Michael Wolfs Tor-Therapie bei Uwe Krupp
11.11.2009 | 13:30 Uhr 2009-11-11T13:30:00+0100
Iserlohn. Kaum ist der Deutschland-Cup 2009 Geschichte, kehrt bei den Iserlohn Roosters der Trainingsalltag wieder ein. Nach vier freien Tagen steht die Mannschaft von Cheftrainer Uli Liebsch seit Montag wieder auf dem Eis.
„Pause” - Genau so könnte das Zauberwort der Iserlohn Roosters für die kommenden DEL-Aufgaben lauten. Die Hoffnung, dass nach dem Deutschland-Cup vieles besser läuft als zuvor, ist am Seilersee jedenfalls greifbar. „Die Pause war wichtig, sowohl für die physische Regeneration als auch für den Kopf”, bringt Liebsch auf den Punkt, dass das Turnier in München aus Roosters-Sicht optimal terminiert war. Nun ist er allerdings gefordert, sein Team im Training so schnell wie möglich wieder auf Touren zu bringen. „Zu Wochenbeginn wurde an der Kondition gearbeitet, aber es geht auch darum, unsere Systeme zu verbessern”, beschreibt der Coach seinen Trainingsplan. Auf dem wird auch noch ein anderer Schwerpunkt groß geschrieben: das Überzahlspiel. „Im Powerplay fehlte der Abschluss, hier waren wir zuletzt nicht produktiv genug”, analysiert Liebsch.
Und das soll sich nach der Pause ändern. Eine Schlüsselrolle ist dabei einem Mann zugedacht, der eigentlich gar keine Pause hatte - und trotzdem davon profitierte: Michael Wolf. Der Stürmer zeichnete mit seinen beiden Treffern für die deutsche Nationalmannschaft mitverantwortlich für den Turniersieg. Eine Initialzündung? „Das hoffe ich”, sagt Wolf. „Das Glück muss zurückkehren, aber es ist auch eine Sache des Kopfes”. Und der sollte nach den Erfolgserlebnissen wieder frei sein. „Er hat Selbstvertrauen getankt”, ist Uli Liebsch optimistisch.
Haake Co-Trainer des US-Teams
Während er das Vier-Nationen-Turnier am Fernsehschirm verfolgte, war Iserlohns Co-Trainer Bernd Haake hautnah dabei. Ebenso wie Ex-Roosters-Coach Greg Poss war er Assistenztrainer des US-Teams. In dem spielte Roosters-Verteidiger Jon Insana eine gute Rolle: „Er hat ein tadelloses Turnier gespielt”, weiß Uli Liebsch von seinem „Co”. Ohne internationalen Einsatz blieb indes Mads Christensen. Der dänische Nationalspieler reiste zwar mit seinem Team in die Schweiz, stand jedoch bei der 1:6-Pleite der Dänen gegen die Eidgenossen nicht im Kader. „Er hatte Fieber und musste abreisen”, erklärt der IEC-Trainer. Zum gestrigen Vormittagstraining schnürte Christensen allerdings wieder seine Schlittschuhe. Wolf und Insana steigen indes erst heute wieder ins Eistraining ein.
Stefaniszin für vier Spiele gesperrt
Und dann gibt es im Roosters-Team doch noch einen Mann, für den die Pause höchst ungelegen kam. Neuzugang Jeff Giuliano, lediglich mit einem Monatsvertrag ausgestattet, gehen die Möglichkeiten aus, sein Können zu zeigen, zumal er im Heimspiel gegen Straubing am Freitag gesperrt ist. Über Giulianos Weiterverpflichtung wird nun vor allem die Trainingsleistung entscheiden. Und von der ist Liebsch angetan: „Er ist sehr zweikampfstark, hat einen guten Charakter und ist Profi durch und durch”, so der Trainer, der verrät: „Er wird bis zum Schluss beobachtet, aber tendenziell wird er bleiben”. Neben Giuliano wird den Roosters am Freitag auch Goalie Sebastian Stefaniszin fehlen. Nach seiner Matchstrafe in Ingolstadt wurde er vom DEL-Disziplinarausschuss für vier Spiele gesperrt.
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