Nach Führung zu schnell Ausgleich kassiert

Eine vermeidbare Niederlage kassierte der FC Iserlohn beim 1. FC Kaan-Marienborn.
Eine vermeidbare Niederlage kassierte der FC Iserlohn beim 1. FC Kaan-Marienborn.
Foto: IKZ

Kaan..  Bei den „Remis-Königen“ der Liga mussten die Iserlohner eine bittere Niederlage einstecken. Ausgerechnet Torjäger Lukas Lenz, ansonsten nervenstark im Abschluss, vergab in der Schlussphase den möglichen Ausgleich.


Fußball-Westfalenliga: 1. FC Kaan-Marienborn - FC Iserlohn 2:1 (0:0). Die Iserlohner starteten stark. Mit aggressivem Mittelfeldpressing eroberten sie viele Bälle, zogen in den ersten 15 Minuten bisweilen ein perfektes Umschaltspiel auf und kamen zu zwei Riesenmöglichkeiten durch Denis Rödel und Lenz. „Da hätten wir in Führung gehen müssen“, versicherte Christian Hampel. So aber bauten die Gäste den Gegner auf. „Wir haben danach zu viele Zweikämpfe und zweite Bälle verloren“, beschrieb der FCI-Trainer den weiteren Spielverlauf, wobei die Gäste Glück bei einem Lattentreffer hatten.

Nach dem Wechsel lief es wieder besser für den FCI, der prompt in Führung ging. Der eingewechselte Pascal Beilfuß führte einen Freistoß schnell aus und schlenzte aus gut 18 Metern den Ball in die Maschen (48.). Ayoub Alaiz, Rödel und Lenz vergaben anschließend bei einem Konter 3-1 das mögliche 2:0, weil Alaiz bei seinem Abspiel die schlechteste Option wählte. Stattdessen fiel im Gegenzug der Ausgleich. Nach einer Ecke köpfte Reed den Ball in den Winkel (57.). „Der war nicht zu halten“, gestand Hampel, ärgerte sich aber umso mehr über den zweiten Gegentreffer: „Da haben wir schlecht verteidigt.“ Sebastian Kowalski und Dominik Deppe konnten eine Rechtsflanke nicht abblocken, im Zen­trum hatten Weusthof und Lötters die Übersicht verloren. Unbedrängt konnte Kügler im Rückwärtslaufen vom Elfmeterpunkt das Leder mit der Stirn ins lange Ecke wuchten.

Hampel brachte nach langer Verletzungspause und lediglich einer Trainingseinheit erstmals wieder Vincenzo Burgio, da er nach dem Ausfall von Nweke (Rippenprellung) keine weitere Alternative besaß. Sechs Minuten vor dem Ende hätten die Iserlohner ihre Offensivbemühungen mit dem Ausgleich krönen können, doch aus zwei Metern schoss Lenz freistehend den Ball Schlussmann Stock in die Arme. „Das war eine Kunst, den nicht zu machen“, meinte Hampel. Außerdem hätte seiner Meinung nach der Unparteiische in der Schlussphase auf den Punkt zeigen müssen, als Lenz im Strafraum Opfer einer Beißattacke wurde.