ressort
Das Karriereende eines Pechvogels
Fußball
Seine letzte Aktion im Dress des FC Iserlohn wird er so schnell nicht vergessen. Kurz vor dem Ende der Westfalenligapartie in Kirchhörde prallte Damian Jeger mit einem Gegenspieler zusammen. Dessen Schulter erwischte ihn im Gesicht, und das Resultat war niederschmetternd: Bruch des Jochbogens und...
Cordes/Endrowait zurück in der ersten Liga
Radball
Der RC Pfeil Iserlohn ist wieder erstklassig. Daniel Endrowait und Heiko Cordes schafften den direkten Wiederaufstieg in die 1. Radball-Bundesliga - und das in überzeugender Manier. Drei Siege, ein Remis, erst im letzten Spiel mit dem letzten Schlag gab es eine Niederlage. Damit riss zwar die Serie...
Comeback nicht in Sicht
Rollhockey
Weiterhin ohne Cheftrainer sind derzeit die beiden Rollhockey-Bundesliga-Teams der ERG Iserlohn. Aus privaten Gründen musste Quim Puigvert, Trainer der Herren und Damen, bekanntlich zurück nach Spanien. Ob und wann er seine Tätigkeiten wieder aufnehmen kann, steht in den Sternen. Bei den Damen hat...
Harmlose Youngster verschenken zwei Punkte
Eishockey
Am Wochenende standen sich die DNL2-Mannschaften der Young Roosters und des ESC Dresden gegenüber und lieferten sich zwei völlig unterschiedliche Spiele. Dabei gaben die Iserlohner überraschend zwei Punkte ab.
Keine Hektik bei den Roosters trotz Niederlagen
Deutsche Eishockey-Liga
Fünf Siege in Folge hatten die Roosters auf Rang drei gespült, nach drei Niederlagen in Serie sind sie nun nach etwas mehr als einem Fünftel der Hauptrunde auf Platz neun zurückgefallen. „Wir müssen lernen, auch mit Niederlagen umgehen zu können“, so Trainer Jari Pasanen.
Umfrage
Dortmund in der Krise - Kann der BVB seine Saisonziele noch erreichen?

Dortmund in der Krise - Kann der BVB seine Saisonziele noch erreichen?

 
Fotos und Videos
Erfolgreicher Saisonstart
Bildgalerie
Fotostrecke
55 Jahre Eishockey im Sauerland
Bildgalerie
Fotostrecke
Großes Finale der Westfalen YoungStars
Bildgalerie
Fotostrecke
22. IKZ-Jedermann-Triathlon
Bildgalerie
Fotostrecke