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Roosters befinden sich aussichtsreich im Play-off-Rennen

20.02.2012 | 17:50 Uhr
Roosters befinden sich aussichtsreich im Play-off-Rennen
Michael Wolf (l.) und Tobias Woerle blicken mit den Iserlohn Roosters auf ein Sechs-Punkte-Wochenende zurück.Foto: imago

Iserlohn.  Doug Mason spricht von einer „komischen, verrückten Liga“. Wer will dem IEC-Trainer da widersprechen? Der Kampf um Play-offs, Vor-Play-offs sowie um Platz sechs spitzt sich weiter zu. Nach den sechs Punkten des Wochenendes sind die Aktien der Sauerländer auf eine Top-10-Platzierung gestiegen.

Doug Mason spricht von einer „komischen, verrückten Liga“. Wer will dem IEC-Trainer da widersprechen? Der Kampf um Play-offs, Vor-Play-offs sowie um Platz sechs spitzt sich immer weiter zu. Und aussichtsreich im Play-off-Rennen befinden sich wieder die Roosters.

Denn nach den sechs Punkten des Wochenendes sind die Aktien der Sauerländer auf eine Top-10-Platzierung deutlich gestiegen. Sie haben es nun selbst in der Hand. „Wir haben zweimal sehr gut gespielt“, blickt Mason sichtlich zufrieden zurück. 5:0 in München , 4:1 gegen Hannover , 9:1 Treffer, die auch das Torverhältnis wieder deutlich aufbesserten - das war eine satte Ausbeute. „Wir haben unglaubliche Entscheidungen in München getroffen“, schwärmt er von dem Auftritt am Freitag, nachdem er seinem Team zuvor nach der 0:3-Heimpleite gegen Augsburg in einer Videoanalyse 16, 17 ebenfalls unglaubliche, allerdings falsche Entscheidungen präsentiert hatte. „Diese werden getroffen, wenn der Kopf sich nicht intensiv im Spiel befindet“, erklärt Mason diesen von ihm sehr oft angeführten Begriff.

Roosters-Keeper Caron „gibt Selbstvertrauen“

Ein wesentlicher Grund für die „Auferstehung“ ist für ihn das Comeback von Schlussmann Sébastien Caron. „Er gibt Selbstvertrauen“, wiederholt Mason und will das keinesfalls als Beleidigung gegenüber Tim Siekmann oder Tero Leinonen bewertet wissen. Auch der Positionswechsel zwischen Robert Hock und Mike York war ein Schlüssel zu den Erfolgen. „Robert ist an der Seite von Michael Wolf wieder hundertprozentig dabei“, lobt der Trainer den Kapitän. „Auch das ist keine Beleidigung gegenüber Robert. Aber es ist nun einmal so, dass man mit dem gewohnten Partner wieder den Kopf freier hat.“ Die Formkurve von Dave Spina zeigte ebenfalls nach oben. „Weil Jeff Giuliano wieder dabei ist“, nennt Mason den Grund, der zudem zwei Riesenkomplimente für Spieler bereithält, die weniger im Fokus stehen. „Ich bin sehr zufrieden mit Thomas Holzmann“, lobt er den nach langer Verletzungspause wieder spielenden Stürmer „Und Collin Danielsmeier ist einfach unglaublich, überragend im Rahmen seines Leistungsvermögens. Es macht riesigen Spaß, er hat ein blau-weißes Herz“, schwärmt er vom Verteidiger.

Nach den sechs Punkten gilt es nun nachzulegen. Dabei besitzen die Sauerländer, die im Vergleich zur letzten Saison nach 46 Spielen (und Platz elf) fünf Punkte mehr auf dem Konto haben, den Vorteil, zwischen dem freitäglichen Gastspiel in Mannheim und dem Hauptrundenfinale in Ingolstadt (11. 3.) auf den Tabellenvorletzten und drei unmittelbare Konkurrenten zu treffen: Nürnberg (H), Krefeld (H), Köln (A) und München (H).

Vier Spiele in sechs Tagen

Derzeit bietet die Tabelle allerdings noch ein ungenaues Bild. Platz neun für den IEC (65 P.) ist trügerisch, denn München (10./64 P.) hat ein Spiel, Köln (12./61 P.) sogar drei (!) Spiele weniger absolviert. München zieht an diesem Dienstag in Nürnberg gleich (live bei Eurosport), die Haie starten zeitgleich gegen Hamburg einen „Wahnsinnsmarathon“ mit sieben Spielen in 13 Tagen, darunter fünf Heimaufgaben. Besonders heftig kommt es für sie Ende Februar/Anfang März. Dann stehen vier Spiele in sechs Tagen an, wobei das letzte Match dieser Intensivphase das Derby gegen die Roosters ist.

Übrigens: Fast hätte das Match in München noch Folgen für Iserlohn gehabt. Denn die Bayern hatte auf die falsche Hosenfarbe von Caron (schwarz statt blau) hingewiesen, was der Spielordnung widerspricht. Schiri Piechaczek hatte darauf allerdings nicht reagiert, und die Münchener verzichteten schließlich auch auf einen Protest.

Michael Topp

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