Reizvoll, aber wohl auch einseitig

Die ERGI (hier Carlos Nuñez gegen Calenberg) muss im Pokal nach Schwerte.
Die ERGI (hier Carlos Nuñez gegen Calenberg) muss im Pokal nach Schwerte.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Dieses Duell geht über den rein sportlichen Aspekt hinaus. Rollhockey-DRIV-Pokal-Achtelfinale: ERSC Schwerte contra ERG Iserlohn, David gegen Goliath. Und alles andere als ein deutlicher Sieg des heimischen Bundesliga-Tabellenführers aus der Waldstadt an diesem Samstag (20 Uhr) beim Rivalen aus der Ruhrstadt wäre eine Sensation.

Denn die Schwerter spielen in der zweiten Rollhockey-Bundesliga Nord-West, sind Dritter und verloren ihr letztes Spiel am 10. Dezember mit 2:11 gegen Tabellenführer RHC Recklinghausen. Ihre Heimspiele tragen sie in der Sporthalle des Friedrich-Bährens-Gymnasiums aus, gespielt wird auf PVC-Boden, an allen vier Seiten steht eine niedrige Bande, was für die Iserlohner ein wenig gewöhnungsbedürftig ist.

Das Besondere an diesem Pflichtspielduell, das es schon seit Jahrzehnten nicht gegeben hat, ist zudem die personelle Konstellation, denn bei den Schwertern spielen etliche Akteure, die bei der ERGI groß geworden sind, dort lange gespielt haben und sogar noch für die Iserlohner aktiv sind. Wie José Aleixo beispielsweise, der für Schwerte spielt, aber Trainer beim ERGI-Nachwuchs ist. Ehemalige Spieler sind u. a. Marc Dove und Max Springer, die mit der ERGI Deutscher Meister und Pokalsieger wurden. Und Trainer Thomas Nöckel war auch für Iserlohn im Einsatz.

„Wir freuen uns auf das Spiel“, sagt ERGI-Trainer Dirk Iwanowski, streicht die klare Favoritenrolle her­aus, macht aber auch deutlich, dass man den Gegner nicht demütigen oder lächerlich machen möchte. „Es werden diejenigen spielen, die ansonsten weniger Einsatzzeiten erhalten, außerdem werden wir einiges ausprobieren“, so Iwanowski weiter. So steht Roman Kaas im Tor, geschont werden soll Andre Costa, Sergio Pereira wird krankheitsbedingt fehlen.

ERGI: Kaas, P. Glowka; Fonseca, S. Glowka, Nuñez, Costa, Milewski, Henke, Hegener, Kost.