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„Nur Bescheidenheit passt zu uns“

29.05.2012 | 17:03 Uhr
„Nur Bescheidenheit passt zu uns“
Alen Terzic ist ein stiller Genießer.

Iserlohn. Nach nur einjähriger Ab­stinenz ist Borussia Dröschede in die Fußball-Westfalenliga zurückgekehrt. Über die Stimmung, die Feierlichkeiten sowie die Perspektiven auf der Emst sprachen wir mit Trainer Alen Terzic.

Frage: Wie intensiv wurde am Montag nach dem Sieg in Hohenlimburg der Aufstieg gefeiert?

Terzic: Das war überschaubar. Wir wussten, dass es passieren konnte, aber in erster Linie herrschte bei uns große Erleichterung.

Welche Feierlichkeiten sind nun geplant?

Für die Planung bin ich nicht zuständig, aber der Verein hat signalisiert, dass es am Sonntag nach dem Spiel gegen Finnentrop eine Aufstiegsfeier geben wird.

Welches Ziel verfolgen Sie für die letzten drei Spiele?

Jetzt möchten wir natürlich auch gerne Erster werden. Wir werden bis zum Schluss Vollgas geben, denn es geht für viele Teams noch um etwas.

Sie sind sowohl als Spieler als auch als Trainer mit der Borussia aufgestiegen. Was war schöner?

Beim Aufstieg als Spieler war die Art und Weise überragend. Die Mannschaft war über Jahre gewachsen. Als Trainer hat man mehr Distanz, will vierundzwanzig Spieler besser machen. Aber natürlich ist es eine tolle Sache, so etwas mit einem Verein geschafft zu haben.

Borussia Dröschede ist jetzt erstmals die Nummer eins im heimischen Fußball. Was ist das für ein Gefühl?

Alles andere als Bescheidenheit passt nicht zu uns. Wir haben begrenzte Möglichkeiten und haben damit ein unglaubliches Resultat geschaffen, denn andere haben deutlich größere Anstrengungen unternommen. Wir wollen uns als Ausbildungsverein im heimischen Raum etablieren. Das ist unser Konzept. Aktuell stammen dreizehn Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Mit den Möglichkeiten in Hohenlimburg oder beim Fusionsklub können wir definitiv nicht mithalten.

Wann haben Sie erstmals an den Aufstieg geglaubt?

Nach der Hinrunde war mir klar, dass da etwas drin ist. Der gute Start hat uns beflügelt. Zwischenzeitlich hatten wir dann Probleme, den Kurs zu halten, aber wir haben das ambitionierte Ziel erreicht.

Im Verein schien die Begeisterung zeitweise größer als bei Ihnen. Täuscht der Eindruck?

Es ist bei einer jungen Mannschaft wichtig, auf dem Boden zu bleiben. Nach dem guten Saisonstart war ja noch nichts geschafft.

Was für ein Abenteuer wartet nun auf Sie und das Team?

Für einen Verein wie Dröschede ist die Westfalenliga sicher ein Abenteuer. Aber wir haben kein Team mit alternden Stars, sondern eine junge, entwicklungsfähige Mannschaft, mit der es möglich ist, drei Vereine hinter uns zu lassen.

Sind noch weitere Verstärkungen geplant?

Wir werden jetzt nicht auf Einkaufstour gehen. Wenn, geht es um gezielte Verstärkungen, um Spieler, die uns sofort nach vorne bringen. In der Breite sind wir jetzt schon sehr gut aufgestellt.

Wirken die Erfahrungen des Abstiegs vor einem Jahr noch nach?

Wer das mitgemacht hat, hat das im Kopf. Auch die Erinnerung an viele gute Teams, die noch dabei sind, ist geblieben. Hinzu kommen starke und finanzkräftige Aufsteiger. Ich freue mich sehr auf die Aufgabe.

Fehlt Ihnen auf der Emst nicht eine Unterstützung durch die Fans wie jetzt n Hohenlimburg?

Ich war froh über den Rückhalt in Hohenlimburg. Die Stimmung war überragend. Das Publikum war unser zwölfter Mann. Das können wir auch auf der Emst gerne so beibehalten.

Markus Wassmuth



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