Lukas Lenz drehte das Spiel in Unterzahl

Durchgesetzt: Der FC Iserlohn fuhr gegen Heven drei Punkte ein.
Durchgesetzt: Der FC Iserlohn fuhr gegen Heven drei Punkte ein.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Der Matchwinner musste sich wegen seines lädierten Fußgelenks auf ein knapp halbstündiges Mitwirken konzentrieren, aber das langte. FC-Kapitän Lukas Lenz stand gerade drei Minuten auf dem Platz, als er den Ausgleich markierte, und sechs Minuten vor dem Ende schoss er den umjubelten Siegtreffer. Ohne ihn wäre der in Unterzahl spielende FC vermutlich in eine weitere Pleite geschlittert.


Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn - TuS Witten-Heven 2:1 (0:1). Bei widrigen Platzverhältnissen ließen die Hausherren gleich in den ersten Minuten erkennen, dass sie nach dem 1:2 aus der Vorwoche etwas gut machen wollten. Nach Eckstößen drohte den Wittenern Gefahr, doch weder Raphael Gräßer noch Malte Weusthof konnten ihren Freiraum zum erfolgreichen Abschluss nutzen. Die Gäste brauchten etwas Anlaufzeit bis zur ersten Offensivaktion, aber die hatte es in sich. An der Strafraumgrenze durfte der frühere Oestricher Volkan Kiral genau Maß nehmen, und er schlenzte die Kugel unhaltbar für Dreesen ins Netz.

Die Iserlohner brauchten eine Weile, um sich von diesem Tiefschlaf zu erholen. Die Mannschaft mühte sich, war spielbestimmend, kam aber zu keiner zwingenden Torchance. Dazu agierte sie oft zu kompliziert und zu unpräzise, was auf dem rutschigen Geläuf dem Gegner in die Karten spielte.

Die beste Möglichkeit versiebte Gräßer, der nach der besten Kombination der ersten Hälfte freistehend aus kurzer Distanz verzog (39.).

Wie zu Beginn setzte der FC auch in den ersten Minuten des zweiten Durchgangs die Akzente (Gräßer, Rödel), aber mit der Konsequenz im Abschluss war es eben nicht weit her. Als dann zu allem Überfluss auch noch Tayfun Öztürk die (berechtigte) gelb-rote Karte sah, sprach nicht mehr ganz so viel für den Sieg des Favoriten.

Der zeigte sich allerdings von der Dezimierung unbeeindruckt und drehte nach einer Schrecksekunde (Nyenhuis scheiterte frei vor Dreesen, 66.) so richtig auf. Das Signal gab Lukas Lenz. Ein gelernter Torjäger weiß eben, was zu tun ist, wenn ihm ein abprallender Ball auf den Fuß fällt (1:1, 68.). Danach schaltete Heven von Ergebnisverwaltung wieder vermehrt auf Attacke um und mühte sich um Offensivaktionen. Doch die besseren Szenen besaß weiter der FC, der mehr zuzusetzen hatte und sich mit einem Punkt nicht begnügen wollte. Doch zunächst ging die Serie der Fehlschüsse weiter (Nweke, Herder), ehe Lenz zum zweiten Mal zuschlug und alles klar machte. Der ebenfalls eingewechselte Tim Schattling hatte den Ball gut durchgesteckt, und allein vor Keeper Wirges behielt der Kapitän die Nerven.

Wirklich eng wurde es danach nicht mehr, und die Iserlohner wussten natürlich, bei wem sie sich zu bedanken hatten.