Nur Üstün behielt die Nerven

Kampf um jeden Ball: Der VTS Iserlohn (schwarz) und der VfK schenkten sich nichts.
Kampf um jeden Ball: Der VTS Iserlohn (schwarz) und der VfK schenkten sich nichts.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Ganz langsam in Fahrt kam das Derby zwischen den Iserlohner Klubs VTS und VfK. Dann aber entwickelte sich ein unterhaltsamer, offener Schlagabtausch, den die Gäste vom Seilersee nicht unverdient für sich entschieden.


Fußball-Bezirksliga: VTS Iserlohn - VfK Iserlohn 0:1 (0:0). Damit ist es besiegelt: Der VTS muss in die Kreisliga A absteigen und kann maximal nur noch Vorletzter werden. Gleichzeitig sieht es derzeit nicht danach aus, als würde der VfK ihn begleiten. Gerettet ist die Elf von Ingo Müsse jedoch auch noch nicht. Spielt das Team aber ähnlich leidenschaftlich wie in diesem Derby, dann werden die nötigen Punkte noch eingefahren. Vorausgesetzt, die Spieler gehen effizienter mit ihren Torchancen um.

In Erinnerung geblieben ist zum Beispiel ein Kopfball Valon Hasani, der lange in der Luft war und schließlich auf die Latte tickte (73.). Kurz vor Schluss spielte Adem Sebetci im Strafraum quer zum eingewechselten Ajdin Alisic, der den Ball aus wenigen Metern völlig unbedrängt über das Tor jagte. Schlecht, oder gar wie ein abgeschlagener Tabellenletzter spielte aber auch der VTS nicht. Bünjamin Bormann und Mehmet Sentürk wirbelten immer wieder durch die Spielhälfte des VfK und waren oft nur durchs Fouls zu stoppen. Neben ihrem begnadigten Torwart Patrick De Buhr gab es dafür nach Spielende ein Sonderlob ihres Trainers Mehmet Cabuk. Das Problem der Gastgeber: Sie spielten die vielversprechenden Angriffe zu selten zu Ende. Sentürk war es auch, der die größte VTS-Chance vergab, weil VfK-Schlussmann Mike Lenzen glänzend parierte.

Dass sich das Spiel zu einem sehenswerten Derby entwickeln würde, war zunächst kaum vorstellbar. Es begann zäh, Strafraumszenen gab es nicht, dafür zu viele Fehlpässe und vermeidbare Ballverluste. Atakhan Serters Distanzschuss, der knapp am rechten VTS-Pfosten vorbei rauschte, war praktisch die Initialzündung bei beiden Mannschaften. 28 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt gespielt. Zum Helden des Spiels wurde aber Serters Mitspieler Cevat Üstün, der erst De Buhr aussteigen ließ, sich an der Grundlinie neu orientierte, dann zum Fünfmeterraum zurücklief und abzog – unhaltbar schlug sein Ball oben links im Tor ein. Es war das Tor des Tages, dass den VTS endgültig zurück in die Kreisliga beförderte.