Okan Gözütok traf für die Borussia ins Glück

Interessante Spiele und Einlagen gab es bei der Iserlohner Hallenstadtmeisterschaft.
Interessante Spiele und Einlagen gab es bei der Iserlohner Hallenstadtmeisterschaft.
Foto: Michael May IKZ

Iserlohn..  Borussia Dröschede ist zum sechsten Mal Iserlohner Hallenfußball-Stadtmeister. Die Elf von der Emst triumphierte nach einem wahren Kraftakt in zwei Finals über Titelverteidiger VfK Iserlohn und feierte den Sieg ausgelassen. Platz drei ging an den FC Iserlohn, Vierter wurde der ASSV Letmathe.

Freuen durfte sich auch Ausrichter VTS Iserlohn, der für die 33. Auflage des Waldstädter Budenzaubers verantwortlich zeichnete und diese Aufgabe zufriedenstellend löste. Zwei Tage lang war die neue Hemberghalle bis auf den letzten Platz besetzt, da klingelte die Kasse - auch an den Verpflegungsständen. Dass an beiden Tagen der Zeitplan nicht eingehalten wurde, war zum einen mehreren schweren Verletzungen geschuldet, zum anderen diversen Entscheidungen nach Neunmeterschießen am Finaltag.

Trotz diverser hitziger Duelle bei dieser prestigeträchtigen Veranstaltung kehrte bei der vom Stadtsportverbandsvorsitzenden Thorsten Schick vorgenommenen Siegerehrung wieder Ruhe ein. Moderiert von Geschäftsführer Ralf Horstmann wurde zunächst Letmathes Dennis Laske als bester Keeper ausgezeichnet, anschließend erhielt Dröschedes Arif Et für seine konkurrenzlosen 16 Treffer die Torschützenkanone. Schließlich gingen die Umschläge mit Barem an die vier Siegerteams raus.

Endrunde, 2. Siegerrunde, 1. Halbfinale: Borussia Dröschede - VfK Iserlohn 1:2. Der Landesligist erlebte eine weitere Episode seines VfK-Traumas. Ein von Schmahl gehaltener Glaser-Neunmeter war der erste Höhepunkt. Danach passierte lange wenig, bevor Hasani zum 0:1 traf (11.). Dann musste Dzafic vom Feld und Özdemir erhöhte (13.). Als auch Rathamone eine Strafzeit erhielt, verkürzte Et. 38 Sekunden blieben der Borussia noch, doch zum Ausgleich reichte es nicht, zudem sah Petkovic mit der Schlusssirene noch die rote Karte.

3. Verliererrunde, 2. Halbfinale: ASSV Letmathe - FC Iserlohn 1:4. Alaiz und Beilfuß sorgten früh für klare Verhältnisse. Weitere Treffer „verweigerten“ die FCI-Stürmer aber in der Folge, und so wurde es noch kurzzeitig eng, als R. Wilke verkürzte (13.). Gräßer und Deppe machten aber alles klar.

4. Verliererrunde: Borussia Dröschede - FC Iserlohn 3:2. Beide Teams hatten jeweils einmal verloren, entsprechend vorsichtig starteten sie in die Partie. Gräßers Führung glich Dzafic beinahe im Gegenzug aus. Fahrt nahm die Partie erst im letzten Drittel auf, als Gözütok für die Borussia traf (11.). Auch hier währte die Freude nicht lange, denn erneut Gräßer war erfolgreich. 40 Sekunden vor Schluss brachte Elmoueden seine Dröscheder in Führung. Dann wurde es hektisch. In der fairen Partie langte Deppe ordentlich hin und sah rot. Der nummerische Vorteil hielt nicht lange, denn Gözütok bekam kurz darauf zwei Minuten. Am Resultat änderte das nichts mehr, es blieb beim Sieg des Landesligisten.

1. Finale: VfK Iserlohn - Borussia Dröschede 2:6. Der Titelverteidiger hatte alle Trümpfe in der Hand, benötigte nur noch einen Sieg, um den zweiten Triumph bei der Meisterschaft feiern zu können. Und es begann optimal für das Team vom Seilersee. Serter markierte die Führung (3.), doch die Borussen blieben ruhig und glichen durch Dzafic aus (5.). Et, Gözütok und Cakmak nutzten die Gunst der Stunde gegen ein kurzzeitig konsterniertes Müsse-Team zum 1:4 (12.). Das war die Vorentscheidung, auch wenn Özdemir noch einmal verkürzte und der VfK einen Moment an eine Wende zu glauben schien. Die Dröscheder blieben jedoch hoch konzentriert und brachten den Erfolg durch weitere Treffer von Acikel und Elmoueden nach Hause.

2. Finale: Borussia Dröschede - VfK Iserlohn 3:2. Diese Partie musste die Entscheidung bringen. Was folgte, war ein äußerst spannendes Finale, das dem des letzten Jahres recht ähnlich war. Beide Protagonisten schenkten sich nichts. Et und Gözütok (2./5.) brachten die Borussia wie im Vorjahr 2:0 in Führung. Rathamones Schuss an den Innenpfosten war ein deutlicher Hinweis, dass der VfK noch nicht geschlagen war. Und der setzte dann auch nach. Zunächst traf Hasani (7.), vier Minuten später war Glaser Et entwischt und glich unter dem Jubel der VfK-Anhänger aus. Jetzt stand die Partie auf des Messers Schneide. Auf beiden Seiten wurde mit Haken und Ösen gespielt. Die entscheidende Lücke entdeckte aber einer, der erst am zweiten Tag so richtig in Fahrt gekommen war: Okan Gözütok avancierte zum umjubelten Helden der Borussia, als er 40 Sekunden vor Ende der Partie den 3:2-Siegtreffer markierte. Die restliche Zeit spielte Dröschede herunter, bevor kollektiver Jubel beim Landesligisten ausbrach.