Nach Aufholjagd verpassten Roosters den Sieg
03.02.2012 | 23:27 Uhr 2012-02-03T23:27:00+0100
Iserlohn.Am Ende blieb nur ein Punkt. Aber es war mehr drin für die Roosters. Denn sie führten bereits nach zwölf Minuten mit 2:0 gegen die Adler Mannheim. Und nachdem sie dann sogar einen 2:4-Rückstand egalisiert hatten, war sowohl in der regulären Spielzeit als auch in der Overtime der Sieg möglich.
Iserlohn Roosters – Adler Mannheim 4:5 n. V. (2:1, 0:2, 2:1). Der Fokus richtete sich zwangsläufig auf den neuen Torhüter. Tero Leinonen machte einen ordentlichen Job. Anfangs bekam der Finne nur sehr wenig zu tun. Denn die Sauerländer hielten den Gegner weitgehend fern vom eigenen Tor, weil sie schon früh störten und diszipliniert in der Abwehr standen, allerdings mit einigen ungewohnten Fehlern von Sean Blanchard. Einen ersten Leistungsnachweis lieferte der Vertreter von Sébastien Caron nach dreieinhalb Minuten gegen Nikolai Goc. Ansonsten aber besaßen die Blau-Weißen die Hoheit und starteten eine Reihe verheißungsvoller Angriffsversuche, immer wieder angetrieben vom Michael Wolf, der gleich beim ersten Überzahlspiel traf (5.). Und weiter ging’s überwiegend Richtung Adler-Gehäuse. Nach einem weiteren energischen Vorstoß von Wolf brachte Mike York, eigentlich eher mit einem Schussversuch, die Scheibe zum 2:0 im Kasten unter (13.). Es lief richtig gut für die Hausherren – allerdings mit einem großen, entscheidenden Manko: Die Ausbeute, auch im Powerplay war zu gering. Und es sollte sich das bewahrheiten, was Trainer Doug Mason prophezeit hatte. Mannheim benötigte nicht viele Chancen zum Torerfolg. Das war beim Anschlusstor durch Frank Maurer der Fall, das nach einem Scheibenverlust von Stefan Langwieder blitzschnell herausgespielt wurde, Leinonen war machtlos (17.).
Im Mittelabschnitt kippte das Spiel. Zunächst überstanden die Hausherren zwar eine fast vierminütige Unterzahl, für die Schiedsrichter Roland Aumüller mit einigen seltsamen Entscheidungen gesorgt hatte. Aber dann musste der IEC doch den Ausgleich schlucken. Beim Versuch, sich im gegnerischen Drittel festzusetzen und zu wechseln, übersahen die Roosters den mutterseelenallein an der blauen Linie stehenden Michael Glumac (31.). Mannheim setzte nach. Den Rückstand verhinderte zunächst der IEC-Neuzugang mit einem Klassereflex, als er sich am Boden liegend ganz lang bei Glumac’ Schuss machte (34.). Einen weiteren Fehler nutzten die Badener zur Führung. Lasse Kopitz stand zwar neben Marc El-Sayed, doch sein Abwehrversuch war zu lasch (38.).
Im letzten Drittel, das der IEC nur noch mit drei Reihen bestritt (Steven Rupprich spielte für Thomas Holzmann, Toni Ritter, Kopitz und bis kurz vor Schluss auch Jeff Cowan saßen), wartete noch reichlich Arbeit. Und es kam noch schlimmer. Kurz nach Wiederbeginn war Adam Mitchell zur Stelle und drückte die Scheibe über die Linie. Die Entscheidung? Noch nicht.
Turbulente Overtime
Denn nur 19 Sekunden später bereitete Christian Hommel mit energischem Angriff das 3:4 durch Colton Fretter vor. Und nur vier Minuten danach war das Match wieder völlig offen, als der überzeugende Rupprich traf (48.). Fretter hatte dann die Riesenchance, als Hommel eine Überzahl herausgeboxt hatte. Doch der schon am Boden liegende Brathwaite rettete (52.). Und der Schlussmann stand danach auch bei einer 42 Sekunden dauernden 3:5-Unterzahl unter Dauerbeschuss.
Turbulent verlief dann die Overtime mit Riesenmöglichkeiten von Wörle, der an Brathwaite scheiterte, und Wolf, der die Latte traf. Als Blanchard dann, nicht zu Unrecht, in die Kühlbox musste, machte Christopher Lee 23 Sekunden vor Ende alles klar.
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