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München kein gutes Pflaster

05.09.2010 | 21:34 Uhr
München kein gutes Pflaster
Nach dem überzeugenden Sieg gegen die DEG mussten sich die Roosters in München geschlagen geben.

München.Es bleibt dabei: Gegen Münchner Vereine können die Roosters nicht gewinnen. Nach vier Niederlagen gegebn die längst verblichenen Baron standen sie auch nach dem ersten Duell mit Neuling EHC mit leeren Händen da.



EHC München - Iserlohn Roosters 5:3 (2:1; 1:1; 2:1). Ulrich Liebsch hatte bereits im Vorfeld gewarnt: „München wird ganz schwierig“. Der Roosters-Chef-Coach sollte damit recht behalten. Ohne Kopitz (Magen-Darm-Erkrankung), waren die Sauerländer in die bayerische Metropole gereist. Michael Wolf plagten dazu Leistenprobleme aus dem Freitag-Spiel.

In den ersten fünf Minuten besaßen die Gäste leichte Feldvorteile, ohne jedoch ernsthaft für Gefahr vor dem Münchener Tor zu sorgen. Der Spielaufbau dauerte einfach zu lange. Der EHC kam danach besser in die Partie und jubelte erstmal in der sechsten Minute, als der Puck im Roosters-Gehäuse landete. Allerdings hatte Adams die Scheibe regelwidrig im Gewühl mit der Hand über die Linie bugsiert. Nach einem intensiven Videostudium erkannte Schiedsrichter Jablukov das Tor zu Recht nicht an.

Die Szene beflügelte den Liganeuling. Exakt drei Minuten später erzielte Adams dann regelkonform die Münchener Führung. IEC-Torwart aus den Birken ließ einen Gyori-Schuss genau auf den Körper des Ex-Iserlohners abprallen – 1:0. Das Cortina-Team blieb weiter am Drücker, Kompon (11.) scheiterte an aus den Birken, Petermann (14.) verzog. Umso überraschender daher der Iserlohner Ausgleich. Nach schönem Pass von Wolf zirkelte Hock (15.) den Puck an EHC-Torwart Elwing vorbei ins Netz. Sparre scheiterte wenig später an Elwing. Im Gegenzug hatten die Gastgeber mehr Glück, als Schymainski Ardelan „tunnelte“ und das schwarze Hartgummi genau im linken Winkel zum 2:1 (16.) einschlug. Die Münchener Führung zur ersten Pause ging vollauf in Ordnung.

Nachdem Wechsel zog der IEC das Tempo an. Paddock (27.) verpasste bei freier Schussbahn zunächst den Ausgleich, Veideman machte es drei Minuten später besser. Nach einem Bullygewinn zog der Verteidiger von der blauen Linie ab, Sturm gab der Scheibe noch den entscheidenden Kick ins eigene Gehäuse – 2:2. Statt der Wende folgte allerdings die kalte Dusche. Als Rupprich und Ryan in der „Kühlbox“ saßen, nutzte Webb (33.) die doppelte Überzahl zur erneuten Führung des EHC. Aus kurzer Distanz zirkelte der Stürmer den Puck am kurzen Eck an aus den Birken vorbei. Iserlohn konnte dagegen sein Powerplay nicht nutzen. Ryans Schlagschuss war sichere Beute von Elwing .

Im Schlussabschnitt passierte lange wenig. Von beiden Teams ging kaum Torgefahr aus. Bis zur 51.Minute. Paddock und Kavangh zogen geschickt die Aufmerksamkeit auf sich, Shane Joseph hatte somit freie Schussbahn und klinkte ein – 3:3. Die Freude währte nur vier Minuten, denn Webb erzielte mit seinem zweiten Treffer die vierte Führung des EHC. Maurer hatte drei Minuten vor Schluss gar die Entscheidung auf dem Schläger, die aus den Birken zunächst verhinderte.

Eine Minute vor Schluss war dieser allerdings machtlos, als Schneider in aller Ruhe zum 5:3 einschieben konnte. München ist weiterhin kein gutes Pflaster für die Roosters.

DerWesten

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