Potenzial für Jugendarbeit wäre da

Nicht nur Borussia Dröschede war mit dem Verlauf der Stadtmeisterschaft zufrieden.
Nicht nur Borussia Dröschede war mit dem Verlauf der Stadtmeisterschaft zufrieden.
Foto: Michael May IKZ

Iserlohn..  Erschöpft aber zufrieden, so stellte sich die Gemütslage von Enver Sentürk, zusammen mit Fayik Tan der Hauptorganisator der 33. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft, am Tag nach dem Budenzauber dar.

Das Duo vom VTS Iserlohn hatte mit einem relativ knapp bemessenen Helferstab von 25 bis 30 Personen vollen Einsatz gezeigt und die Veranstaltung reibungslos über die Bühne gebracht. Extras gab es zwar keine, aber die Mindeststandards in Sachen Service und Verpflegung wurden erfüllt. Die Verzögerungen im Zeitplan waren dem Ausrichter nicht anzulasten, das etwas lieblose und in punkto Endrunde zum Teil auch irreführende Programmheft schon.

„Ich bin froh, dass alles geklappt hat“, sagte Enver Sentürk in der Nachbesprechung und dankte allen Unterstützern. Besonders froh war er darüber, den Zuschlag für die lukrative Veranstaltung erhalten zu haben. Im Vorfeld hatte es über die Vergabe eine Kontroverse gegeben, weil der VTS keine Jugendarbeit leistet - normalerweise eine Grundvoraussetzung für den Ausrichter.

Das weiß auch Enver Sentürk, entgegnet aber, dass seinem Verein die Voraussetzungen hierfür fehlen würden. „Es ist zwar schön, dass wir mit unseren beiden Mannschaften auf Rasen spielen, doch wo bleibt da noch Kapazität für den Nachwuchs? Das ist Fluch und Segen zugleich“, betont er. Am Hemberg-Südhang ist jedenfalls nichts mehr möglich, weil dort auch noch Leichtathletiktraining stattfindet. Die sportliche Heimat in der Läger habe man bekanntlich aufgeben müssen. „Für zwei oder drei Mannschaften hätten wir schon das Potenzial, aber wo sollen die spielen? Die anderen Plätze sind schließlich auch stark ausgelastet“, so Sentürk, der dies aber nicht als Vorwurf, beispielsweise Richtung Sportbüro, gewertet wissen will. „Da werden wir bestens unterstützt“, macht er deutlich.

Für die derzeit auf einem Abstiegsplatz in der Bezirksliga stehende erste Mannschaft erhofft sich Enver Sentürk vom Titelkampf einen Schubwirkung. „Man hat gesehen, dass wir durchaus Qualität haben, auch wenn man in der Halle weniger Spieler braucht“, führt er aus.

Gleich vier Neuzugänge sollen mithelfen, die prekäre Situation auf dem Feld zu entschärfen. Aus Dröschede ist Bünyamin Udo Bormann gekommen, vom BSV Menden Ahmed Akaleli und vom SSV Hagen Ufuk Sahin. Zudem kommt Rückkehrer Mehmet Sentürk von Hemer Erciyes hinzu.

„Wir sind auf jeden Fall besser aufgestellt - personell und auch finanziell“, ist Sentürk sicher und hofft darauf, dass man bald wieder in ruhigeres Fahrwasser kommt.