Roosters auf Platz zwölf zurückgefallen
18.01.2010 | 08:00 Uhr 2010-01-18T08:00:00+0100
Ingolstadt. Sie haben nicht schlecht gespielt. Aber zum Auswärtssieg in Ingolstadt reichte es für die Roosters nicht. Nach dieser fünften Niederlage in Serie sind sie damit auf Platz zwölf zurückgefallen.
Schon in der Anfangsphase musste der IEC dezimiert agieren, fand aber durch ein gutes Unterzahlspiel ins Match. Die erste Chance bot sich Ryan Ready, dessen abgefälschten Schuss konnte Dimtrij Pätzold mit dem Schoner abwehren (6.). Weniger später durften die Gäste aber jubeln. Denn eine schöne Powerplay-Kombination zwischen Marty Wilford und Quinn Hancock schloss Brian Swanson nahezu mühelos zur Führung ab (11.).
Dieses Tor gab Selbstvertrauen. Iserlohn war nun besser. Doch die nächsten Tore schossen die Hausherren. Dabei fiel der Ausgleich sehr glücklich. Denn nachdem Danny aus den Birken den Schuss von Dominik Walsh abgewehrt hatte, sprang die Scheibe von Andy Schneiders Körper ins Tor - ein kurioser Treffer, der Wirkung zeigte. Nur 29 Sekunden später fuhr gegen die in diesem Moment indisponierten Roosters Tyler Bouck auf den IEC-Schlussmann zu und vollendete (16.). Nun waren die Gastgeber am Drücker. Aber die Gäste schlugen mit ihrem zweiten Überzahltreffer zurück. Gerade einmal sieben Sekunden saß Bob Wren in der Kühlbox, dann traf Robert Hock aus der Drehung zum 2:2 (17.). Mit Zuversicht konnten die Iserlohner somit in den nächsten Durchgang gehen.
Der zweite Abschnitt verlief recht schleppend und ausgeglichen mit nur wenigen Chancen auf beiden Seiten. Aber Mitte des Durchgangs stellten die Bayern dann mit ihrem zweiten Doppelpack, diesmal innerhalb von dreieinhalb Minuten, die Weichen auf Sieg. Und bei beiden Gegentreffern wirkte aus den Birken unglücklich. Zunächst traf DEL-Topscorer Thomas Greilinger, als er den Puck über die Schulter des Goalies unter die Latte zirkelte (27.). Beim 4:2 traf Richard Girard halbhoch ins Netz (30.).
Danach verlief das Spiel weitgehend ausgeglichen, allerdings erarbeiteten sich die Sauerländer nun die besseren Chancen. Pech hatte Hancock, der nach einer Pätzold-Parade nach Ready-Schuss den Posten anvisierte (34.). Auch Jimmy Roy hatte kein Glück, er sah das leere Tor schon vor sich, doch Stephan Daschner rettete in höchster Not (37.). Und kurz vor der Pause scheiterte Ready erneut am guten Schlussmann.
Im letzten Drittel stand Sebastian Stefaniszin im Tor. Und er machte einen guten Job. Vor allem das Duell mit Greilinger war einer der Höhepunkte im Match, doch der DEL-Torjäger konnte den Iserlohner Schlussmann nicht überwinden (45., 49.). In diesem Abschnitt boten sich den Waldstädtern drei hochkarätige Chancen, die sie hätten nutzen müssen. Wie Michael Wolf, der allein auf Pätzold zufuhr, diesen Zweikampf aber ebenso verlor wie Quinn Hancock mit einer nahezu identischen Aktion (51., 58.). Ebenso verpasste Roy aus dem Gewühl heraus eine sehr gute Gelegenheit (51.), auch eine allerdings nur 16 Sekunden dauernde 5:3-Überzahl brachte nicht den Anschlusstreffer, so dass die Blau-Weißen auch das fünfte Spiel in Folge verloren.
ERC Ingolstadt - Iserlohn Roosters 4:2 (2:2, 2:0, 0:0)
ERC Ingolstadt: Pätzold - Hambly, Ficenec; St. Jacques, Daschner; Ryan, Nikolov - Girard, Wren, Greilinger; Waginger, Hussey, Walsh; Bouck, Kavanagh, Motzko; Bellissimo, Goodall, Hinterstocker
Iserlohn Roosters: aus den Birken (40:00 Stefaniszin) - Wilford, Ardelan; Danielsmeier, Langwieder; Veideman, Schneider - Giuliano, Swanson, K. Sparre; Wolf, Hock, Roy; Ready, Hancock, Hommel; Jones, Rupprich
Schiedsrichter: Aumüller (Planegg)/Schimm (Waldkraiburg - Strafen: Ingolstadt 16, Iserlohn 14 - Zuschauer: 3336
Tore: 0:1 (10:20) Swanson (Wilford, Hancock/5-4), 1:1 (14:52) Walsh (Hussey, Daschner), 2:1 (15:21) Bouck (Nikolov, Hambly), 2:2 (16:48) Hock (Roy, Wolf/5-4), 3:2 (26:28) Greilinger (Wren, St. Jacques), 4:2 (29:41) Girard (St. Jacques, Greilinger)
Bob Manno (Ingolstadt): „Im ersten Drittel haben wir nicht so gut gespielt. Aber die beiden Tore haben uns Selbstvertrauen gegeben. Am Ende haben wir zu viele Strafen kassiert. Das war nicht unser bestes Spiel. Aber das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben.”
Ulrich Liebsch (Iserlohn): „Bis zum 1:1 ist unser Plan aufgegangen, Ingolstadt nicht ins Messer zu laufen und in der neutralen Zone zu kontrollieren. Doch der Doppelschlag hat diesen Plan über den Haufen geworfen, trotzdem ist uns der Ausgleich gelungen. Auch später hatten wir noch genügend Möglichkeiten. Der Hauptunterschied war, dass Ingolstadt die Chancen besser genutzt hat.”
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