Platz drei bei Radball-Premiere auf Pellworm

Die Iserlohner Radballer Daniel Endrowait (rechts) und Heiko Cordes beim  „Preis der Nordfriesen“ auf der Nordseeinsel Pellworm.
Die Iserlohner Radballer Daniel Endrowait (rechts) und Heiko Cordes beim „Preis der Nordfriesen“ auf der Nordseeinsel Pellworm.
Foto: IKZ

Pellworm/Iserlohn..  Eine ganz besondere Reise absolvierten die Iserlohner Radballer Daniel Endrowait und Heiko Cordes am vergangenen Wochenende. Die Bundesliga-Spieler machten sich auf in den hohen Norden, um auf der Nordseeinsel Pellworm am „Preis der Nordfriesen“ teilzunehmen. Es war das erste nationale Turnier, das auf einer Insel ausgetragen wurde und zugleich das nördlichste, das je in Deutschland veranstaltet wurde.

Mit der Fähre ging es auf die (autofreie) Nachbarinsel von Sylt (1200 Bewohner, 2000 Gästebetten) zu dieser Premiere für die Waldstädter, die bereits auf Fußballfeldern und sogar auf einer Alm in der Schweiz gespielt haben. Radballer aus ganz Deutschland folgten der Einladung von Hans-Walther Herrmanns. Der Rheinländer übernahm vor fünf Jahren eine Gaststätte auf Pellworm. Er ist Vollblut-Radballer, sein Sohn Marius hat diese Leidenschaft geerbt. Der 24-Jährige spielt für den RSC Schiefbahn in der 1. Bundesliga und gehört zu den Trainingspartnern von Cordes/Endrowait. Sein Vater wollte „seinen“ Sport nun auf Pellworm präsentieren, und so war die Idee des Turniers geboren. Und Hans-Walther, den alle nur „Hanni“ rufen, schaffte es, ein starkes Teilnehmerfeld auf die Insel locken. Neben dem RSC Schiefbahn und den Iserlohnern waren mit dem RKV Denkendorf und RSC Waldrems gleich zwei weitere Erstlisten am Start. Beide Teams hatten eine Anreise von über 900 Kilometern, doch dieses Event wollten sie sich nicht entgehen lassen. Aus der 2. Bundesliga komplettierten RV Bremen-Oberneuland, RV Hechtsheim. RC Hannover und RSC Reichenbach das Teilnehmerfeld.

Abends wurde zwar in Hermanns’ Restaurant gefeiert, aber am Tag des Turnieres war der Ehrgeiz bei allen sehr ausgeprägt. Die Pfeiler gewannen ihre Vorrundengruppe souverän mit drei Siegen, doch im Halbfinale ging es ins Viermeterschießen gegen den RSC Schiefbahn, mit dem besseren Ende für die Rheinländer. Am Ende stand Rang drei für die Waldstädter zu Buche, die damit zufrieden waren.

Dass attraktiver Sport geboten wurde, zeigte die hohe Zuschauerzahl. Knapp 300 Besucher kamen in die Schulturnhalle auf Pellworm, die meisten von ihnen hatten Radball zuvor noch nie gesehen und waren angetan von der Leistung der Spieler. Immer wieder gab es Beifall von den Rängen für Tore und gelungene Aktionen. Oft blieb aber nur Staunen über die Akrobatik mit Ball und Rad. Auch für den Bürgermeister und den Tourismus-Chef war das Turnier eine gelungene Aktion, von ihnen wurde sogar die „Pelle-Welle“ initiiert, eine norddeutsche Version der La Ola. Aber neben diesem spaßigen Beitrag war der Bürgermeister auch begeistert von Herrmanns’ Leistung, der das gesamte Turnier in Eigenregie veranstaltete, und er versprach weitere Unterstützung für zukünftige Turniere.

Das Fazit aller Teilnehmer war rundherum positiv, und sollte der Organisator eine Neuauflage ankündigen – die Zusage der Iserlohner hätte er sicher.