Löwen der richtige Aufbaugegner für NOMA Iserlohn
15.11.2009 | 21:10 Uhr 2009-11-15T21:10:00+0100
Iserlohn. Das Endergebnis täuschte einmal mehr über die wahren Kräfteverhältnisse in der Hemberghalle hinweg. Im Gegensatz zur letzten Woche gegen Wulfen, schmeichelte das Resultat diesmal aber den Gästen aus Mönchengladbach und nicht den souveränen Hausherren.
Basketball-Regionalliga: NOMA Iserlohn - NVV Lions Mönchengladbach 94:82 (27:17/55:31/77:51). Sein Heimdebüt gegen das Kellerkind vom Niederrhein nutzte Coach Andreas Klippert, um den jungen Spielern zu signalisieren, dass sie gebraucht werden. Da war es für ihn am Ende zweitrangig, dass sein Team einen zwischenzeitlichen 33-Punkte-Vorsprung (70:37/24.) nicht weiter ausbauen konnte. Die Frage, ob man mit der Stammformation den Gegner demoralisierend bezwingen sollte, oder den Perspektivspielern auch eine solche eröffnen sollte, beantwortete der Trainer, indem er den Youngstern viele Spielanteile gewährte.
Dass es zu einem so deutlichen Vorsprung und damit zu einer vorzeitigen Entscheidung kam, war starken 20 Minuten zu verdanken, die nach dem 12:9 (5.) begannen. Frank Benson, der es gegen seinen alten Klub unbedingt zeigen wollte, Martinis Woody und mit Abstrichen auch Stephen Janzen waren zunächst die spielbestimmenden Figuren. Coach Klippert mischte aber schon früh durch und bewies ein gutes Händchen. Theo Ioannidis, Olaf Rostek oder auch Arne Bencker spielten munter mit.
Die nur mit acht Akteuren angereisten Gäste sahen mit zunehmender Spieldauer kein Land mehr. Nach dem 43:29 (17.) legten die Hausherren noch einmal kräftig nach.
Ganz ähnlich ging es auch im zweiten Durchgang weiter. Die treuen Fans honorierten vor allem den kämpferischen Einsatz der Kangaroos, die ihr Dreier-Festival aus Halbzeit eins mit drei weiteren Treffern bis zum 70:37 fortsetzten. Danach kam jedoch Sand ins Getriebe, weil die Gäste nun intensiver um Schadensbegrenzung bemüht waren. Die Center Byrd und Krausen verhinderten mit ihrer Treffsicherheit Schlimmeres. Dass die Iserlohner aber auch mit einem jungem Team auf dem Feld noch das Viertel knapp gewannen. ließ für den Schlussabschnitt hoffen.
Dort lief es bei den Gastgebern aber überhaupt nicht mehr rund. Vor allem der erst spät eingewechselte Schult punktete bei den Lions jetzt zu häufig. Nach einem weiteren Dreier von Karol Jozefiak zum 85:62 (35.) hofften die Zuschauer noch auf einen gelungenen Endspurt, doch der blieb aus, weil man sich zu viele Fehler leistete. Der Sieg geriet allerdings nie in Gefahr.
22:30
Andreas Klippert: herzlich willkommen zurück in Iserlohn. Endlich einer der auch mit dem Herzen dabei ist. Hoffentlich auf eine ganz lange Zusammenarbeit.