Nick Petersen veredelte erneute Roosters-Gala

Die Roosters zeigten erneut gegen die DEG eine Gala und triumphierten mit 8:1.
Die Roosters zeigten erneut gegen die DEG eine Gala und triumphierten mit 8:1.
Foto: Michael May IKZ

Iserlohn..  Diese Roosters sind ein Phänomen! Und das bekam schon zum zweiten Mal in dieser Saison der Erzrivale aus Düsseldorf schmerzhaft zu spüren, der am Seilersee ein Déjà-vu erlebte. Denn dem 8:0-Rekordsieg am 28. September ließen die Sauerländer eine weitere Gala gegen die DEG folgen. Wieder schenkten sie den Rheinländern acht Treffer ein. Damit war angesichts der Personalprobleme nun wirklich nicht zu rechnen.


Iserlohn Roosters – Düsseldorfer EG 8:1 (2:0, 4:0, 2:1). Aus einer homogenen Mannschaft ragte eine Reihe heraus. Torjäger Nicholas Petersen erzielte drei Treffer und kam ebenso wie Dylan Wruck auf sechs Scorerpunkte, Mike York führte glänzend Regie. Somit gingen am Ende 14 der 23 Punkte auf diese Formation.

Gleich das erste Ausrufezeichen setzte Petersen nach einem von Beginn an temporeichen Spiel. Unwiderstehlich zog der Goalgetter mit einem satten, platzierten Handgelenksschuss ins obere rechte Ecke ab zur frühen Führung (13.). Nur 61 Sekunden später schlug er erneut zu. Diesmal zirkelte die „8“ nach tollem York-Zuspiel die Scheibe aus der Kurzdistanz in die linke obere Ecke (12.). Fortan ging es mit zum Teil überfallartigen Angriffen nur noch in eine Richtung: Richard Jares, Alex Foster und Brooks Macek hatten das dritte Tor auf dem Schläger. Das hoben sich die Waldstädter für ein furioses zweites Drittel auf.

Gerade einmal 83 Sekunden waren da gespielt, als Wruck vollendete. Der Großteil dieses Treffers ging allerdings erneut auf das Konto von Petersen. Mit seiner Power und seinem Tordrang umkurvte er gleich mehrere DEG-Akteure wie Slalomstangen und schuf gleichzeitig Wruck den Freiraum zum 3:0. Wenig später visierte Chris Connolly das Gestänge an (23.). Düsseldorf ging im Iserlohner Angriffswirbel unter und musste wenig später den vierten Treffer einstecken. Macek hatte Tyler Beskorowany die Sicht genommen, so fand Brent Raedekes Schlenzer den Weg ins Tor (24.). Damit hatte der IEC den derzeit besten Keeper der Liga mürbe geschossen, dieser hatte die Nase voll und machte Lukas Lang Platz, der schon im ersten Duell vorzeitig entnervt vom Eis gegangen war. Aber auch Lang flogen sofort die Pucks um die Ohren. Nicht einmal drei Minuten nach seiner Einwechslung musste er zum ersten Mal nach einem herrlichen Treffer von Connolly hinter sich greifen (27.).

DEG-Trainer Christoph Kreutzer nahm eine Auszeit, die brachte aber nicht viel. Denn es folgte eine weitere Glanztat Petersens, der die DEG-Akteure erneut zu staunenden Statisten degradierte und seinen Galasololauf spektakulär mit dem 6:0 krönte. Bereits nach 27 Minuten und 27 Sekunden hatten die Roosters das halbe Dutzend vollgemacht, im ersten Duell hatten sie dafür 36:56 Minuten benötigt. Während die enttäuschten DEG-Fans skandierten, „wir woll’n euch kämpfen seh’n!“ feuerte der IEC-Anhang die Roosters zu weiteren Großtaten an, sie wollten noch wenigstens zwei Tore, träumten aber auch vom zweistelligen Triumph.

Auf dem Weg dorthin bot sich Jonas Liwing unmittelbar nach Beginn des letzten Drittels in Unterzahl die Riesenchance, doch er konnte Lang auch im zweiten Versuch nicht überwinden. Ebenso wenig York nach einer weiteren Glanzleistung von Petersen, der danach unter den Augen von Ex-Fußball-Nationalspieler Christoph Metzelder von den Fans gefeiert wurde.

Bei zahlreichen Überzahlsituationen im Schlussdrittel hätte das Torfestival fortgesetzt werden können. Doch das gelang nur bedingt. Der IEC tat sich mit zwei Spielern mehr schwer, dennoch erhöhte Liwing im Powerplay auf 7:0 (48.). Danach wurde jedoch ein 63 Sekunden dauernde 5:3-Überzahl nicht genutzt, aber noch blieb reichlich Zeit, die eigene Rekordmarke einzustellen. Zumal Iserlohn erneut zwei Spieler mehr auf dem Eis hatte. Doch der Schuss ging sogar nach hinten los. Denn als Bernhard Ebner von der Strafbank kommend die Scheibe bekam, vermasselte er mit seinem Unterzahlkonter Keeper Mathias Lange den Shutout. Den Schlusspunkt setzten jedoch die Sauerländer. Dylan Wruck krönte seine starke Leistung mit dem 8:1 und erzielte seinen 16. Treffer. Nur Petersen ist damit mit 19 Toren erfolgreicher.