Markenzeichen für die Stadt und für den deutschen Radball
10.06.2007 | 02:40 Uhr 2007-06-10T02:40:52+0200Iserlohn. (MT) 100 Jahre, aber immer noch äußerst vital - so präsentierte sich der RC Pfeil Iserlohnerheide am Samstag imRahmen seiner Jubiläumsfeier in der Heidehalle. Dazu konnten die Radballer zahlreiche Ehrengäste aus der Politik, der Verwaltung und a
Als ein "Markenzeichen im deutschen Radball" bezeichnete Geschäftsführer Jörg Cordes das Geburtstagskind, dessen lebhafte, abwechslungsreiche Geschichte mit Höhen und Tiefen er in seiner launigen, humorvollen Festrede Revue passieren ließ, unterstützt von einer höchst interessanten Videopräsentation sowie einer kleinen Ausstellung mit historischen Fotos und Erinnerungsstücken.
Und jeder der Festredner stimmte mit ihm in dieser Einschätzung überein. "Die Sportszene in Iserlohn wäre ohne den RC Pfeil tatsächlich ärmer", unterstrich Dagmar Freitag, SPD-Mitglied des Bundestages, die Bedeutung des "Radfahrerclubs", wie Cordes einleitend bemerkte. "Dieser Sport hätte ein größeres öffentliches Interesse verdient", sah es Thorsten Schick, CDU-Landtagsabgeordneter, ebenso. Er wies zudem auf die Schwierigkeiten hin, sich im Umfeld hochklassiger Sportarten zu behaupten. "Mich haben die Leistungen beeindruckt." Und Ralf Horstmann zeigte sich praktisch. Der Leiter des Sportbüros versprach, "die Stadt wird den Radball weiter unterstützen" und überreichte Cordes, der sich bei Politik und Verwaltung für die Unterstützung bedankte, einen Zuschuss. Klaus J. Langhals vom Stadtsportbund ließ den Ehrenteller der Stadt folgen.
Eine besondere Auszeichnung hatte Toni Kirsch, der Präsident des Radsportverbandes NRW, parat: Im Auftrag von Rudolf Scharping, dem Vorsitzenden des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), überreichte er dem Klub die Ehrenplakette des BDR. Kirsch: "Es gibt nicht so viele Vereine, die hundert Jahre alt sind." Auch der Hemeraner Karsten Neuhaus als Vertreter des Radsportbezirks Westfalen Mitte hatte ein Präsent mitgebracht. Ehrengaben gab es zudem von den befreundeten Vereinen Wanderer Hemer, Wanderlust Methler und Falke Altena. Mit einer Geldspende überraschte der Förderverein Heidehalle.
Einem Mann galt ein ganz besonderer Dank: Geschäftsführer Rudi Schön, der 2004 verstarb. "Seine Hartnäckigkeit war legendär", strich Dagmar Freitag Schöns ehrenamtliches, uneigennütziges Engagement heraus und lobte gleichzeitig den ehrenamtlichen Einsatz aller in Vereinen aktiven Helfer. Auch Cordes dankte Schön.
In seiner Eigenschaft als Geschäftsführer nahm Cordes auch etliche Ehrungen vor: Die goldene Ehrennadel und die RC-Pfeil-Uhr erhielt Hans-Werner Kölsche für 60-jährige Vereinszugehörigkeit. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Klaus Stinn, Christoph Kukielka und Lars Wegmann (zusätzlich vom BDR für 25-jährige Lizenznahme geehrt) ausgezeichnet. Letzterer wiederum ehrte in seiner Eigenschaft als zweiter Vorsitzender Jörg Cordes für 40-jährige Vereinstreue.
Dass der Verein aber nicht nur eine Geschichte, sondern auch eine Zukunft besitzt, wurde ebenfalls mehrfach betont. Und als Zeichen dessen wurde bei der anschließenden Party mit den Greyhound Six bis in den frühen Sonntagmorgen gefeiert, nachdem während des Festaktes der MGV Liederkranz Iserlohn gesungen hatte.
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