Mit Zuversicht ins „Spiel der Spiele“

Das Endspiel im Visier: Kristof Schwarz will mit den NOMA-Basketballern am Samstag den nächsten Schritt in diese Richtung machen.
Das Endspiel im Visier: Kristof Schwarz will mit den NOMA-Basketballern am Samstag den nächsten Schritt in diese Richtung machen.
Foto: Michael May IKZ

Iserlohn..  Drittes Kapitel im Iserlohner Play-off-Märchen: Zum ersten Pro-B-Halbfinalspiel erwarten die NOMA-Basketballer am heutigen Samstag den SC Rist Wedel in der Hemberghalle. Der Zweite der Nordstaffel dürfte fraglos der bislang dickste Brocken für die Kangaroos im Kampf um das Meisterbanner werden.

„Wedel hat einen US-Trainer und spielt dementsprechend sehr strukturiert und diszipliniert“, hat Matthias Grothe, Trainer der Gastgeber, beobachtet. Für die Offensivpower bei den Gästen sorgt das allerdings meist über 30 Minuten beanspruchte Dreigestirn Watkins, Spearman, Roquette, für deren Abschlüsse der Rest der Mannschaft arbeiten muss.

„Es wird darauf ankommen, alle in ihrem Wirkungskreis einzuschränken. Ausschalten kann man diese Topleute nicht“, macht der Iserlohner Coach deutlich. Bei Ballgewinnen wird es dann darum gehen, ins Laufen zu kommen, so wie das auch über weite Teile zuletzt in Dresden gelungen ist.

Die Gäste aus dem hohen Norden, Kooperationspartner des Pro-A-Klubs Hamburg Towers, setzen zwar auf eine größere Rotation als die Sachsen, dennoch soll der große Iserlohner Kader wieder die Trumpfkarte in diesem wohl bislang bedeutendsten Spiel der Vereinsgeschichte sein, zu dem die Kangaroos erstmals seit Ende Februar wieder in Bestbesetzung (also auch mit Niklas Geske) antreten können.

„Ich bin verhalten optimistisch“, gewährt Matthias Grothe vor der Partie einen Einblick und akzeptiert sogar eine leichte Favoritenrolle für dieses Spiel. Alle Akteure sind fit und wirken sehr fokussiert auf diese Knüllerpartie. Den Beschluss, dass die Mannschaft nur dann in die Pro A aufsteigen wird, wenn sie das Endspiel erreicht, teilen die Akteure. „Wir sind doch alle zu sehr Sportler und brauchen auch die Euphorie einer sportlichen Qualifikation. Die Pro A würde ein echtes Abenteuer, bei dem wir alles mitnehmen müssen, was geht. Und dazu gehört aus, dass wir nicht durch das Hintertürchen aufsteigen“, sagt NOMA-Coach Grothe. Wer den Trainer kennt, weiß aber auch, dass er alles dafür tun wird, dass sein Team eine sportlich positive Lösung herbeiführt und die Vereinsführung vor eine echte Herausforderung stellt.

Ein Sieg gleich zum Auftakt gegen Rist Wedel dürfte dabei wohl der entscheidende Baustein sein, denn die bislang noch recht kurze Play-off-Erfahrung der Iserlohner hat gezeigt, dass gerade die erste Partie von entscheidender Bedeutung ist. „Ich würde fast sagen, dass die Chancen nach einem Sieg sechzig zu vierzig stehen“, bestätigt Matthias Grothe.
NOMA Iserlohn - SC Rist Wedel
Sa., 19.30 Uhr, Hemberghalle
NOMA-Kader: R. Dahmen, Schwarz, J. Dahmen, Geske, Grof, Jackman, Keßen, Rostek, Reuter, Kavanaugh, Krume, Opitz.
Der Weg ins Halbfinale - NOMA: 71:62 (A) Dresden, 73:73 (H) Dresden, 70:68 (A) Braunschweig, 76:69 (H) Braunschweig. - Rist: 73:72 (A) Leipzig, 76:63 (H) Leipzig, 90:71 (H) Schwelm, 63:74 (A) Schwelm, 104:66 (H) Schwelm.