NOMA Iserlohn im Endspurt unwiderstehlich
11.12.2009 | 23:08 Uhr 2009-12-11T23:08:00+0100
Iserlohn. Am Ende war es so, wie schon lange nicht mehr. Die Fans feierten ihre NOMA-Basketballer mit stehenden Ovationen. Und das hatten sich die Gastgeber mit einem packenden Endspurt in diesem Derby gegen Dortmund auch verdient.
Basketball-Regionalliga: NOMA Iserlohn - SVD Dortmund 88:78 (20:23/35:45/55:62). Drei Viertel lang schienen die favorisierten Gäste alles im Griff zu haben. Iserlohn agierte nach dem gelungenen Start 11:4, 5.) lange Zeit mit angezogener Handbremse. Nach einer ersten Auszeit der Gäste wendete sich das Blatt sehr schnell. Der SVD kontrollierte die Bretter, holte die Rebounds und setzte den Kangaroos vor allem mit sechs Dreiern zu.
So konnte es nicht verwundern, dass der ewige Rivale bald auf 34:24 davonzog (15.) und diesen Vorsprung auch beinahe mühelos verteidigte. Vor allem Routinier Fürst bekamen die Hausherren überhaupt nicht in den Griff. Seine 18 Punkte vor der Pause hatte auf Iserlohner Seite niemand auf dem Plan.
Da geriet das Debüt von Jerrell Houston, der im zweiten Viertel durchspielte, in den Hintergrund. Erst morgens eingetroffen und 30 Stunden auf den Beinen - was sollte dabei schon herauskommen?
Trotz des Zehn-Punkte-Rückstandes zur Pause schwang sich der ungemein dynamisch agierende Center aus Tennessee nach dem Wechsel aber zu immer stärkeren Aktionen auf und punktete sicher. Nicht auszudenken, was Houston bringt, wenn er ausgeschlafen ist.
Gegen Ende des dritten Abschnitts sendete das NOMA-Team erste Lebenszeichen - und das zum Teil mit interessanten Formationen auf dem Feld. Ein Dreier von Max Isenberg (49:55, 28.) erweckte die Gastgeber zum Leben. Fortan ging es bergauf.
Nachdem Houston und der offensiv starke Frank Benson ihre Farben herangebracht hatten, war es der im Schlussviertel enorm aufdrehende Dennis Shirvan, der per Dreier seit langer Zeit wieder zur NOMA-Führung traf (67:66, 33.). Dortmund konterte jedoch. Mit der nun (auch wegen der hohen Foulbelastung) angeordneten SVD-Zonendeckung konnte Iserlohn zunächst nichts anfangen (67:74, 35.). Doch die Hausherren kämpften, wollten dieses Spiel nicht verlieren. Isenberg glich zum 76:76 aus (39.), zeigte aber Nerven bei Freiwürfen. Offensiv war für den foultechnisch ausgedünnten SVD jetzt aber kein Durchkommen mehr. Und Shirvan blieb ganz cool, verwandelte alle acht Freiwürfe in dieser Phase. Als Benson dann noch aus sieben Metern traf, war der Sieg perfekt.
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