Nationalteam will ins Viertelfinale

Zuversichtlich startet die ERGI-Delegation mit der Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft.
Zuversichtlich startet die ERGI-Delegation mit der Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft.
Foto: IKZ

Iserlohn..  „Wir wollen nach zwanzig Jahren wieder unter die besten acht Nationen kommen“, drückt Bundestrainer Marc Berenbeck großes Selbstbewusstsein aus, wenn die deutsche Rollhockey-Nationalmannschaft bei der 42. Weltmeisterschaft in Laroche-sur-Yon in Frankreich an den Start geht.

In zwei Kleinbussen haben sich die Bundesadler auf die knapp 1 000 Kilometer weite Strecke an die Atlantikküste aufgemacht, wo das kleine Städtchen Laroche-sur-Yon eine Woche lang die besten Rollhockeyspieler der Welt beherbergt. Traditionell haben sich die Deutschen in einem eigenen Ferienappartement eingemietet. „So können wir uns in aller Ruhe auf unsere Aufgaben vorbereiten“, schätzt Berenbeck die Abgeschiedenheit in den eigenen vier Wänden, zumal er Großes vorhat: Zurück in die Weltelite.

Auf dem Weg dahin erwartet die Equipe gleich zum Auftakt eine harte Nuss, denn am Sonntag startet die Berenbeck-Mannschaft gegen den WM-Dritten Portugal, der immer zum Favoritenkreis gehört und auch Gruppenfavorit ist. „So sind die Jungs auch gleich voll auf Touren, wissen gleich, wo es lang geht“, so der Bundestrainer.

Am Montag trifft Deutschland auf Brasilien, den Sechsten der letzten WM in Angola, bei dem es derzeit recht turbulent und wenig harmonisch zugehen soll. Im Kampf um Platz zwei und damit das Erreichen des Viertelfinales ist dies das wohl entscheidende Spiel. Letzte Hürde in der Vorrunde ist Österreich als krasser Außenseiter. Laufen die Gruppenspiele nach den Vorstellungen des Bundestrainers, so sollte der Sprung ins Viertelfinale (ab 25. Juni) gelingen. An Routine sollte es jedenfalls nicht fehlen, denn bis auf Debütant Nils Hilbertz (Neuzugang beim Deutschen Meister ERG Iserlohn) haben alle Spieler schon reichlich Erfahrungen bei WM- und EM-Turnieren gesammelt. Hilbertz gehörte aber auch schon zur U20-EM-Bronze-Auswahl von St. Omer.

Der Großteil der Mannschaft wird von den beiden DM-Finalisten ERG Iserlohn und Germania Herringen gebildet. Die ERGI ist mit Keeper Patrick Glowka sowie Kai Milewski, Nils Hilbertz und Sergio Pereira vertreten, ERGI-Chef Ralf Henke ist Teammanager, Stefanie Sadowski Physiotherapeutin. „Mit dieser Truppe habe wir in Montreux schon sehr gut gespielt“, ist sich Berenbeck sicher, aus den 18 Kaderspielern die richtige Auswahl getroffen zu haben.