„Meckeronkel“ natürlich mit Verlauf zufrieden

Die NOMA-Basketballer haben weiterhin Platz eins fest im Visier.
Die NOMA-Basketballer haben weiterhin Platz eins fest im Visier.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Lassen sich eigentlich auch Basketball-Spieler einen Play-off-Bart wachsen? Diese Frage ist gewiss nicht die entscheidende. Aber den Pro-B-Basketballern von NOMA Iserlohn wird sich dieses „Problem“ definitiv stellen. Denn für den Tabellenführer der Süd-Gruppe ist die Teilnahme an der K.o-Runde bereits perfekt. Aber von welcher Position aus? Derzeit deutet vieles darauf hin, dass die Kangaroos als Erster in das Achtelfinale gehen.

Die Konzentration hochhalten, in jedem Spiel alles geben - das sind zwei zentrale Forderungen, die Matthias Grothe, der Trainer, immer wieder predigt. Deshalb streicht er auch in den Augenblicken des Erfolges die negativen Aspekte heraus. „Meckeronkel“, wie er sich selbst bezeichnet, ist er, weil er nicht nur auf das nächste Spiel schaut, sondern auch auf das Gesamtbild. Denn schließlich wird sein Team erstmals in eine K.-o.-Serie gehen. „Und da kann einiges passieren“, begründet er sein Meckern auf hohem Niveau und verweist darauf, dass in der letzten Saison Nord- und Süderster gleich in Runde eins gescheitert sind. „Die Spieler denken aber genauso und verstehen mich.“

Der Play-off-Modus birgt also Gefahren - auch, weil die Belastungen deutlich intensiver werden mit möglicherweise drei Spielen in zehn Tagen. Denn ein drittes Spiel (zwei Siege sind nötig) wird dienstags laufen. Da ist das Heimrecht ein Vorteil, weil man einer möglicherweise langen Auswärtsfahrt aus dem Weg geht. Aktuell wäre der Nord-Achte Itzehoe der NOMA-Gegner.

Man habe nun einmal den Anspruch, ein hundertprozentiges Leistungsvermögen abzurufen, „und ich bin froh, dass wir das jetzt noch nicht machen und uns das für die Play-offs aufbewahren. Aber natürlich bin ich mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden“, zieht er trotz der Kritikpunkte ein positives Zwischenfazit, nachdem nun auch die Offensivleistung deutlich stabiler geworden ist. Spielerisch sei noch Luft nach oben.

Den nächsten Schritt erwartet er nun am Samstag im Schwelm. Mit dem Duell wird eine Serie von drei Auswärtsspielen eingeläutet. Das Selbstvertrauen ist groß, diese Hürde erfolgreich zu nehmen. „Dieses Spiel hat auch Play-off-Charakter“, sagt Grothe, der die Frage nach dem „Play-off-Bart-Ritual“ mit „Ja“ beantwortet. „Aber wir müssen dann sehr weit kommen, damit man bei einigen Spielern und beim Trainer auch tatsächlich etwas sieht.“