Mit viel Selbstvertrauen und Geschlossenheit

In der Handball-Verbandsliga ist der HTV Sundwig/Westig das Maß aller Dinge.
In der Handball-Verbandsliga ist der HTV Sundwig/Westig das Maß aller Dinge.
Foto: IKZ

Iserlohn..  13 Spiele, 25:1 Punkte und eine Tordifferenz von plus 105: Das sind die Eckdaten, mit denen Tabellenführer HTV Sundwig/Westig die erste Serie in der Verbandsliga 1 beschlossen hat. Verfolger VfL Mennighüffen liegt sechs Zähler zurück, muss aber mehr aufholen. Denn nach dem 23:39 in Hemer hat der Zweitplatzierte wohl keine realistische Chance, den direkten Vergleich noch zu gewinnen. Die Zeichen stehen also auf Durchmarsch, alles spricht für einen Oberliga-Aufsteiger HTV.

Der Trainer bleibt seiner Linie jedoch treu und will davon aktuell nichts hören. „Ich rede nicht von einer Liga, der wir nicht angehören. Wir konzentrieren uns weiterhin ausschließlich auf den nächsten Gegner, um den zu schlagen“, sagte Hendrik Ernst. Die Dominanz seiner Mannschaft in der neuen Umgebung hatte er in dieser Form jedoch nicht erwartet, vor allen Dingen nicht nach den ersten Saisonwochen. Denn bei den Siegen in Spradow und gegen Verl tat sich der Aufsteiger schwer. „Das lag ganz entscheidend an einigen Widrigkeiten in der Vorbereitung“, betonte der Coach, verwies aber auch auf die Initialzündung im Heimspiel gegen Verl, das nach 10:15-Rückstand noch gewonnen wurde.

Der folgende Sieg in Rödinghausen brachte die Mannschaft dann endgültig auf Kurs. Die bisher beste Leistung attestierte Ernst seinen Spielern bei besagtem Triumph über Mennighüffen, und den einzigen Punktverlust beim 29:29 in Steinhagen (nach 29:25-Führung) bewertet er in der Rückblende als hilfreich. „Da haben alle begriffen, dass es nicht von allein geht, und anschließend haben wir mit zwanzig Toren gegen Bielefeld/Jöllenbeck gewonnen“.

Erfolgsgaranten des HTV sind nach Überzeugung des Trainers das ausgeprägte Selbstvertrauen der Mannschaft und ihre große Geschlossenheit. „Spielerisch haben wir einen enormen Schritt nach vorn gemacht, und die Kadertiefe zahlt sich auch aus“. So sehr Ernst die volle Konzentration auf jeden Gegner anmahnt, so verständnisvoll reagiert er jedoch auf schwächere Momente wie es sie auch im letzten Heimspiel gegen Gütersloh gab. „Die anderen können auch Handball spielen. Wichtig sind die zwei Punkte, alles andere ist sekundär“.

So will er nun auch die zweite Saisonhälfte angehen, die nach seiner Überzeugung kein Selbstläufer wird. „Mennighüffen ist schlecht gestartet, hat aber die letzten sieben Spiele gewonnen. Wir müssen weiter auf der Hut sein“. Was aber nichts an der Zielsetzung ändert: Der HTV will in die Oberliga, und Ernst sieht den Verein („er wächst und gedeiht in vielen Bereichen“) dafür gut aufgestellt. Nur über die neue Liga reden mag er nicht. „Das tun in Hemer schon genügend Leute. Wir müssen zusehen, dass wir weiter gewinnen“. Am Freitag gegen Spradow soll der 30. Heimsieg in Folge verbucht werden.